• 29.04.2010, 14:18:41
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Neue Kampagne für gesunde Arbeitsplätze: Instandhaltung im Mittelpunkt - BILD

Start der Kampagne "Gesunde Arbeitsplätze" in Österreich: Alexander Heider (Bundesarbeitskammer), Heinz Kogler (WKO), Elisabeth Szymanski (BMASK), Andreas Dankl (MFA), Peter Vavken (AUVA)

Wien (OTS) - Anlässlich des Welttages für Sicherheit und
Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz am 28. April hat die Europäische
Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz
(EU-OSHA) ihre neue Kampagne für gesunde Arbeitsplätze 2010-2011
vorgestellt, durch die europaweit die sichere Instandhaltung
gefördert werden soll. In manchen europäischen Ländern hängen bis zu
20 Prozent aller Arbeitsunfälle mit Instandhaltung zusammen, in
mehreren Branchen sind es mehr als die Hälfte.

Instandhaltung ist unverzichtbar, um Gefährdungen am Arbeitsplatz
zu vermeiden, aber auch diese Tätigkeit selbst ist für das
Instandhaltungspersonal mit hohen Risiken verbunden. Schätzungen
zufolge sind in Europa 10-15 Prozent aller tödlichen Unfälle bei der
Arbeit auf Instandhaltungsarbeiten zurückzuführen. Es ist daher
unerlässlich, dass Instandhaltung ordnungsgemäß und unter
Berück-sichtigung der Sicherheits- und Gesundheitsschutzbelange der
Arbeitnehmer/innen durchgeführt wird.

An der Seite des EU-Kommissars für Beschäftigung, Soziales und
Integration - László Andor - umriss Dr. Jukka Takala, Direktor der
EU-OSHA, bei der Auftaktveranstaltung zur Kampagne in der
Europäischen Kommission in Brüssel die Ziele und die Grundregeln für
sichere Instandhaltung als Schlüsselbeitrag für gesunde
Arbeitsplätze.

László Andor: "Dass 20 Prozent aller Arbeitsunfälle derzeit mit
der Instandhaltung zusammenhängen ist zu viel. Es zeigt, dass dies
ein Bereich ist, in dem wir mehr Sensibilisierungsarbeit leisten und
unsere Anstrengungen verstärken müssen. Unsere Strategie ist
insgesamt darauf ausgerichtet, die Zahl aller arbeitsplatzbezogenen
Unfälle in der EU in den nächsten Jahren um 25 Prozent zu senken.
Schlechtes Management von Instandhaltungstätigkeiten und -verfahren
erhöht das Risiko von - zuweilen tödlichen - Arbeitsunfällen für
Arbeitnehmer/innen auf allen Ebenen und in einer Vielzahl von
Branchen. Bei einem der schwersten Vorfälle seiner Art in Europa, der
Piper Alpha-Katastrophe im Jahr 1988, verwandelte sich die Öl- und
Gasplattform in der Nordsee innerhalb von Sekunden in ein brennendes
Inferno, in dem 167 Arbeitnehmer/innen den Tod fanden - ein
tragisches Beispiel dafür, welche Konsequenzen unzureichende
Instandhaltungsverfahren nach sich ziehen können.

Österreichische Arbeitsschutzstrategie

Durch die intensive Zusammenarbeit aller Akteur/innen des
Arbeitsschutzes im Rahmen der österreichischen Arbeitsschutzstrategie
2007-2012 wird ein wertvoller Beitrag zum Erfolg der Kampagne
geleistet werden. "Denn nur durch die Bündelung der vorhandenen
Ressourcen kann und wird es gelingen, wichtige Akzente und
Aktivitäten zum Thema "Sichere Instandhaltung" zu setzen", so Prof.in
Dr.in Eva-Elisabeth Szymanski, Sektionschefin im Bundesministerium
für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK).

Mehr Informationen zum Thema Instandhaltung
http://osha.europa.eu/de/topics/maintenance

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
com_unit, Peter Sitte
Tel. +43 1 407 23 47-11
mobil +43 664 34 05 996
[email protected]

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