• 29.06.2011, 13:30:57
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10 Jahre MuseumsQuartier Wien - Eine Bilanz - BILD

Im Bild v.l.n.r.: Dr. Andreas Mailath-Pokorny, Amtsführender Stadtrat für Kultur und Wissenschaft von Wien, Daniela Enzi, Leitung MuseumsQuartier Wien, Dr. Claudia Schmied, Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur.

Wien (OTS) - 10 Jahre nach seiner Eröffnung besitzt das
MuseumsQuartier Wien, eines der bedeutendsten und erfolgreichsten
Kulturprojekte der zweiten Republik, national und international eine
einzigartige Position als Zentrum österreichischen Kulturlebens.

"Die Menschen haben das MuseumsQuartier für sich erobert! Der
Kulturraum ist aus der österreichischen Kunst- und Kulturlandschaft
nicht mehr wegzudenken. Das Kulturareal hat sich zu einer Arbeits-
und Präsentationsplattform österreichischen Kunstschaffens sowie zu
einem Ort der Kunstvermittlung und des Kulturerlebens entwickelt",
betont Kulturministerin Dr. Claudia Schmied. "Mit seinen großen
Museen, seinen rund 70 Kultureinrichtungen aus den
unterschiedlichsten Genres und seinem vielfältigen Programm wird hier
>Kultur< gelebt. Das MuseumsQuartier leistet einen wesentlichen
Beitrag, Berührungsängste gegenüber Kunst und Kultur abzubauen, da es
als integrativer Lebens- und Erlebnisraum wahrgenommen wird und es
bereits in den Außenflächen, oft bei freiem Eintritt, Veranstaltungen
und Kunstprojekte zugänglich macht. Die unverwechselbare Marke >MQ<
hat sich international als Vorzeigemodell positioniert", so die
Ministerin weiter.

Auch die Ergebnisse neuester Besucherbefragungen und
Marktforschungen belegen, dass es in den letzten Jahren gelungen ist,
das Interesse der mittlerweile jährlich 3,8 Millionen MQ
BesucherInnen an den Kunst- und Kulturangeboten zu intensivieren und
die Nutzung der hier ansässigen Institutionen und Kulturinitiativen
kontinuierlich zu stärken: Das MQ ist ein Areal, das BesucherInnen
offen steht und damit entscheidend beiträgt, allfällige "Schwellen-
und Berührungsängste" gegenüber zeitgenössischer Kunst abzubauen. So
haben in den vergangenen 10 Jahren rund 30 Millionen Menschen das
MuseumsQuartier genutzt, um eine der Kultureinrichtungen zu besuchen,
zu entspannen oder um an einer der tausenden Veranstaltungen am
Areal, sowohl innen als auch in den Außenflächen, teil zu nehmen.

Dafür wurde seit der Eröffnung im Jahr 2001 viel getan:
ursprünglich als klassisches Kulturareal mit erwarteten 1 Million
BesucherInnen/Jahr geplant, ist das MQ heute mit 3,8 Millionen
BesucherInnen/Jahr eine lebendige "Stadt in der Stadt", in der Kunst
und Kultur die Hauptrolle spielen, gleichzeitig aber auch Bedürfnisse
nach Entspannung, Freizeitgestaltung und Gastronomie erfüllt werden.
Begonnen wurde mit acht Kultureinrichtungen - mittlerweile sind,
inklusive den Kulturinitiativen im Creative Cluster quartier21 (q21),
rund 70 Kulturinstitutionen im MuseumsQuartier ansässig. Das Angebot
reicht von bildender und darstellender Kunst, Architektur, Musik,
Mode, Theater, Tanz, Literatur, Kinderkultur, bis hin zu Digitaler
Kultur. Zudem gibt es ein Künstlerstudioprogramm mit sieben
Künstlerstudios, vier Themenpassagen sowie das ganze Jahr über eine
Vielzahl an kulturellen Veranstaltungen in den Außenflächen.

Aktuell besucht die Hälfte der Gäste eine Kulturinstitution

Dass dieses Konzept funktioniert und als solches verstanden wird,
zeigen die Ergebnisse der neuesten (durch das Institut Sensor
durchgeführten) Besucherbefragung und -analyse. 48% der
ErstbesucherInnen geben an, dass der Kulturbesuch der Hauptgrund für
ihren Aufenthalt im MuseumsQuartier ist. Allein 1,5 Millionen
Menschen jährlich sind erfasste "Ticket-KäuferInnen" für eine der
Kultureinrichtungen am Areal. Gleichzeitig ist Kultur im
MuseumsQuartier überall präsent - in den Museen und
Ausstellungshäusern, den Kultureinrichtungen, durch die Arbeit der
hier ansässigen kulturellen Initiativen und durch die zahlreichen
Kunstprojekte und Kulturveranstaltungen in den Außenflächen.

95% Akzeptanz, 7 von 10 BesucherInnen wunschlos glücklich

Weiterhin auf außerordentlich hohem Niveau ist die Akzeptanz des
Gesamtareals MuseumsQuartier. So geben 95% der Befragten an, dass
ihnen ihr Besuch im MuseumsQuartier sehr gut oder gut gefallen hat.
Besonders gut bewertet wurden dabei das kulturelle Angebot, die
zentrale Lage und gute Erreichbarkeit, dass das MuseumsQuartier ein
Ort zum Verweilen und sympathisch ist ebenso wie dass das
MuseumsQuartier modern und eine Bereicherung für die Stadt Wien ist.
72% haben keinerlei Verbesserungswünsche, 2007 waren es 50%. Damit
hat sich das Imageprofil des MuseumsQuartier weiterhin verbessert,
zumal 26% der Befragten angeben, dass das MuseumsQuartier die
Positionierung der Stadt Wien als Kulturtreffpunkt unterstützt.

MQ Wien als Tourismus-Attraktion

Innerhalb Wiens hat sich das MQ mit seinem vielfältigen und
umfangreichen Programm zu einer der bedeutendsten Bühnen Wiens
entwickelt, die das kulturelle Leben in Wien bereichert. 69% der
BesucherInnen sind in Wien wohnhaft, sie nutzen das MQ zum einen
wegen seines Kulturangebots, aber auch als Freizeitareal und Oase der
Erholung innerhalb der Stadt. Weitere 11% der MQ BesucherInnen sind
aus den weiteren österreichischen Bundesländern, 20% aus dem Ausland.
Im Vergleich zu 2007 (75% aus Wien, 10% aus den Bundesländern, 15%
aus dem Ausland) ist die Zahl an internationalen Gästen damit
deutlich gestiegen - das MuseumsQuartier gewinnt außerhalb
Österreichs immer mehr an Bedeutung und wird als eine der wichtigsten
Touristenattraktion der Kulturstadt Wien wahrgenommen. 15% der Wien
BesucherInnen geben an, dass das MQ ein Hauptgrund für ihren
Wien-Besuch ist, für immerhin 55% ist das MQ ein wichtiger
Bestandteil des Wien-Besuchs.

"Das MuseumsQuartier ist vieles - kultureller Erlebnis- und
Schaffensraum, internationales Aushängeschild, größte
Tourismusattraktion. Vor allem aber ist es ein Ort der Wienerinnen
und Wiener - unser "urbanes Wohnzimmer", das mehr Lebensqualität für
Einheimische und Gäste bringt und zum Synonym für das lebendige,
junge und kreative Wiener Kulturleben geworden ist", so Dr. Andreas
Mailath-Pokorny, Amtsführender Stadtrat für Kultur und Wissenschaft
von Wien.

MQ spricht breitere Bildungsschichten an

Bezüglich der Besucherstruktur ist das Durchschnittsalter in den
vergangenen Jahren von 33 auf 36 Jahre gestiegen. 37% der
BesucherInnen sind Hochschulabsolventen. Das Angebot im MQ wird nun
jedoch auch in stärkerem Ausmaß von anderen Bildungsschichten
(Pflicht-/Fachschule) wahrgenommen. Damit ist es dem MuseumsQuartier
gelungen, Zugangsbarrieren zum sonst eher als elitär betrachteten
Kunst- und Kulturbetrieb abzubauen.

Fazit und Ausblick

"Die Strategie des MuseumsQuartier hat sich in den letzten 10
Jahren mehr als erfolgreich bestätigt. Das MuseumsQuartier ist ein
Areal, das für alle offen ist und das für jeden etwas zu bieten hat.
Gleichzeitig ist es gelungen, das Kulturbewusstsein zu stärken, so
dass immer mehr Leute ins MuseumsQuartier kommen, um neben dem
Erholungs- und Freizeitangebot vor allem Kultur zu erleben", so
Daniela Enzi, Leitung MuseumsQuartier.

Als Dankeschön an die zahlreichen BesucherInnen, die in den
letzten 10 Jahren wesentlich zum Erfolg des MuseumsQuartier
beigetragen haben, findet am 30.06. ein großes Open-Air Programm in
den Außenflächen statt. Den Auftakt gestaltet das tschechische Duo
DVA, gefolgt von der polnischen Band Miloopa und der
rumänisch-deutschen Sängerin Miss Platnum. Danach wird - kuratiert
vom audiovisuellen Wiener sound:frame Festival - die deutsche
Künstlergruppe URBANSCREEN eine außergewöhnliche Großbildprojektion
auf die Fassaden des LEOPOLD MUSEUM und Teile des MUMOK zeigen. Ein
derartiges "virtuelles Theater" war in Wien zuvor noch nie zu sehen.

Ziel in den kommenden Jahren wird sein, den Fokus weiter auf die
Kulturnutzung des Areals sowie das kulturelle Angebot zu richten.
Gleichzeitig sollen die Synergie-Effekte am Areal noch stärker als
bisher genutzt werden. So ist zum Beispiel für das kommende Jahr, auf
Initiative der q21 Modeschöpferin Maria Oberfrank/Pitour ein "Summer
of Fashion" geplant, an dem sich eine Vielzahl der
Kultureinrichtungen im MuseumsQuartier beteiligen wird.

Partner des MQ

10 Jahre MuseumsQuartier Wien - das bedeutet auch 10 Jahre
Unterstützung durch langjährige Partner, ohne die viele Projekte
nicht realisierbar und umsetzbar wären. Besonderer Dank gilt hierbei
den Eigentümervertretern, der Republik Österreich - insbesondere dem
bm:ukk - und der Stadt Wien, die das MuseumsQuartier von Anfang an
mitgetragen und maßgeblich unterstützt haben. Bereits seit 10 Jahren
begleiten die Wiener Stadtwerke als Generalsponsor das
MuseumsQuartier Wien - ebenso wie die Erste Bank. tranzit.org mit
dessen Hauptpartner der ERSTE Stiftung ist Partner des
Artist-in-Residence Programms des quartier21 / MuseumsQuartier. Seit
2011 engagiert sich die Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien als
Hauptsponsor.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
Presse MQ: Mag. Irene Preißler
Tel. [+43] (0)1 / 523 58 81 - 1712
E-mail: [email protected]

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