OTS0109 / 25.01.2012 / 11:27 / Channel: Chronik / Aussender: Hotwire PR Germany
Stichworte: Computer / Freizeit / International / Internet / Sicherheit


ots.Audio: Thema: Safer Internet Day 2012 - So schützen Surfer sich richtig! - AUDIO

OAS0001 5 CA 0075NAA 25.Jan 12


ots.Audio: Thema: Safer Internet Day 2012 - So schützen Surfer sich richtig! =


AUDIO zu OTS - Unglaublich, aber wahr: Jeden Tag bringen Cyberkriminelle 25.000 bis 40.000 Websites in ihre Gewalt. Über die schleusen sie dann Programme auf unsere Computer, die unbemerkt wichtige Daten vom Rechner stehlen. Aber auch in Social Networks und beim Surfen mit mobilen Geräten lauern viele Gefahren. Jessica Martin hat sich da zum Safer Internet Day (07.02.2012) mal schlau gemacht.

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   Wiesbaden (OTS) - Beitrag: 1:48 Minuten
   Anmoderationsvorschlag: Unglaublich, aber wahr: Jeden Tag bringen 
Cyberkriminelle 25.000 bis 40.000 Websites in ihre Gewalt. Über die 
schleusen sie dann Programme auf unsere Computer, die unbemerkt 
wichtige Daten vom Rechner stehlen. Aber auch in Social Networks und 
beim Surfen mit mobilen Geräten lauern viele Gefahren. Jessica Martin
hat sich da zum Safer Internet Day (07.02.2012) mal schlau gemacht.
   Sprecherin: Suchseitenergebnisse manipulieren, Webseiten fälschen 
und mit Schadcode infizieren: Das ist die zurzeit erfolgreichste 
Masche, Internet-Nutzer in die Falle zu locken, sagt der 
Sophos-Internetsicherheitsexperte Sascha Pfeiffer.
   O-Ton 1 (Sascha Pfeiffer, 0:17 Min.): "Oder ich baue Webseiten 
auf, die zum Beispiel so aussehen wie mein Online-Banking-Portal, und
versuche dann, die Bankdaten von dem Nutzer abzugreifen. Oder ich 
verändere Werbeseiten oder auch Webseiten, vielleicht so was wie mal 
Spiegel.de, die dann natürlich auch durch ihre hohen Besucherzahlen 
ein sehr attraktives Ziel abgeben."
   Sprecherin: Gern gefälscht werden auch die gerade sehr beliebten 
Online-Banking-Apps für Smartphones. Damit stehlen Cyberkriminelle 
die Zugangsdaten fürs Konto und räumen es leer. Viele haben davon 
zwar schon gehört, trotzdem gibt's immer wieder neue Opfer.
   O-Ton 2 (Sascha Pfeiffer, 0:23 Min.): "Das Problem ist, dass die 
meisten die Wertschöpfung ihrer Daten auf Endgeräten gar nicht genau 
einschätzen können. Was ich häufig höre, ist: 'Ich hab nix Besonderes
auf meinem PC.' Und: 'Ich stelle mir selbst keine Gefahr dar, wenn 
ich da mal was verliere.' Diese Unvorsichtigkeit des gemeinen 
Internet-Nutzers führt regelmäßig dazu, dass wir eben auch diese 
großen Zahlen von geknackten Konten haben, die dann für weitere 
Zwecke missbraucht werden."
   Sprecherin: Deshalb gilt, auch wenn es vielen schon aus den Ohren 
kommen sollte: Schützen Sie Ihre privaten und geschäftlichen Daten - 
egal auf welchem Gerät - immer mit einer Anti-Viren-Software. 
Aktualisieren Sie diese regelmäßig - und schalten Sie beim Surfen im 
Internet niemals ihr Hirn ab.
   O-Ton 3 (Sascha Pfeiffer, 0:25 Min.): "Das heißt, wenn mir eine 
Webseite verspricht, ich bin der einmillionste Benutzer und kann ein 
iPad gewinnen, wenn ich nur diesen Link klicke, das ist eben auch 
das, was jetzt eben sehr stark in den Social Networks so passiert, 
dann sollte ich einfach mal mich hinterfragen: 'Kann das denn 
wirklich sein?' Die meisten wollen im Internet Geschäfte machen, das 
Internet ist keine kostenlose Spielwiese, sondern eben ein 
Tummelplatz von Cyberkriminellen. Und da hilft wirklich Aufklärung - 
und das fängt eben auch schon bei Kindern an."
   Abmoderationsvorschlag: Mehr über die aktuellen Bedrohungen im 
Internet und wie Sie sich davor schützen können, erfahren Sie auf 
www.sophos.de.
Safer Internet Day 2012 - So schützen Surfer sich richtig!
 Interview: 3:52 Minuten
 Anmoderationsvorschlag: Unglaublich, aber wahr: Jeden Tag bringen 
Cyberkriminelle 25.000 bis 40.000 Websites in ihre Gewalt. Über die 
schleusen sie dann Programme auf unsere Computer, die unbemerkt 
wichtige Daten vom Rechner stehlen. Aber auch in Social Networks und 
beim Surfen mit mobilen Geräten lauern viele Gefahren. Darüber 
sprechen wir jetzt zum Safer Internet Day (07.02.2012) mit dem 
Sophos-Internetsicherheitsexperten Sascha Pfeiffer, hallo.
   Begrüßung: "Hallo!"
   1. Herr Pfeiffer, Cyberkriminelle schlafen nicht. Sie denken sich 
immer neue Angriffsstrategien aus. Welche sind gerade besonders 
aktuell?
   O-Ton 1 (Sascha Pfeiffer, 0:36 Min.): "Besonders aktuell bei den 
Cyberkriminellen sind die Versuche, den Benutzer jetzt in die Falle 
zu locken und nicht den Angriff selbst zu starten, so wie wir das 
letztes Jahr unter anderem bei Sony gesehen haben. Sondern ich 
manipuliere Suchseitenergebnisse und locke dann den Benutzer auf 
gefälschte Webseiten, wo sie sich mit Schadcode infizieren. Oder ich 
baue Webseiten auf, die zum Beispiel so aussehen wie mein 
Online-Banking-Portal, und versuche dann, die Bankdaten von dem 
Nutzer abzugreifen. Oder ich verändere Werbeseiten oder auch 
Webseiten, vielleicht so was wie mal Spiegel.de, die dann natürlich 
auch durch ihre hohen Besucherzahlen ein sehr attraktives Ziel 
abgeben."
   2. In der ersten Januarwoche dieses Jahres hat ein 
Computertrojaner die Passwörter von 45.000 Facebook-Nutzern 
ausgespäht. Wie konnte denn so etwas überhaupt passieren?
   O-Ton 2 (Sascha Pfeiffer, 0:36 Min.): "Ja, man vermutet in der 
Regel dahinter, dass Facebook an sich eine Schwäche hatte, aber 
tatsächlich ist das ein Computerwurm gewesen, der ursprünglich dafür 
gebaut war Online-Banking-Daten abzugreifen. Das heißt, wenn ich von 
zuhause aus Online-Banking gemacht habe, hat dieser Computerwurm mein
Bankkonto quasi im Hintergrund leergeräumt, weil er ja dann die 
Zugangsdaten hatte, weil ich es eingetippt habe. Hier ist das bei 
Facebook jetzt ähnlich gewesen. Das heißt, durch das Eintippen meines
Facebook-Nutzerkontos im Browser hat dieser Wurm dann Zugangsdaten 
abgegriffen und sich dann für mich ausgegeben. Das hat sehr große 
Konsequenzen, weil die Vertrauensstellungen in sozialen Netzwerken 
extrem groß sind."
   3. Welche Möglichkeiten gibt es, sich in Social Networks vor 
solchen Angriffen zu schützen?
   O-Ton 3 (Sascha Pfeiffer, 0:26 Min.): "Das sind eher die 
klassischen Methoden, die man mittlerweile schon fast abtut, weil es 
so normal ist: eben ein Anti-Virus-System sauber und aktuell zu 
haben, das Betriebssystem zu patchen, aber eben auch eine ordentliche
Passwortrichtlinie aufzustellen. Das heißt, nicht für jedes Konto, 
sei es jetzt eben für Online-Banking, soziale Netzwerke und andere 
Dinge, Amazon und so weiter, auch das gleiche Passwort oder auch das 
gleiche Konto zu benutzen - und diese Passwörter auch häufig zu 
wechseln."
   4. Auch Smartphones und Tablets geraten immer mehr ins Visier der 
Angreifer. Woran liegt das und welche Gefahren lauern da auf uns?
   O-Ton 4 (Sascha Pfeiffer, 0:37 Min.): "Ein Smartphone, Tablet ist 
ja nichts anderes als ein gemeiner PC, aber man nimmt das Gerät nicht
wirklich als PC wahr, sondern eben als Telefon. Und dort gibt es die 
Möglichkeit, zum Beispiel die Nutzerkonten, nehmen wir mal eine 
Facebook-App, auch fix abzuspeichern. Das heißt, ich beschäftige mich
danach nicht mehr mit dem Thema Passwort oder mit dem Log-in. Und so 
sammeln sich eine relativ große Menge von Daten auf dem Gerät an, die
natürlich sehr einfach von manipulierten Apps abgegriffen werden 
können. Und damit gehen auch solche Gefahren einher wie 
Online-Banking-Apps, die jetzt gerade relativ populär sind. Das 
heißt, auch dort laufe ich Gefahr, mein Bankkonto leergeräumt zu 
bekommen."
   5. Warum tappen wir eigentlich trotz regelmäßiger Warnungen am 
Ende doch immer wieder in solche Fallen rein?
   O-Ton 5 (Sascha Pfeiffer, 0:44 Min.): "Das Problem ist, dass die 
meisten die Wertschöpfung ihrer Daten auf Endgeräten gar nicht genau 
einschätzen können. Was ich häufig höre, ist: 'Ich hab nix Besonderes
auf meinem PC.' Und: 'Ich stelle mir selbst keine Gefahr dar, wenn 
ich da mal was verliere.' Aber die Wertschöpfungskette geht runter 
bis auf einzelne E-Mail-Adressen aus meinem E-Mail-System. Das heißt,
dort habe ich natürlich auch nicht nur private Kontakte, sondern 
vielleicht auch geschäftliche Kontakte aus der Firma. Und diese 
Informationen haben eine sehr große Wertstellung. Deswegen werden 
auch PCs im größeren Maßstab angegriffen, um sich diese Daten zu 
holen. Und deswegen: Diese Unvorsichtigkeit des gemeinen 
Internet-Nutzers führt regelmäßig dazu, dass wir eben auch diese 
großen Zahlen von geknackten Konten haben, die dann für weitere 
Zwecke missbraucht werden."
   6. Das Motto des diesjährigen Safer Internet Days lautet: 
"Gemeinsam die Online-Welt entdecken - aber sicher!" Wie macht man 
das denn am besten?
   O-Ton 6 (Sascha Pfeiffer, 0:37 Min.): "Klassischerweise 
installiere ich auf meinem Gerät, mit dem ich das Internet betrete, 
Anti-Viren-Software. Ich halte das Betriebssystem mit 
Security-Patches aktuell, lasse aber auch ein bisschen Vernunft 
walten. Das heißt, wenn mir eine Webseite verspricht, ich bin der 
ein-millionste Benutzer und kann ein iPad gewinnen, wenn ich nur 
diesen Link klicke, das ist eben auch das, was jetzt eben sehr stark 
in den Social Networks so passiert, dann sollte ich einfach mal mich 
hinterfragen: 'Kann das denn wirklich sein?' Die meisten wollen im 
Internet Geschäfte machen, das Internet ist keine kostenlose 
Spielwiese, sondern eben ein Tummelplatz von Cyberkriminellen. Und da
hilft wirklich Aufklärung - und das fängt eben auch schon bei Kindern
an."
   Der Sophos-Internetsicherheitsexperte Sascha Pfeiffer mit Tipps 
für alle, die auch in Zukunft ohne Angst im Internet surfen wollen, 
vielen Dank! Verabschiedung: "Gerne!"
Abmoderationsvorschlag:
   Mehr über die aktuellen Bedrohungen im Internet und wie Sie sich 
davor schützen können, erfahren Sie auf www.sophos.de.
ACHTUNG REDAKTIONEN: 
   Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt
bitte an ots.audio@newsaktuell.de.
   Audio(s) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalaudio-Service
sowie im OTS-Audioarchiv unter http://audio.ots.at
Rückfragehinweis:
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   Gerrit Breustedt
   +49 (069) 256693-45
   gerrit.breustedt@hotwirepr.com
	
							
												
							
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