• 19.01.2009, 12:21:28
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Barack Obama: Sehnsucht nach Normalität- BILD

DER SPIEGEL: Erste politische Matinée in Wien.

Im Bild v.l.n.r.: Dr. Wolfgang Schüssel (Bundeskanzler a.D., Abgeordneter zum Nationalrat und außenpolitischer Sprecher der ÖVP), Dr. Gerhard Spörl (Ressortleiter Außenpolitik, DER SPIEGEL) und Univ. Prof. Mag. Dr. Manfred Prisching (Soziologe, Universität Graz). 
Weitere Bilder abrufbar unter:
http://pressefotos.at/m.php?g=1&u=66&dir=200901&e=20090118_a&a=event

Wien (OTS) - In den 44. Präsidenten der USA werden große
Hoffnungen gesetzt. Barack Obama ist ein außergewöhnlicher Mensch und
ein glamouröser Spitzenpolitiker. Gerade deshalb entsteht vielleicht
die größte Hoffnung, die man mit ihm verbindet, aus der Sehnsucht
nach Normalität.

DER SPIEGEL präsentierte am 18.1. seine erste politische Matinée
im Wiener Studio Molière. Zur Inauguration von Barack Obama
diskutierten Bundeskanzler AD Dr. Wolfgang Schüssel, Univ. Prof. Dr.
Manfred Prisching und Dr. Gerhard Spörl, Ressortleiter Außenpolitik
beim Magazin DER SPIEGEL.

Spörl, als langjähriger USA-Korrespondent des Nachrichtenmagazins
ein intimer Kenner amerikanischer Politik, äußerte die Hoffnung, dass
es mit Obama als Präsident möglich sein könnte, langsam zur
Normalität zurückzukehren. Ein Wunsch, der wohl einen großen Teil der
Menschen auch in Europa verbindet, angesichts von Krisen und
politischer Unsicherheit - die auch durch die Bush-Administration
verstärkt wurden. Schüssel - wie gewohnt auch am Sonntag ein
Diskutant, der komplizierte Vorgänge klar und transparent darstellt-
betonte, dass Europa auch unter neuen Voraussetzungen unbedingt
seinen eigenen Weg gehen muss. "Yes we can" kann man nicht als "Ja,
wir können" übernehmen!" Der europäische Weg ist auch in Bezug auf
militärische Stärke ein etwas anderer. Schüssel: "Man kann
dauerhaften Frieden und Stabilität niemals durch Waffen erreichen."
Der Bundeskanzler AD sieht eine "gesunde Wirtschaft" als unabdingbare
Grundlage für politische Stabilität und ein friedliches Miteinander.
Vor allem wenn es Europa gelingt, vermehrt Innovationen marktreif zu
machen, könnten "gap-years durchaus zu bridge-years werden."

"Mir ist die Vorstellung, dass Amerika das 'Empire’ ist, viel
sympathischer, als jene, dass China das 'Empire’ wäre", sagte der
Soziologe Prisching - nicht ohne hinzuzufügen, dass uns in der
zweiten Hälfte unseres Jahrhunderts eine beherrschende Weltmacht
China "durchaus blühen" könnte. Spörl ergänzte: "Die ganze Welt
rüttelt sich heute neu zusammen. Obama ist da die wichtigste Figur.
Auch wenn sich das, historisch betrachtet, einmal relativieren mag".

Weitere Bilder abrufbar unter:
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Sepp Wejwar
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