OTS0173 5 II 0281 FMB0007 Di, 15.Jun 2021
Grüne / Handel / Öffnungszeiten / Arbeitnehmerinnen

Schallmeiner/Koza: Öffnungszeiten-Fantasien der Neos sind schlichtweg abzulehnen

Grüne: Pinke Ideen würden Druck auf die Angestellten erhöhen und Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Freizeit erschweren

Wien (OTS) - "Auf Grund meiner langjährigen Erfahrung als Handelsangestellter kann ich den Vorschlag der Neos, die Öffnungszeiten im Handel noch weiter zu liberalisieren, nur ablehnen", erklärt der Gesundheitssprecher der Grünen, Ralph Schallmeiner, der seit 1997 fast durchgängig im Handel beschäftigt war. "Das wird nichts bringen, denn der zu verteilende Kuchen wird nicht größer. Der Vorschlag der Neos würde nur den Druck auf die Angestellten erhöhen und die meist kaum noch vorhandene Work-Life-Balance noch weiter kaputt machen. Auch als Gesundheitssprecher muss ich einen derartigen Liberalisierungsfetischismus auf Kosten der Angestellten ablehnen“, unterstreicht Schallmeiner.

Eine Liberalisierung der Öffnungszeiten würde lediglich Konsummöglichkeiten ausweiten, hat aber keinerlei Auswirkungen auf die Kaufkraft und Einkommenssituation der Konsument*innen. Dafür würde die Belastung der Handelsangestellten steigen und Vereinbarkeiten von Beruf, Familie und Freizeit erschweren. "Die vielfach bereits bestehende Arbeitsrealität im Handel - prekäre Beschäftigung, Teilzeitarbeit und zerrissene bzw. geteilte Arbeitstage - würden noch zunehmen. Betroffen wären einmal mehr vor allem Frauen. Das ist mit Sicherheit nicht die Zukunft der Arbeit, wie wir sie uns vorstellen", kritisieren Schallmeiner und Markus Koza, Sozial- und Arbeitssprecher der Grünen, die Vorstellungen der Neos.

Koza ergänzt: "Besonders abzulehnen sind dabei alle Versuche, die Sonntagsöffnung voranzutreiben. Flexible Öffnungszeiten bieten bereits heute an sechs Tagen Möglichkeiten des Konsums. Schon jetzt ist Sonntagsarbeit für viele Arbeitnehmer*innen Realität. Sonntagsarbeit soll und muss allerdings auf die gesellschaftlich unbedingt notwendige Arbeit reduziert werden, weil ein gemeinsamer freier Tag einen gesellschaftlichen Wert hat und für Erholung, gemeinsame Freizeit- und Familienaktivitäten, aber auch für ehrenamtliche Tätigkeiten unabdingbar ist."

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