ots.Audio: Weltkrebstag 2012 - Krebs früh erkennen und behandeln rettet Leben - AUDIO

OAS0001 5 CA 0080NAA 27.Jan 12


ots.Audio: Weltkrebstag 2012 - Krebs früh erkennen und behandeln rettet Leben =


AUDIO zu OTS - In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 450.000 Menschen an Krebs. Zunehmende Umweltgifte, Übergewicht, Rauchen oder übermäßiger Alkoholgenuss erhöhen das Risiko, an Krebs zu erkranken. Deshalb ist eine gesunde Lebensweise der beste Weg, um einer Krebserkrankung vorzubeugen. Genauso wichtig ist auch die Krebs-Früherkennung, denn so können noch viele Leben gerettet werden. Wie man Krebs rechtzeitig erkennt, verrät uns zum Weltkrebstag (04.02.2012) Uwe Hohmeyer.

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   Hamburg (OTS) - Beitrag: 1:55 Minuten
   Anmoderationsvorschlag: In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 
450.000 Menschen an Krebs. Zunehmende Umweltgifte, Übergewicht, 
Rauchen oder übermäßiger Alkoholgenuss erhöhen das Risiko, an Krebs 
zu erkranken. Deshalb ist eine gesunde Lebensweise der beste Weg, um 
einer Krebserkrankung vorzubeugen. Genauso wichtig ist auch die 
Krebs-Früherkennung, denn so können noch viele Leben gerettet werden.
Wie man Krebs rechtzeitig erkennt, verrät uns zum Weltkrebstag 
(04.02.2012) Uwe Hohmeyer.
   Sprecher: Plötzlicher Gewichtsverlust, ständig müde und 
abgeschlagen: All das können erste Hinweise auf eine Krebserkrankung 
sein. Spätestens dann wird ein Besuch beim Arzt fällig. Nur er kann 
die richtige Diagnose stellen, sagt Andrea Michelsen vom Deutschen 
Verband Technischer Assistentinnen und Assistenten in der Medizin.
   O-Ton 1 (Andrea Michelsen, 0:16 Min.): "Wenn ein erster 
Krankheitsverdacht besteht, reichen die Möglichkeiten vom Abtasten 
oder Abhören, auch über Blut-, Urin- und Stuhluntersuchungen bis hin 
zur Röntgen- oder Ultraschalluntersuchung. Und wenn ein sehr 
konkreter Verdacht besteht, wird zusätzlich eine Gewebeprobe oder ein
Abstrich entnommen."
   Sprecher: Keine Rolle bei der Früherkennung spielen dagegen die 
sogenannten Tumormarker, wie fälschlicherweise oft behauptet wird. 
Zwar...
   O-Ton 2 (Andrea Michelsen, 0:30 Min.): "...sind Tumormarker 
biochemische Stoffe, die vom Tumor selbst oder als Reaktion darauf 
gebildet werden. Und jeder Mensch besitzt diese biochemischen Stoffe 
im eigenen Körper, aber meistens eben nur in ganz geringen Mengen. Es
gibt keine generellen Normalwerte, die man vergleichen könnte. Sie 
sind aber umso wichtiger während der Behandlung und bei der 
Nachsorge. Denn ist ein Tumormarker nach einer erfolgreichen 
Krebsbehandlung abgefallen und steigt dann wieder an, dann ist das 
ein Hinweis auf einen möglichen Rückfall oder sogar eine 
Metastasenbildung."
   Sprecher: Aber auch nur dann, wenn diese Tumormarker von 
geschulten medizinisch-technischen Assistenten in Laboratorien mit 
Qualitätssicherungssystem kontrolliert und bestimmt werden. Nur so 
kann beispielsweise verhindert werden...
   O-Ton 3 (Andrea Michelsen, 0:31 Min.): "... dass ungeeignete 
Blutproben untersucht werden, die beispielsweise falsch abgenommen 
oder auch transportiert wurden. Oder es wurde an einem anderen 
Messgerätesystem analysiert und es gibt einen Sprung in der 
Werte-Höhe. Auch das kann zur falschen Aus- oder Bewertung führen. 
Und wenn hier ein Verdacht besteht auf einen falsch hohen oder falsch
niedrigen Wert, wird der behandelnde Arzt mit dem Ergebnis der 
Untersuchung, aber auch mit den Einflussfaktoren über das Ergebnis 
informiert. Und das macht insgesamt die Diagnostik sehr zuverlässig."
   Abmoderationsvorschlag: Also nicht vergessen: Immer an die 
Krebsvorsorge denken und sich regelmäßig vom Arzt gründlich 
durchchecken lassen.
Interview: 3:55 Minuten
   Anmoderationsvorschlag: In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 
450.000 Menschen an Krebs. Zunehmende Umweltgifte, Übergewicht, 
Rauchen oder übermäßiger Alkoholgenuss erhöhen das Risiko, an Krebs 
zu erkranken. Deshalb ist eine gesunde Lebensweise der beste Weg, um 
einer Krebserkrankung vorzubeugen. Genauso wichtig ist auch die 
Krebs-Früherkennung, denn so können noch viele Leben gerettet werden.
Wie man Krebs rechtzeitig erkennt, verrät uns zum Weltkrebstag 
(04.02.2012) Andrea Michelsen. Sie ist Vorstandsvorsitzende des 
Deutschen Verbands Technischer Assistentinnen und Assistenten in der 
Medizin e.V., hallo.
Begrüßung: "Hallo, grüße Sie!"
   1. Frau Michelsen, wie kann der Arzt denn überhaupt erkennen, dass
man Krebs hat?
   O-Ton 1 (Andrea Michelsen, 0:27 Min.): "Wenn ein erster 
Krankheitsverdacht besteht, reichen die Möglichkeiten vom Abtasten 
oder Abhören, auch über Blut-, Urin- und Stuhluntersuchungen bis hin 
zur Röntgen- oder Ultraschalluntersuchung. Und wenn ein sehr 
konkreter Verdacht besteht, wird zusätzlich eine Gewebeprobe oder ein
Abstrich entnommen. Wichtig ist allerdings, dass Sie bei auffälligen 
Veränderungen, wie beispielsweise plötzlichem Gewichtsverlust oder 
ständiger Müdigkeit und Abgeschlagenheit, überhaupt zum Arzt gehen, 
damit er nachschauen kann."
   2. Für die Krebsbehandlung stehen heute sehr gute Verfahren zur 
Verfügung. Von chirurgischen Eingriffen über die Chemotherapie bis 
zur hochpräzisen Strahlentherapie. Lässt sich der Erfolg der 
Behandlung messen?
   O-Ton 2 (Andrea Michelsen, 0:35 Min.): "Ja, messen lässt sich ein 
Behandlungserfolg einerseits mit einem simplen Größenvergleich, 
beispielsweise Ultraschall oder Computertomographie. Aber auch mit 
Blutuntersuchungen auf sogenannte Tumormarker, die in der 
Krebsnachsorge eine wichtige Rolle spielen. Dabei sind Tumormarker 
biochemische Stoffe, die vom Tumor selbst oder als Reaktion darauf 
gebildet werden. Und jeder Mensch besitzt diese biochemischen Stoffe 
im eigenen Körper, aber meistens eben nur in ganz geringen Mengen. 
Erst ein Krebs verändert diese Konzentration so stark, dass sie zur 
Erkennung und Verlauf-Kontrolle der Krankheit genutzt werden können."
   3. Gibt es eigentlich für jeden Krebs einen eigenen Tumormarker?
   O-Ton 3 (Andrea Michelsen, 0:25 Min.): "Nein, Tumormarker sind 
nicht spezifisch für einzelne Organe. Auch kann aus der Höhe eines 
Tumormarkers nicht automatisch auf die Größe des Tumors geschlossen 
werden. Manche Krebsarten produzieren sehr verschiedene Tumormarker 
und manche auch gleichzeitig. Deshalb muss bei einer Krebserkrankung 
für den Patienten immer sein individuelles Muster ermittelt werden. 
Und das kann dann in der Behandlung und in der Nachsorge im Verlauf 
kontrolliert werden."
   4. Wie sieht denn so eine Krebsnachsorge aus?
   O-Ton 4 (Andrea Michelsen, 0:38 Min.): "Während der regelmäßigen 
Arztbesuche wird Blut abgenommen während der Nachsorge und ins Labor 
geschickt, um die Tumormarker zu bestimmen. Wobei diese Tumormarker 
biochemische Stoffe sind, die vom Tumor selber oder als Reaktion 
darauf gebildet werden. Und jeder Mensch besitzt diese biochemischen 
Stoffe im eigenen Körper. Aber meistens nur in geringen Mengen. Und 
erst der Krebs verändert diese Konzentration dieser biochemischen 
Stoffe so stark, dass sie zur Erkennung und Verlaufskontrolle der 
Erkrankung herangezogen werden können. Und ist die Behandlung 
erfolgreich, nimmt die Menge der Tumormarker in der Regel im Blut 
wieder ab - und damit kann man kontrollieren."
   5. Eignen sich Tumormarker auch für die Früherkennung?
   O-Ton 5 (Andrea Michelsen, 0:31 Min.): "Nein, Tumormarker eignen 
sich definitiv nicht zur Früherkennung oder dem sogenannten 
Screening. Im Blut jedes Menschen, also auch bei Menschen ohne eine 
Tumorerkrankung, lassen sich die Tumormarker in einer individuellen 
Menge nachweisen. Es gibt keine generellen Normalwerte, die man 
vergleichen könnte. Sie sind aber umso wichtiger während der 
Behandlung und bei der Nachsorge. Denn ist ein Tumormarker nach einer
erfolgreichen Krebsbehandlung abgefallen und steigt dann wieder an, 
dann ist das ein Hinweis auf einen möglichen Rückfall oder sogar eine
Metastasenbildung."
   6. Wie zuverlässig ist so eine Vorhersage mit Tumormarkern 
generell?
   O-Ton 6 (Andrea Michelsen, 0:42 Min.): "Tumormarker sollten immer 
in Laboratorien mit einem Qualitätssicherungssystem von 
medizinisch-technischen Laboratoriumsassistenten kontrolliert und 
bestimmt werden. Sie verhindern, dass ungeeignete Blutproben 
untersucht werden, die beispielsweise falsch abgenommen oder auch 
transportiert wurden. Oder es wurde an einem anderen Messgerätesystem
analysiert und es gibt einen Sprung in der Werte-Höhe. Auch das kann 
zur falschen Aus- oder Bewertung führen. Und wenn hier ein Verdacht 
besteht auf einen falsch hohen oder falsch niedrigen Wert, wird der 
behandelnde Arzt mit dem Ergebnis der Untersuchung, aber auch mit den
Einflussfaktoren über das Ergebnis informiert. Und das macht 
insgesamt die Diagnostik sehr zuverlässig." Andrea Michelsen vom 
Deutschen Verband Technischer Assistentinnen und Assistenten in der 
Medizin e.V. mit Informationen zur Krebs-Vor- und -Nachsorge und 
welche Rolle Tumormarker dabei spielen. Vielen Dank für diese 
Informationen!
Verabschiedung: "Gerne. Vielen Dank und tschüss!"
   Abmoderationsvorschlag: Also nicht vergessen: Immer an die 
Krebsvorsorge denken und sich regelmäßig vom Arzt gründlich 
durchchecken lassen.
ACHTUNG REDAKTIONEN: 
   Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt
bitte an ots.audio@newsaktuell.de.
   Audio(s) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalaudio-Service
sowie im OTS-Audioarchiv unter http://audio.ots.at
Rückfragehinweis:
   Verband Technischer Assistenten in der Medizin e.V.
   Andreas Pfeiffer
   +49 40 23 51 17 0
   andreas.pfeiffer@dvta.de
	
							
												
							
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