OTS0130 5 II 0188 HIS0001 CI Mi, 09.Jun 2021
Menschenrechte / Kinder / Gesundheit / Recht / Gesellschaft

HOSI Salzburg: Genitalverstümmelung an intergeschlechtlichen Menschen stoppen!

Gleichbehandlungsausschuss beschließt heute Antrag zum Schutz von intergeschlechtlichen Kindern und Jugendlichen – wichtiger Schritt

  • Für intergeschlechtliche Erfahrungsexpert*innen ist die Grenze zwischen notwendigen, weil lebenserhaltenden, Maßnahmen und kosmetischen Genitalveränderungen oft weitaus klarer als für viele Mediziner*innen. Es braucht deshalb ein eindeutiges Verbot von nicht notwendigen medizinischen Eingriffen ohne vorherige, persönliche und voll-informierte Einwilligung, um die körperliche Integrität von intergeschlechtlichen Menschen zu schützen
    Gabriele Rothuber, Obfrau und Intersex-Beauftragte der HOSI Salzburg
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  • Wir blicken dem heutigen Beschluss im Gleichbehandlungsauschuss des Parlaments positiv entgegen und freuen uns über diese wichtige Initiative. Was es jetzt braucht, ist ein gesetzliches Verbot. Die Menschenrechte von intergeschlechtlichen Menschen müssen wirkungsvoll geschützt werden
    Josef Lindner, Obmann der HOSI Salzburg
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Salzburg (OTS) -Für intergeschlechtliche Erfahrungsexpert*innen ist die Grenze zwischen notwendigen, weil lebenserhaltenden, Maßnahmen und kosmetischen Genitalveränderungen oft weitaus klarer als für viele Mediziner*innen. Es braucht deshalb ein eindeutiges Verbot von nicht notwendigen medizinischen Eingriffen ohne vorherige, persönliche und voll-informierte Einwilligung, um die körperliche Integrität von intergeschlechtlichen Menschen zu schützen“, sagt Gabriele Rothuber, Obfrau und Intersex-Beauftragte der HOSI Salzburg. Der Antrag, der heute im Gleichbehandlungsausschuss des Parlaments beschlossen wird, sei ein wichtiges Signal auf dem notwendigen Weg zu einem gesetzlichen Verbot von Intersex-Genitalverstümmelung (IGM).

„Gemeinsam mit dem Verein intergeschlechtlicher Menschen Österreich und der Plattform Intersex Österreich fordern wir seit fast zehn Jahren ein Verbot von nicht-konsensuellen und medizinisch unnötigen Behandlungen an intergeschlechtlichen Kindern und Jugendlichen. Wir blicken dem heutigen Beschluss im Gleichbehandlungsauschuss des Parlaments positiv entgegen und freuen uns über diese wichtige Initiative. Was es jetzt braucht, ist ein gesetzliches Verbot. Die Menschenrechte von intergeschlechtlichen Menschen müssen wirkungsvoll geschützt werden“, ergänzt Josef Lindner, Obmann der HOSI Salzburg.

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