OTS0068 / 03.03.2010 / 09:56
/ Channel: Chronik
/ Aussender: Ärztekammer Wien
Stichworte:
Gesundheit / Sozialversicherung / Veranstaltung / Wien
/ Ärztekammer
Spitzen der Sozialversicherung brüskieren Ärzteschaft - BILD
Utl.: Gesprächsverweigerung bei Gesundheitsgipfel - Steinhart: "Offenbar ist die Gesundheitsversorgung in Wien kein Thema für die Krankenkassen" =
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BILD zu OTS - Einzig die Gesundheitssprecherin der Grünen, Sigrid Pilz, hat den Weg in die Urania zur Ärztekammer-Diskussion "Wird 2010 das Jahr der vertragslosen Zustände?" gefunden.
- Personen: Ärztekammer-Vizepräsident Johannes Steinhart, Moderatorin Irmgard Bayer (Ärztekrone), stv. Kurien-Obmann Norbert Jachimowicz, Gesundheitssprecherin der Grünen Sigrid Pilz
- Fotograf: Gregor Zeitler
- Fotocredit: Ärztekammer für Wien
- Ort: Österreich / Wien
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Wien (OTS) - "Die Gesundheitsversorgung der Wienerinnen und Wiener ist der Sozialversicherung nicht einmal ein einziges Wort wert." Diese Schlussfolgerung zog gestern, Dienstag, Abend Ärztekammer-Vizepräsident Johannes Steinhart im Rahmen einer Podiumsdiskussion der Ärztekammer in der Urania. Die Diskussionsrunde fand aus aktuellem Anlass zum Thema "Wird 2010 das Jahr der vertragslosen Zustände?" statt. Trotz Zusagen hatte letztendlich kein Vertreter der Sozialversicherung den Weg in die Urania gefunden. ***
Noch in letzter Minute hat der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger seine Teilnahme abgesagt. Wenige Tage zuvor hatten die Vertreter der Sozialversicherungsanstalt der Gewerblichen Wirtschaft (SVA) sowie der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) ihre Vertretung bei der Diskussion zurückgezogen. Bei beiden Versicherungsanstalten sind die Honorarverhandlungen mit der Ärztekammer derzeit unterbrochen.
Für die Bundeshauptstadt besteht damit die Gefahr eines vertragslosen Zustands mit WGKK und SVA. Dieses drohende Szenario wollte die Ärztekammer in der Öffentlichkeit mit den betroffenen Kolleginnen und Kollegen sowie Patienten diskutieren, "Alle kamen, bis auf die Spitzen der Sozialversicherung", moniert Steinhart.
Seine Schlussfolgerung: "Den Krankenkassen fehlen offensichtlich die Argumente und damit auch der Mut, sich öffentlich einer Diskussion zu stellen." Trotz dieses in der österreichischen Gesundheitspolitik "einmaligen Affronts" werde die Ärztekammer aber auch weiterhin offen und transparent über die möglichen Folgen des Scheiterns der Vertragsverhandlungen für das Wiener Gesundheitssystem mit allen Beteiligten diskutieren.
Zwtl.: Ärzte wollen ehrliches Gesprächsklima
"Wie sollen wir dieses Verhalten seitens der Sozialversicherung anders deuten als: Man will offenbar keinen Dialog mit der Ärzteschaft?", fragt Steinhart. Dass sich die Entscheidungsträger im Hauptverband sowie SVA und WGKK den Fragen der in der Urania versammelten rund 200 Ärztinnen und Ärzten und Patienten nicht stellten, werfe "kein gutes Licht" auf sie.
Die möglichen Auswirkungen eines vertragslosen Zustands auf das Wiener Gesundheitssystem seien "keine Kleinigkeit". Das müsse auch in der Öffentlichkeit entsprechend transportiert werden, "zum Wohle der Patientinnen und Patienten", verwies der Vizepräsident auf die Notwendigkeit von optimaler Transparenz.
"Man wollte uns glauben machen, die Sozialversicherung entwickle sich in Richtung moderne Dienstleistungsunternehmen. Mit dieser blockierenden, starren Njet-Haltung hat sie einmal mehr das Gegenteil bewiesen", so Steinhart abschließend. (kp)
Rückfragehinweis: Ärztekammer für Wien - Pressestelle Mag. Kristin Posch Tel.: (++43-1) 51501/1407, 0664/8109692, F:51501/1289 posch@aekwien.at http://www.aekwien.at
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OTS0068 2010-03-03/09:56
030956 Mär 10
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