• 30.10.2009, 12:11:20
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Mitterlehner gibt Startschuss für neue Tourismus-Strategie

Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Tourismuswirtschaft - Vier Arbeitsgruppen tagen - Präsentation am 26. Februar in Innsbruck

Wirtschaftsminister Mitterlehner bei der Eröffnungsansprache

Wien (OTS/BMWFJ) - Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhold
Mitterlehner eröffnete heute im Schloss Schönbrunn vor mehr als 100
Vertretern der Tourismuswirtschaft die Enquete "Gemeinsam ins neue
Tourismus-Jahrzehnt". Sie ist der Auftakt zur Erarbeitung einer neuen
Tourismusstrategie. "Wir wollen damit die Welt nicht neu erfinden",
sagte Mitterlehner. "Bei der Positionierung des österreichischen
Tourismus sind wir aber in einer Sondersituation, weil es hier im
Gegensatz zu anderen Branchen nicht nur darum geht, dass die
Unternehmen selbst die Angebote machen, sondern weil es um eine
Standortbewerbung geht." Die Kernfrage sei daher, ob das Angebot
insgesamt stimmig sei, so Mitterlehner weiter.

Auf Basis der Vorarbeiten der Plattform Bund-Länder werden ab sofort
vier Arbeitsgruppen tagen. Denn, so Mitterlehner: "Tourismus ist eine
Querschnittmaterie. Länder und Gemeinden spielen eine wichtige Rolle
und leisten sehr gute Arbeit." Trotzdem müsse man jetzt, aus einer
Position der Stärke heraus, die Zusammenarbeit stärken, die
gegenseitige Information verbessern, die Kräfte bündeln und
vorhandene Synergien nutzen. Die fertige Strategie soll schließlich
am 26. Februar 2010 in der Hofburg in Innsbruck präsentiert werden.

Die Arbeitsgruppen werden sich mit den folgenden Themen
beschäftigen: Erstens mit den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wie
Verwaltungsvereinfachungen für die Betriebe, Steuerrecht und
Bilanzrecht. Dabei werden beispielsweise auch die Auswirkungen der
Senkung der Mehrwertsteuer für Beherbergungsleistungen in Deutschland
auf sieben Prozent diskutiert werden. In Österreich gilt in der
Hotellerie und der Gastronomie sowie für Pauschalleistungen schon ein
Steuersatz von zehn Prozent, was zu einer insgesamt moderateren
Steuerbelastung führt als die in Deutschland nun geplante.

Zweitens wird es um die Verbesserung der Infrastruktur gehen. Der
dritte große Punkt betrifft das Marketing. "Es geht dabei um die
Frage, wie wir den Ressourceneinsatz gemeinsam besser aufeinander
abstimmen", erläuterte Mitterlehner. "Hier können wir noch
optimieren." Und viertens wird in den Bereichen Finanzierung und
Förderung evaluiert werden, ob der Mitteleinsatz noch effizienter
gestaltet werden kann.

In all diesen Arbeitsgruppen werden Verbesserungen für die
Betriebe im gesamten Land diskutiert werden. Zusätzlich geht es aber
auch um regionale Schwerpunkte. Diese sind der Alpenraum, der
Donauraum und die Städte. Im Alpenraum soll das Angebot ausgebaut
werden, beispielsweise im Schitourismus. Im Donauraum ist die
Kooperation der Bundesländer Oberösterreich, Niederösterreich und
Wien schon gestartet, wird aber weiter ausgebaut; beispielsweise
durch Zuschüsse des Wirtschaftsministeriums zum Ausbau des
Radtourismus. Der Städtetourismus soll neben den bisherigen Angeboten
zu Geschichte und Kultur verstärkt auf Kulinarik setzen.

Durch den gemeinsamen Strategieprozess soll die
Wettbewerbsfähigkeit des Tourismus nicht nur kurzfristig, sondern
auch mittel- und langfristig abgesichert werden. Vor dem Hintergrund
der weltweiten Wirtschaftskrise hat sich der österreichische
Tourismus heuer vergleichsweise gut entwickelt. "Durch die frühzeitig
gesetzten Maßnahmen, wie die mit vier Millionen Euro dotierte
Inlands- und Nahmärkte-Kampagne der Österreich Werbung und der
Ausweitung und Aufstockung der über die ÖHT vergebenen Fördermittel
stehen wir jetzt im Vergleich besser da, als die anderen Länder", so
Mitterlehner abschließend.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend
   Sprecherin des Ministers: Mag. Waltraud Kaserer 
   Tel.: (01) 711 00-5108, Mobil: +43 664 813 18 34
   
   Referat Presse: Dr. Harald Hoyer, Tel.: (01) 711 00-5130,
   mailto:[email protected]
   Internet: http://www.bmwfj.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MWA

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