OTS0159 5 II 0273 NGB0002 WI Di, 14.Sep 2021
Gewerkschaften / vida / Luftfahrt / Bundesregierung

Austro Control Geschäftsführung: Gewerkschaft ortet Parteipolitik bei Nachbesetzung

vida-Liebhart: „Neuer Geschäftsführer muss aus Reihen der Austro Control kommen und Problemlage kennen - ein echter Experte anstatt eines Parteisoldaten!“

Wien (OTS) - Am Dienstag wurde bekannt, dass der Vertrag von Axel Schwarz als Geschäftsführer der Austro Control nicht verlängert wird. Daniel Liebhart, Vorsitzender des Fachbereichs Luftfahrt der Gewerkschaft vida, ortet dahinter ein politisches Spiel. „Indem der Vertrag von Axel Schwarz nicht verlängert wurde, verliert die Austro Control in der obersten Führungsebene langjähriges luftfahrtspezifisches Know-how“, kritisiert Liebhart die Entscheidung des Klimaschutzministeriums, dem Eigentümer der Austro Control.

Bei der Nachbesetzung wünscht sich Liebhart eine Persönlichkeit aus den Reihen der Austro Control. „Das Unternehmen hat seit Jahren einen eklatanten Personalmangel, der bis heute nicht beseitigt werden konnte. Der Versuch, dieses Missmanagement mit der Brechstange zu lösen, hat in der Vergangenheit regelmäßig für Spannungen innerhalb der Sozialpartnerschaft gesorgt“, sagt Fachbereichsvorsitzender Liebhart. Eine Besetzung mit einer Person, die diese Problemlage kennt, wäre ein cleverer Schachzug. Allerdings deute leider nichts darauf hin, dass die Bundesregierung dies anstrebt, so Liebhart weiter.

Glaubt man Gerüchten, dürften die Würfel bei der Nachbesetzung längst gefallen sein. „Der derzeitige Geschäftsführer Schwarz muss seinen Sessel räumen, um für einen ehemaligen Mitarbeiter einer ranghohen ÖVP-Persönlichkeit Platz zu machen“, befürchtet Liebhart. Die Wahl falle damit auf eine Person, die in den vergangenen zwei Jahren erste Erfahrungen in der Luftfahrt gesammelt hat und somit alles andere als ein Kenner der Branche ist. „Die parteipolitischen Machtspiele sind zu beenden und die Nachbesetzung mit einem tatsächlichen Experten aus einer europäischen Flugsicherung anstatt Parteisoldaten ist einzuleiten“, schließt Liebhart.

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