- 18.10.2011, 10:01:39
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Franz Hörl: Skifahren ist keine Risikosportart - immer weniger Verletzte trotz steigender Beförderungszahlen
Die Seilbahnbetriebe Österreichs, Skischulen und die innovative Ski-Industrie sorgen dafür, dass Skifahren heute ein Sport mit rückläufigem Verletzungsrisiko ist.

Gerlos (OTS) - "Es ist nicht zu verstehen, wieso der alpine
Skisport von den heimischen Medien so gerne als gefährliche
Risikosportart dargestellt wird. Gerade ein Tourismusland wie
Österreich, dass dem Wintersport Wertschöpfung und Arbeitsplätze
verdankt, sollte bei Wintersportlern im In- und Ausland keine
unbegründete Panik erzeugen", so Franz Hörl, VP-Tourismussprecher und
Obmann des Fachverbandes der Seilbahnen. Die Fakten und zahlreiche
Studienergebnisse würden das Gegenteil beweisen.
"Skifahren ist keine Risikosportart und das Verletzungsrisiko
sogar rückläufig", stellt Hörl klar und widerspricht damit den
immer wieder kursierenden Horrorzahlen: "Bei den publizierten
Unfallstatistiken werden Verletzte, die abseits gesicherter Pisten
unterwegs gewesen sind ebenso mit eingerechnet wie Personen, die
durch Erkrankungen oder internistische Notfälle zu Schaden gekommen
sind."
"Umfangreiche Erhebungen des Fachverbandes der Seilbahnen aus dem
vergangenen Winter zeigen, dass ein Unfall auf rund 15.000
Beförderungen kommt", so Hörl. "Statistisch betrachtet, müsste ein
Skifahrer also 1.300 Tage lang Ski fahren, um einen Unfall zu
erleiden, der eine Bergung nötig macht."
Auch Daten der deutschen Auswertungsstelle für Skiunfälle zeigen,
dass die Zahl der Verletzten im alpinen Skisport seit dem Winter
1978/80 um rund 50% gesunken ist - und das, obwohl die
Beförderungszahlen stetig steigen.
Dass das Verletzungsrisiko in den vergangenen Jahren so drastisch
gesunken ist, sieht Hörl als Verdienst des Engagements aller im
Wintersport Beteiligten - so bieten die Seilbahnbetreiber perfekte
Pistenverhältnisse, die österreichischen Skischulen tragen durch
gezielte Aufklärungsmaßnahmen im Skiunterricht maßgeblich zur
Unfallprävention bei und die Ski-Industrie treibt das Thema
Sicherheit mit immer neuen Entwicklungen voran.
All diese Anstrengungen können aber nicht Eigenverantwortung und
persönliche Fitness ersetzen. Tatsächlich würde ein Großteil der
Unfälle durch Eigenverschulden und Selbstüberschätzung verursacht.
Laut der ÖSV-Unfallstatistik passieren mehr als zwei Drittel der
Unfälle (68,6%) am Nachmittag, wofür mitunter auch die Ermüdung als
Grund genannt wird. Ein weiterer Verletzungsgrund: Laut ÖSV tragen
noch immer 50 % der Skifahrer keinen Helm.
Hörl: "Persönliche Fitness und entsprechend gewartetes Equipment
müssen für jeden Skisportler eine Selbstverständlichkeit sein." Mit
der Initative "Safer snow - more fun" leiste man gezielte
Aufklärungsarbeit bei Kindern, Jugendlichen und der Erwachsenen, um
die Gefahren und Risiken im Skigebiet zu minimieren. Seit 2000
arbeitet die ARGE "safer snow - more fun" mit Partnern wie
Ministerien, Interessensvertretungen wie dem Fachverband der
Seilbahnen und Sicherheitskuratorien mit erfolgreichen Konzepten zur
Unfallprävention im Alpinen Wintersport, die vor allem auf eine
verstärkte Bewusstseinsbildung für mehr Eigenverantwortung auf der
Piste abzielt.
Franz Hörl: "Ziel muss es sein, durch verstärkte Information,
Aufklärung und Bewusstmachung der Eigenverantwortung unserer
Pistenbenützer um die Unfallzahlen noch weiter zu senken. Panikmache
und Falschinformation sind dabei aber denkbar ungeeignete Mittel."
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
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Rückfragehinweis:
NRAbg. Franz Hörl, Tel.: 0676 613 52 16
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