• 29.10.2010, 10:00:48
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Chalupka: 20.000 Menschen arbeiten in Österreich ohne eigene Versicherung

Diakonie mobilisiert für Ausbau der Rechte von Menschen mit Behinderungen

Diakonie mobilisiert für Ausbau der Rechte von Menschen mit Behinderungen.

Wien (OTS) - "Es ist kaum zu glauben, dass bei uns in Österreich
an die 20.000 Menschen ohne eigenständige Sozialversicherung
arbeiten, obwohl sie bereits viele Jahre beschäftigt und längst
erwachsen sind", sagt Michael Chalupka, Direktor der Diakonie
Österreich, zum Auftakt der österreichweiten Plakatkampagne der
Diakonie. "Wir werden in den nächsten Tagen Protestkarten verteilen,
und bei Sozialminister Hundstorfer die Schaffung einer eigenständigen
Sozialversicherung für Menschen mit Behinderungen in Werkstätten und
Beschäftigungstherapie einfordern. Dies ist bereits als Vorhaben im
Regierungsprogramm festgelegt. Nun sollte es auch umgesetzt werden."

"Es geht darum, dass die Tätigkeit in so genannten Werkstätten als
Erwerbsarbeit anerkannt wird, denn Menschen mit Behinderungen leisten
nicht mehr oder weniger, sie leisten im Rahmen ihrer Möglichkeiten,
Fähigkeiten und Vorlieben, so wie jede und jeder andere auch,"
erklärt Chalupka. "Die Feststellung der so genannten
'Arbeitsunfähigkeit' ist ein veraltetes Konzept, und steht zudem auch
gegen die in Österreich bereits seit zwei Jahren ratifizierte 'UN
Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen'."

Zwar sei laut Diakonie die Ankündigung des Ministerrats über die
Einbeziehung in die gesetzliche Unfallversicherung ein erster
wichtiger Schritt, jedoch müsse sich die Regierung auch zu den
nächsten Zielen bekennen: Ausbau der Rechte, wie sie für andere
ArbeitnehmerInnen längst bestehen, wie eigenständige Kranken- und
Pensionsversicherung, Urlaubs- und Gehaltsansprüche,
Arbeitsschutzgesetze und gesetzliche Selbstvertretungsrechte.

Die Diakonie setzt sich seit vielen Jahren für die Anliegen von
Menschen mit intellektuellen Behinderungen ein, und bietet darüber
hinaus für rund 750 Personen Beschäftigungsmöglichkeiten im Rahmen
von Werkstätten. "Wir haben uns auf den Weg gemacht, und versuchen
auch unter oft schwierigen gesetzlichen Rahmenbedingungen
bestmögliche Angebote für Menschen mit Behinderungen zu schaffen. Wir
stehen auch heute wieder für Gespräche zur Verfügung und sind gerne
Partner für eine Weiterentwicklung der österreichischen
Werkstättenpolitik", so Chalupka abschließend.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:

Mag.a Bettina Klinger/Diakonie Österreich
   Leitung Kommunikation
   Tel: 409 80 01-14
   Mobil: 0664 / 314 93 95
   E-Mail: [email protected]
   Internet: www.diakonie.at

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