• 01.12.2008, 12:40:56
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Bei Integration in Österreich noch immer zu viele behindernde Wände -BILD

Diakonie fordert Maßnahmen für Menschen mit Behinderungen

Die SchauspielerInnen des Theater Malaria vor dem 'enthüllten' Plakat

Wien (OTS) - "Es gibt noch viele Wände zu durchbrechen, bis
gesellschaftliche Integration von Menschen mit Behinderungen eine
Selbstverständlichkeit ist. Auch wenn sich im vorliegenden
Regierungsprogramm durchaus sinnvolle Absichtserklärungen finden,
fehlen die dazugehörigen konkreten Maßnahmen", betonte Michael
Chalupka, Direktor der Diakonie Österreich, im Hinblick auf den
Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember.

Unter dem Motto "Mit dem Kopf durch die Wand" präsentierten die
Diakonie und Menschen mit intellektuellen Behinderungen heute im
Rahmen einer Plakatenthüllung gemeinsam ihre Forderungen nach mehr
gesellschaftlicher Integration für Menschen mit Behinderungen.

Um die beabsichtigte schulische Integration von Kindern mit
Behinderungen überhaupt erst zu ermöglichen, fehle, so Chalupka, ein
lückenloses und flächendeckendes Angebot an Förder- und
Integrationsmaßnahmen für Menschen mit Behinderungen. Dazu gehören
laut Diakonie Frühförderangebote und Beratungsstellen für Eltern mit
Kindern mit intellektueller Behinderung. Derzeit gäbe es in
Österreich allerdings noch nicht einmal Ausbildungsstätten für frühe
KommunikationsförderInnen.

Chalupka weiter: "Es ist traurig, dass der gemeinsame Unterricht
von Kindern mit und ohne Behinderungen noch immer die Ausnahme
darstellt. Für weiterführende Schulen ist Integration überhaupt ein
Fremdwort. Wir fordern daher einen Ausbau der integrativen
Schulangebote, auch nach der achten Schulstufe. Das Recht auf Bildung
ist ein Menschenrecht, von dem Menschen mit Behinderungen nicht
ausgeschlossen werden dürfen. Darum müssen integrative Schulmodelle
in Österreich endlich Standard werden."

Die Diakonie begrüßt die im Regierungsprogramm angekündigte
Weiterführung integrativer Berufsausbildungen. Hier sollte allerdings
die Schaffung praktikabler Berufsbilder, beziehungsweise die
Berufsassistenz intensiv gefördert werden, damit Menschen mit
Behinderungen auch wirklich am Arbeitsmarkt Fuß fassen können.

Abschließend fordert Chalupka von der neuen Bundesregierung die
Einbindung von in geschützten Werkstätten Beschäftigten in die
Sozialversicherung, damit auch in diesem Beschäftigungssektor ein
Pensionsanspruch erworben werden kann.

Die Präsentation des Diakonie-Plakates für Menschen mit
Behinderungen fand heute in Wien im Rahmen einer Performance statt,
inszeniert von SchauspielerInnen mit Down-Syndrom der Theatergruppe
Malaria.

Morgen, am 2. Dezember wird es auch in Oberösterreich eine
Plakatenthüllung geben, ebenfalls mit Theater Malaria (Diakoniewerk
Gallneukirchen).

Zeit: 10:00 Uhr
Ort: 4210 Gallneukirchen/OÖ, Auffahrt zum Linzerberg

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at .

Rückfragehinweis:

Mag. Bettina Klinger/Leitung Kommunikation
   Diakonie Österreich
   Tel: 409 80 01-14
   Mobil: 0664 / 314 93 95
   mailto:[email protected]
   Internet: www.diakonie.at

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