- 26.11.2009, 13:17:37
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Rektoren fordern Konsequenzen nach dem Hochschuldialog - BILD

Wien (OTS) - Am Tag nach dem von Bundesminister Hahn einberufenen
"Hochschuldialog" nahmen am Donnerstag namens der Österreichischen
Universitätenkonferenz (uniko) Rektor Christoph BADELT, Präsident der
uniko, WU, Rektor Gerald BAST, Stv. Präsident der uniko, Angewandte,
sowie Rektor Georg WINCKLER, Mitglied des Präsidiums der uniko,
Universität Wien, im Rahmen einer Pressekonferenz Stellung zu den
Ergebnissen der Veranstaltung.
1. Wer hat jetzt welche Schritte zu setzen?
Der "Hochschuldialog" hat gezeigt, dass bei der Lösung der
anstehenden Probleme verschiedene Adressaten bzw. mehrere
Handlungsebenen zu beachten sind: So richten sich einige Forderungen
der Studierenden an die Bundesregierung, andere an das Parlament,
manche an die einzelnen Universitäten.
In der Budgetfrage ist die Politik (Bundesregierung, aber auch
Parlament) aufgerufen, ihre Versprechungen nun rasch in die Tat
umzusetzen und die erforderlichen Investitionen in die tertiäre
Bildung zu tätigen. Wo es nötig ist, müssen die Universitäten im
Rahmen ihrer Autonomie die Möglichkeit erhalten, vertretbare
Studienbedingungen durch entsprechende Regelungen herzustellen.
Einige der aufgeworfenen Fragen sind im Rahmen der
Universitätsautonomie dezentral lösbar und zu lösen. Dazu zählen
insbesondere die Gestaltung der Studieneingangsphasen sowie
Verbesserungsbedarf in den Studienplänen im Zuge der Umsetzung der
"Bologna"-Reform.
2. Verbindliche Roadmap zur Universitätsfinanzierung - jetzt!
Sowohl der österreichische Nationalrat als auch die
Bundesregierung haben sich wiederholt zum Ziel bekannt, 2 % des
Bruttoinlandsprodukts für den tertiären Bildungsbereich aufzuwenden,
sind aber konkrete Schritte bislang schuldig geblieben. Insbesondere
hat die Universitätsfinanzierung mit den stark steigenden
Studierendenzahlen nicht Schritt gehalten. An der verbindlichen
Festlegung eines Wachstumspfads für die Universitätsfinanzierung
führt daher kein Weg vorbei. Investitionen in Bildung und Forschung
sind ein wichtiges Element des Wegs aus der Wirtschaftskrise -
deswegen müssen gerade jetzt in diesem Bereich größere Schritte
gemacht werden!
Die uniko fordert auf Basis einer Modellrechnung, den
Universitäten beginnend mit 2010 jährlich zwischen 150 und 200 Mio.
Euro zusätzlich (additiv) zur Verfügung zu stellen, um innerhalb der
kommenden Jahre eine signifikante Annäherung an das 2 % - Ziel zu
erreichen. Diese Roadmap ist noch heuer in Form eines Bundesgesetzes
in den Nationalrat einzubringen und spätestens im 1. Quartal 2010 zu
beschließen. Die erforderlichen Mittel sind beträchtlich, aber bei
entsprechender Schwerpunktsetzung seitens der Politik ist ein solcher
Wachstumskurs realisierbar.
3. Offener Dialog und verantwortungsvolle Partizipation
Mit dem Universitätsgesetz 2002 wurde eine
Universitätsorganisation geschaffen, die international als
vorbildhaft wahrgenommen wird, die sich grundsätzlich bewährt hat und
in deren Rahmen auch die anstehenden Probleme - soweit sie von den
Universitäten zu lösen sind - adäquat bearbeitet werden können. Die
Rektorate sind jederzeit zu einem offenen Dialog bereit.
Wir laden insbesondere die Studierenden zu einer konstruktiven
Mitarbeit in den zuständigen Gremien (Senaten,
Curricularkommissionen) ein - die Studierenden (vertreten durch die
ÖH) stellen immerhin ein Viertel der Mitglieder dieser Gremien.
Es ist anzuerkennen, dass die Studierenden mit ihrem Protest ein
hohes Maß an Aufmerksamkeit für die dringenden Anliegen der
Universitäten erreicht haben. Jetzt geht es aber darum, auf Basis
konstruktiver Gespräche Probleme zu lösen.
Weitere Bilder unter:
http://pressefotos.at/m.php?g=1&u=52&dir=200911&e=20091126_a&a=event
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
Manfred Kadi Referent für Öffentlichkeitsarbeit Österreichische Universitätenkonferenz Liechtensteinstraße 22 1090 Wien Tel.: +43 (0)1 310 56 56 - 24 Fax: +43 (0)1 310 56 56 - 22 Email: [email protected] Homepage: www.uniko.ac.at
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