• 02.08.2010, 11:19:01
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Konjunktur: Wien fällt bei Aufschwung weiter zurück

Bundeshauptstadt ist Schlusslicht beim Rückgang der Arbeitslosenzahlen - Jank: "Wiens Wachstumsvorsprung geht schrittweise verloren"

Wirtschaftskammer Wien-Präsidentin Brigitte Jank ist über die weitere wirtschaftliche Entwicklung Wiens besorgt

Wien (OTS) - Wien, 2. August 2010 - Als Stadt der Dienstleistung
mit nur wenig Industrie hat Wien das Krisenjahr 2009 mit den
geringsten Einbußen unter allen österreichischen Bundesländern
überstanden. Schmerzlich war der Rückgang der Wertschöpfung um 2,6
Prozent aber dennoch. Wettgemacht wird er im heurigen Jahr jedenfalls
nicht werden: "Mit einem erwarteten Wirtschaftswachstum von nur etwas
mehr als einem Prozent ist die Wiener Konjunktur noch lange nicht im
jenem Tempo unterwegs, wie sie für einen spürbaren Aufschwung und
eine Stabilisierung des Arbeitsmarktes notwendig wäre", warnt
Wirtschaftskammer Wien-Präsidentin Brigitte Jank. Das belegen nun
auch die aktuell veröffentlichten Arbeitslosenzahlen. Mit einem
Rückgang von lediglich 2,4 Prozent ist Wien Schlusslicht in
Österreich - mit großem Abstand zum durchschnittlichen
österreichweiten Rückgang von knapp 9 Prozent.****

Die neuesten Arbeitslosenzahlen sind allerdings lediglich Ausdruck
einer größeren Entwicklung, von der Wien betroffen ist. Denn was sich
in der Krise als Stärke erwiesen hat - nämlich die starke
Diestleistungsorientierung -, wird nun zum Nachteil. Die rasche
Erholung der Weltmärkte kommt in anderen Bundesländern wesentlich
rascher an als in Wien. "Wiens Wirtschaft verliert zunehmend den
Wachstumsvorsprung des letzten Jahres", sagt Jank und fordert von
Bund und Land verstärkte Wachstumsimpulse für Wien, um gegenüber den
anderen Bundesländern nicht zu verlieren. Konkret fordert Jank eine
Ausweitung der regionalen Wirtschaftsförderungen - zum Beispiel durch
Wiedereinführung der Althausmilliarde -, eine
Investitionszuwachsprämie, um die stagnierende Investitionstätigkeit
der Wiener Betriebe in Schwung zu bekommen, und einen
Handwerker-Bonus. "Wir brauchen Maßnahmen, die die
Wirtschaftsleistung steigern, um neue Steuereinnahmen zu generieren
und den Arbeitsmarkt entlasten. Was wir nicht brauchen, sind neue
Belastungswellen durch Bund und Land, die die Wirtschaft in ihrer
schwierigen Lage weiter bremsen und behindern", so Jank.

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Rückfragehinweis:

Wirtschaftskammer Wien 
   Dr. Gary Pippan
   Presse & Medienmanagement
   Tel.: 01 51450-1314
   mailto:[email protected]
   http://www.wko.at/wien

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