- 21.09.2011, 11:43:03
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9. P-AIR PRESSECLUB: "Bedeutung der Therapietreue für den Behandlungserfolg bei Asthma und COPD"
Ergebnispräsentation der bundesländerweiten "Turbothek"- Aktion

Wien (OTS) - Obwohl zwar Interesse an Patientenschulungen besteht,
absolviert ein hoher Prozentsatz der Asthmatiker keine
Schulungsprogramme. Zudem besteht generell ein hohes
Informationsdefizit der Asthmatiker in Hinblick auf ihre Erkrankung.
Patientenschulungen sind unverzichtbare Tools im Management von
Asthma und COPD. Zur Unterstützung der Apotheker bei der Betreuung
von Asthmatikern, rief AstraZeneca Österreich die Fortbildungsreihe
"Turbothek" ins Leben. Mit dieser "Turbothek"-Aktion soll die
Therapietreue der Patienten durch verstärkte Einbeziehung des
Apothekers in das Gesundheitsnetzwerk Krankenhaus - Pulmologe -
Hausarzt verbessert werden. Die Ergebnisse aus der
Veranstaltungsreihe wurden nun präsentiert, renommierte Experten der
Ärzte- und Apothekerschaft fordern anlässlich des 9. P-AIR
Presseclubs mehr Behandlungseffizienz. +++
Asthma bronchiale und COPD haben sich in den Industrieländern zu
Volkskrankheiten entwickelt, die Asthma-Prävalenz in Europa hat sich
in den letzten zehn Jahren nahezu verdoppelt. Österreich liegt mit
einer Prävalenz von 5,8 Prozent von Erwachsenen mit klinischem Asthma
im westeuropäischen Durchschnitt.
Trotz deutlicher Fortschritte in punkto Therapieoptionen sind
viele Asthmatiker nicht optimal eingestellt. Die Hauptgründe dafür
sind in einer mangelnden Therapietreue (Compliance) der Patienten zu
suchen. Ein engmaschiges medizinisches und pharmazeutisches
Versorgungsnetzwerk sowie eine verstärkte Aufklärung sollen die
Compliance und damit auch die Asthmakontrolle verbessern - dies sieht
auch eine verstärkte Einbindung der Apotheker vor. Aus diesem Grund
veranstaltete AstraZeneca im Frühjahr und Sommer 2011 die
bundesländerübergreifende Fortbildungsreihe "Turbothek", die dazu
diente, den Apotheker in seiner wichtigen Funktion und
Beratungstätigkeit beim Management dieser Erkrankungen zu
unterstützen und in Folge mehr Behandlungseffizienz zu erzielen.
"Turbothek"-Aktion stärkt medizinisches Netzwerk zwischen Arzt und
Apotheker
"Patientenschulungen sind heute unverzichtbare Tools im Management
von Asthma und COPD. Nach der Diagnose Asthma sollte jeder Patient
Zugang zu einem strukturierten, zielgruppenspezifischen und
qualitätsgesicherten Schulungsprogramm erhalten. Bedauerlicherweise
gibt es jedoch keine flächen- und bedarfsdeckende Versorgung mit
ambulanten Schulungsangeboten", berichtet OA Dr. Arschang Valipour
vom Sozialmedizinischen Zentrum Baumgartner Höhe Otto-Wagner-Spital,
der die Veranstaltungsreihe aus lungenfachärztlicher Sicht betreute.
Nach dem Vortrag von Dr. Valipour zur Prävalenz von Asthma und
COPD, wurde in Kleingruppen die richtige Anwendung von Turbohalern(R)
geübt. "Die Einschulung des Patienten in der korrekten Handhabung
der inhalativen Therapie erfolgt in der Regel durch den betreuenden
Lungenfacharzt. Aber auch der Apotheker ist oft mit Fragen zur
Asthma- und COPD-Erkrankung und Problemen der Patienten bei der
Handhabung mit dem Inhalationsgerät konfrontiert", berichtet Dr.
Valipour aus Erfahrung.
In diesem Zusammenhang sollten Apotheker bei Patienten, die
wiederholt über Husten und/oder pfeifende Atmung berichten, eine
entsprechende lungenfachärztliche Untersuchung empfehlen. In
ähnlicher Weise sei speziell bei Personen mit entsprechender
Raucheranamnese und über längere Zeit anhaltenden Husten an eine COPD
zu denken und eine Lungenfunktion beim Arzt vorzuschlagen.
Frühe Diagnose und richtige Therapie: Apotheker spielen entscheidende
Rolle
Mag. pharm. Robert J. Welzel, Pharmazeut in Wien, nahm an der
Veranstaltung teil und zieht positive Bilanz: "Apotheker haben eine
wichtige Beraterfunktion für Asthmapatienten. Liegt Asthma als
Diagnose bereits vor, so ist die korrekte Einnahme der Arzneimittel
wie bei allen chronischen Erkrankungen unbedingt erforderlich. Ärzte
und Apotheker sind gefordert, die Patienten über die richtige
Handhabung der Präparate zu informieren und sie auf die Bedeutung der
regelmäßigen Anwendung entsprechend hinzuweisen. Gemeinsame
Demonstrationsveranstaltungen bzw. Schulungsprogramme können in
weiterer Folge dazu beitragen, das Informationsdefizit von
Asthmaerkrankten auszugleichen." Neben dem Wissen um den richtigen
Einsatz sei auch die korrekte Einnahme der Präparate so wie der
Umgang mit Inhalatoren wichtig. Gerade beim Inhalieren können
Probleme und Fehler auftreten, wie z.B. eine mangelnde
"Synchronisation" von Sprühstoß und Inhalation, welche vor allem bei
Kindern und älteren Patienten immer wieder festzustellen sei, so Mag.
Welzel weiter.
Von Seiten der Österreichischen Apothekerkammer wird die Bedeutung
von regelmäßigen Asthma-Schulungen bzw. der Betreuung von
Asthmatikern in der Apotheke ebenfalls gefordert. "Eine
Zusammenarbeit von Ärzten und Apothekern hinsichtlich einer
effektiven und sicheren Pharmakotherapie ist sinnvoll. Der Apotheker
steht dabei als Arzneimittelfachmann zu Fragen der medikamentösen
Therapie zur Verfügung. Gemeinsam mit dem Arzt und Patienten kann er
arzneimittelbezogene Probleme erkennen und lösen. Apotheker können
unter anderem durch Überprüfung und Korrektur der Anwendung von
Inhalationssystemen zu einer leitliniengerechten Inhalationstechnik
und einer Steigerung der Therapietreue beitragen", führt Mag. pharm.
Betina Halmschlager von der Österreichischen Apothekerkammer an.
Asthmaanfälle sind nicht zu 100 Prozent zu verhindern, aber
sorgfältiges Management der Erkrankung ermöglicht es vielen
Betroffenen, ein weitgehend beschwerdefreies Leben zu führen. Wenn
Apotheker ihre Kenntnisse und Fertigkeiten zur Asthmatherapie
regelmäßig auffrischen und diese im Rahmen einer individuellen
Beratung an die Patienten weitergeben, könne dies wesentlich zur
Steigerung der Therapietreue beitragen, so das Expertenboard
abschließend.
Über P-AIR:
P-AIR ist eine mehrmals pro Jahr stattfindende
Presseveranstaltung, die 2008 von AstraZeneca Österreich ins Leben
gerufen wurde. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, das Bewusstsein
für die mittlerweile zur Volkskrankheit avancierten Indikationen
Asthma, COPD und Allergien zu steigern. Thematisiert und von
renommierten Experten beleuchtet werden verschiedene Aspekte, die mit
diesen Krankheitsbildern in Zusammenhang stehen. Ziel der aktuellen
Veranstaltung soll sein, auf die Relevanz der Therapietreue bei
Asthma- und COPD-Patienten aufmerksam zu machen.
Hinweis für Redaktionen:
Auf www.welldone.at finden Sie die Inhalte der Pressemappe
(Pressetext, Statements der Teilnehmer, Pressefotos) zum kostenfreien
Download.
Weitere Bilder unter:
http://www.apa-fotoservice.at/galerie/2244
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
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Mag. Sabine Sommer | Public Relations,
Lazarettgasse 19/OG 4, 1090 Wien, Tel.: 01/402 13 41-12,
E-Mail: [email protected]
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