• 20.09.2011, 12:29:28
  • /
  • OTS0150 OTW0150

Basel III: Deutsche und österreichische Wirtschaft treten gemeinsam für Verbesserungen bei Unternehmenskrediten ein

Präsidenten Driftmann (DIHK) und Leitl (WKÖ) sowie ZDH-Geschäftsführer Schulte übergeben gemeinsame Position an EU-Abgeordnete

vlnr: Christoph Leitl, Präsident der WKÖ, Dr. Sabine Hepperle, Leiterin des DIHK-Büros Brüssel, Hans Heinrich Driftmann, Präsident des DIHK

Wien (OTS/PWK650) - Die deutsche und die österreichische
Wirtschaft befürchten negative Auswirkungen auf die
Kreditfinanzierung von Unternehmen. Grund sind die erhöhten
Eigenkapitalanforderungen an die Banken sowie die neuen
Liquiditätsbestimmungen. Unverzichtbar sind daher Nachbesserungen bei
der Unternehmensfinanzierung. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs zu
Basel III, zu dem heute in Brüssel zusammenkamen: Hans Heinrich
Driftmann, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages
(DIHK), Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich
(WKÖ), und Karl-Sebastian Schulte, Geschäftsführer des
Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) sowie die Abgeordneten
des Europäischen Parlament Othmar Karas, Berichterstatter des
Parlaments für die Umsetzung von Basel III in der EU und
Vizepräsident der EVP-Fraktion, Burkhard Balz (EVP) sowie Sven
Giegold (Grüne Fraktion/FEA). Die drei Parlamentarier sind Mitglieder
des für Basel III zuständigen Ausschusses im EU-Parlament.

Die Wirtschaftsorganisationen wiesen darauf hin, dass die Ursachen
der Finanzkrise 2008/2009 und auch die aktuellen
Finanzmarktturbulenzen keinesfalls auf die Kreditfinanzierung der
Unternehmen zurückzuführen seien. Eine aktuelle Studie des
österreichischen Instituts für höhere Studien belegt sogar, dass sich
die Bonität von kleinen und mittleren Betrieben in der Krise stabil
entwickelt hat. Alle Beteiligten unterstützen die Signale der
Kommission und deren Vorschläge, Verbesserungen für KMU-Kredite ins
Auge zu fassen. Sie fordern aber eine direkte Verankerung dieser
Erleichterungen in der für alle Mitgliedsländer dann unmittelbar
geltenden Verordnung, die Basel III in der EU umsetzen soll. Konkret
geht es um eine Senkung der Eigenmittelunterlegung für KMU-Kredite
und eine Erhöhung der bisherigen Obergrenze von 1 Mio. Euro für
Erleichterungen bei Krediten an den Mittelstand. Besorgt ist die
Wirtschaft über die drohenden Wirkungen von Basel III auf
Außenhandelsfinanzierungen und über mögliche negative Effekte der
Liquiditätsbestimmungen auf die Unternehmensfinanzierung.

Driftmann, Leitl und Schulte betonten die Wichtigkeit eines
stabilen Finanzsystems für die Unternehmen. Dies erfordere aber auch,
dass Basel III weltweit, zumindest auch in den USA und in Asien,
umgesetzt werden müsse. Da in der EU - im Gegensatz zu anderen
Wirtschaftsräumen - Basel III auch für kleine und mittlere Banken
verbindlich werden soll, sei es bei der Umsetzung in der EU zudem
besonders wichtig, die speziellen Bedürfnisse dieser Institute und
ihrer Verbundgruppen zu berücksichtigen. Sie sind wichtige
Finanzierungspartner kleiner und mittlerer Unternehmen. (FA)

Anhänge zu dieser Aussendung finden Sie als Verknüpfung im
AOM/Original Text Service sowie im Volltext der Aussendung auf
http://www.ots.at

Rückfragehinweis:
DIHK Presse: Susanne Schraff, Tel: +32/2/286 1634
WKÖ Presse: Franziska Annerl, Tel.: +32/474/47 25 94
ZDH Presse: Alexander Legowski, Tel. +49/30/206 19 370

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PWK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel