- 29.11.2011, 16:02:42
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bfi Wien: "Weiterbildungsversicherung" soll ArbeitnehmerInnen individuelle und sinnvolle Höherqualifizierung gewährleisten
Bei der Präsentation des neuen Kursprogramms empfahl die Geschäftsführung des bfi Wien neue Maßnahmen zur Finanzierung der Erwachsenenbildung.

Wien (OTS) - "Viele Menschen können sich eine dringend notwendige
Höherqualifizierung nicht leisten", stellte Mag. Franz-Josef
Lackinger, Geschäftsführer des bfi Wien, am Dienstag bei einer
Pressekonferenz im Wiener Mumok fest. Es gelte deshalb neue
Möglichkeiten für die Finanzierung von Weiterbildungsmaßnahmen
aufzuzeigen. "In einer ersten Überlegung könnte das eine Ergänzung
der Arbeitslosenversicherung um eine 'Weiterbildungsversicherung'
sein", so der Leiter des Wiener Berufsförderungsinstituts.
Dabei könnte ähnlich wie bei der Sozialversicherung, die sich
sowohl durch das Solidaritätsprinzip als auch durch Vorsorge für den
individuellen (Alters-)Bedarf auszeichnet, ein regelmäßiger geringer
Bedarf des Einzelnen - aufgebessert durch ArbeitgeberInnen-Beiträge
und staatliche Zuschüsse - auf ein "Weiterbildungskonto" wandern.
Diese Ansparungen würden für betriebliche wie auch persönliche
Bildungsinvestitionen hergenommen werden - "wobei der
gesellschaftliche Mehrwert einer solchen Maßnahme gewährleistet sein
muss". Dieses oder ähnliche Modelle auf ihre Umsetzbarkeit zu prüfen,
sei den Sozialversicherungs-ExpertInnen überlassen, jedoch sollte das
diskutiert werden.
"So lange jemand im Berufsleben steht, egal ob Voll- oder
Teilzeit, ist die Unterstützung für Weiterbildungsmaßnahmen nicht
ausreichend", so Lackinger. Diese gebe es oft erst, wenn man die
Dienste des Arbeitsmarktservice in Anspruch nimmt - ein reichlich
später Zeitpunkt, wie der bfi Wien-Geschäftsführer meint.
Jeder Weiterbildungs-Euro bringt einen Mehrwert von 13 Euro
Für die Wirtschaft liege der Nutzen der Erwachsenenbildung auf der
Hand, wie Studien (z.B. der Arbeiterkammer) belegen: Jeder in Bildung
investierte Euro bringt einen "Return on Investment" von 13 Euro.
Rund ein Drittel der ArbeitnehmerInnen nimmt an betrieblichen
Weiterbildungsmaßnahmen teil, sagte die kaufmännische
Geschäftsführerin des bfi Wien, Dr. Valerie Höllinger. Privat ist die
Quote noch geringer: Nur jedeR Siebte ist bereit, seine
Qualifikationen im Rahmen der klassischen Erwachsenenbildung zu
erweitern. Der Ruf nach einer Co-Finanzierung ist vorhanden, wobei
die Verantwortung vor allem bei den ArbeitgeberInnen, aber auch bei
der öffentlichen Hand - Staat und Bundesländer - gesehen wird.
Natürlich dürfe man die jüngsten Bestrebungen der Bundesregierung
nicht unter den Tisch fallen lassen: Die "Bildungskarenz plus", die
vor einigen Wochen über das Jahr 2011 hinaus verlängert wurde, habe
sich als nachhaltige Wirtschaftsförderung erwiesen, und bleibe wohl
als eine der wenigen positiven Erinnerungen an die anhaltende
Wirtschaftskrise zurück. Weiters sei der jüngste Beschluss zu
begrüßen, mit dem das Nachholen von Bildungsabschlüssen ab 2012
kostenlos möglich wird. "Das greift vor allem den
Minderqualifizierten unter die Arme", freute sich Höllinger.
Anlässlich der Präsentation des neuen "Kursprogramm Frühjahr 2012"
verwies die kaufmännische Geschäftsführerin am Dienstag auch auf
Neuheiten des bfi Wien wie "App-Entwicklung für Android mit Java",
"Projektcontrolling" oder "Unternehmensbeurteilung und Rating".
Genauso finden sich darin aber "klassische" Angebote aus
Produktgruppen wie Sprachen, Wirtschaft, Persönlichkeit, EDV u.v.m.
Maximale Durchlässigkeit vom Hauptschulabschluss bis zum
Management-Lehrgang
Mit seinen Geschäfts- und Fachbereichen und den Tochterunternehmen
ist das bfi Wien, das über mehr als 50 Jahre Bildungserfahrung
verfügt, ein Garant für die "Durchlässigkeit" im "Lebenslangen
Lernen" ab der Pflichtschule: vom Nachholen des Hauptschulabschlusses
über die Überbetriebliche (Lehr-)Ausbildung, die
FacharbeiterInnen-Intensivausbildung, die kaufmännischen Schulen, die
Berufsreife und eine eigene Fachhochschule bis hin zum
Führungskräftetraining an der bfi Wien Akademie. Den anwesenden
JournalistInnen präsentierten sich diesem Anspruch gemäß ExpertInnen
aus all diesen Bereichen für Fach- und Hintergrundgespräche.
So etwa Dr. Helmut Holzinger, Geschäftsführer der Fachhochschule
des bfi Wien, der berichtete: "70 Prozent unserer Studienplätze -
das sind aktuell 1234 von 1759 - werden mittlerweile berufsbegleitend
angeboten." Bei den Masterstudien ist überhaupt nur das
berufsbegleitende Studium möglich: "Damit etabliert sich der Bachelor
als eigenständiger Abschluss mit Berufsfeldbezug." Im Unterschied zu
den Universitäten ist an der FH der individuelle Bildungsweg gut
planbar, wie Holzingers feststellt: "84,3 Prozent unserer
Studierenden schließen in der regulären Studiendauer ab."
Das neue "Kursprogramm Frühjahr 2012" des bfi Wien ist unter
www.bfi-wien.at/kursprogramm zu bestellen und in der Online-Version
einsehbar.
Die Pressemappe "Lebenslanges Lernen am bfi Wien" gibt es zum
Download unter dem folgenden Link: http://tiny.cc/bfiPR-LLL
Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/2565/
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
Mag. Bernhard Madlener 01 / 811 78 - 10 355 0676 / 970 85 76 [email protected] www.bfi-wien.at Mag.a Gabriele Masuch 01 / 81178 - 10385 [email protected] www.bfi-wien.at Mag.a Johanna Pirkfellner 01 / 720 12 86-15 [email protected] www.fh-vie.ac.at
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