• 13.03.2008, 11:21:08
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Kinderarmut ist die schlimmste Armut: Caritas und BILLA helfen

Neue langfristige Unternehmenspartnerschaft zugunsten von Kindern in Not in Österreich / Osteraktion "Glückskind" als Auftakt in allen BILLA-Filialen

Kinderarmut ist die schlimmste Armut: Caritas und BILLA helfen, im Bild v.l.n.r.: Mag. Volker Hornsteiner, (Vorstandssprecher BILLA AG), Franz Küberl, (Präsident der Caritas Österreich), Gabriela Sonnleitner (Komm. Leiterin Caritas) Frank Hensel, (Vorstand REWE Austria) u. Caritas Kinder
http://www.pressefotos.at/main.php?g=1&u=53&dir=200803&e=20080313_a&a=event

Wien, 13.03.2008 (OTS) - Laut aktuellen Zahlen der Statistik
Austria müssen über 100.000 Kinder und Jugendliche in Österreich in
Armut leben. Kinder aus benachteiligten Familien sind nicht nur
schlechter ernährt und häufiger krank, sondern leben auch in
überbelegten Wohnungen. "Die Not der Kleinen ist besonders groß, denn
Armut in Österreich bedeutet vor allem auch Chancenarmut", betont
Caritas-Präsident Franz Küberl: "Das ist alarmierend und beschämend
zugleich."

Auf staatlicher Ebene gehe es jetzt darum, dass die
bedarfsorientierte Mindestsicherung so rasch wie möglich umgesetzt
werde, so Küberl: "Der Start mit 1. Jänner 2009 muss halten. Bis
dahin sind auch wichtige Details zu klären, etwa, wie die Anbindung
an den Arbeitsmarkt erfolgen soll." Eine weitere Forderung des
Caritas-Präsidenten zur Armutsbekämpfung: "Weil Studien belegen, dass
sehr arme Haushalte gezwungen sind, fast die Hälfte ihres Einkommens
für Essen und Wohnen zu verwenden, müssen die Sozialleistungen, etwa
die Familienbeihilfe, dringend um die Inflationsrate erhöht werden.
Auch danach muss eine jährliche Anpassung erfolgen. Da sind die
Länder und der Bund gemeinsam gefordert."

Handlungsbedarf sieht Küberl auch im Bildungsbereich: "Armut ist
"vererbbar": Wer selbst mangelnde Bildungschancen hat, für dessen
Kinder gilt häufig das gleiche. Doch Bildung ist das Mittel
schlechthin, um der Armutsspirale zu entkommen."
Weil das heimische Bildungssystem derzeit nicht dazu geeignet sei,
diesen Teufelskreis zu unterbrechen, sei "ein verpflichtendes
Gratis-Kindergartenjahr eine wichtige Investition in die Zukunft", so
Küberl: "Der Vorteil ist, dass dadurch Kinder, sei es aus
benachteiligten Familien oder etwa mit Migrationshintergrund, besser
auf die Schule vorbereitet werden."

Jeder Einkauf hilft: Oster-Aktion als Auftakt zur Partnerschaft
von BILLA und Caritas

BILLA hilft der Caritas helfen. Unter diesem Dach starten die
Caritas und BILLA eine langfristige Unternehmenskooperation, die
Betroffene unterstützen soll. Zum Auftakt möchte BILLA gemeinsam mit
der Caritas im Rahmen der "Aktion Glückskind" benachteiligten
Familien und besonders deren Kindern zu einem schöneren Osterfest
verhelfen. Volker Hornsteiner, Vorstandssprecher BILLA AG: "Mit jedem
gekauften Osterei unterstützen unsere Kunden Kinder und ihre
Familien, die vom Schicksal getroffen wurden. Denn fünf Prozent des
gesamten Ostereierverkaufserlöses in allen BILLA-Filialen in
Österreich fließen als Spende direkt an die Caritas. Und weil man nie
genug helfen kann, verdoppeln wir am Ende die Gesamtsumme noch
einmal."

Das Engagement der Handelskette begründet Hornsteiner so: "Als
größter Supermarkt des Landes leistet BILLA einen wesentlichen
Beitrag zur Versorgung der Bevölkerung mit wertvollen und leistbaren
Lebensmitteln. Wir sehen aber auch, dass sich nicht alle Menschen in
Österreich leisten können, was sie täglich brauchen. Wir sehen es
daher als unsere Verantwortung, einen Beitrag für jene Menschen zu
leisten, die vom Schicksal benachteiligt sind. Die Zusammenarbeit mit
der größten karitativen Organisation Österreichs sei für BILLA daher
das richtige Zeichen, wenn es darum gehe, zu helfen: "Wir sind
marktführend im Bereich des Lebensmittelhandels - die Caritas Nummer
eins dort, wo es um Bedürftigkeit geht. Die Nähe der Caritas genau zu
jenen Menschen, die wirklich Hilfe benötigen, war und ist uns sehr
wichtig, deshalb freuen wir uns, dass wir diese Partnerschaft mit der
Caritas schließen konnten", erläutert Hornsteiner.

Im Rahmen der langfristig angelegten Kooperation zwischen BILLA
und der Caritas soll es künftig schwerpunktmäßig je drei große
Aktionen pro Jahr geben. Nach Möglichkeit werden darüber hinaus auch
die BILLA-Kunden in große Aktionen eingebunden - mit dem Ziel,
gemeinsam noch mehr Kindern zu helfen. Das Geld aus der
BILLA-Kooperation wird über die 32 österreichweiten
Caritas-Sozialberatungsstellen gezielt an betroffene Familien
weitergegeben. Rund 42.000 Menschen hat die Caritas dort im Vorjahr
betreut. Insgesamt zahlte die Caritas rund 2,3 Millionen Euro an
Soforthilfen aus.

Die Menschen, die sich an eine der Sozialberatungsstellen wenden,
erhalten dort nicht nur eine finanzielle Unterstützung, in einem
Beratungsgespräch mit den Caritas-SozialexpertInnen wird auch
gemeinsam geklärt, welche Wege es aus der Armut gibt. "Leider ist die
Nachfrage nach diesem Angebot in der Regel viel größer als die
Mittel, die wir zur Verfügung haben. Wir sind deshalb froh um jede
private Spende und jede Unterstützung seitens der Wirtschaft",
bedankt sich der Caritas-Präsident bei BILLA für die wertvolle
Mithilfe.

Mitarbeiterfonds der REWE Group Austria hilft, wenn das Schicksal
zuschlägt

Verantwortung für benachteiligte Menschen zu übernehmen, ist REWE
Group Austria auch im Hinblick auf das eigene Unternehmen ein großes
Anliegen. Daher wurde ein Mitarbeiterfonds ins Leben gerufen, der mit
100.000 Euro dotiert ist und allen MitarbeiterInnen der REWE Group
Austria und deren Familien nach einem Schicksalsschlag rasche und
unkomplizierte Hilfe bietet.

"Der REWE Group Austria Mitarbeiterfonds wird soeben mit den
Experten der Caritas fertig gestellt. Auch in Zukunft dürfen wir auf
die professionelle Unterstützung der Caritas bei der Umsetzung dieses
Fonds vertrauen. Die Partnerschaft ist für uns ein richtungweisendes
Beispiel dafür, dass Wirtschaftsunternehmen Verantwortung übernehmen
müssen, um so - idealerweise gemeinsam mit NGOs - einen wichtigen
sozialen Beitrag für Österreich zu leisten", unterstreicht Frank
Hensel, Vorstand REWE Group Austria.

Rückfragehinweis:

Caritas Österreich
   Mag. Silke Ruprechtsberger
   Tel: 01/488  31/417 oder: 0664/82 66 909
   [email protected]
   www.caritas.at
   Mag. Corinna Tinkler, REWE Group Austria, Tel.: 0 2236/ 600 - 5262

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