OTS0119 5 II 0464 NEK0001 Do, 18.Feb 2021
NEOS / Shetty / Kinder / Gesundheit / Psychologie

NEOS erinnern am Corona-Jahrestag an die dramatischen Folgen der Pandemie für Kinder und Jugendliche

Shetty: „Wir dürfen auch in der Krise kein Kind zurücklassen! Die Regierung muss nach den Schulöffnungen als nächsten Schritt Trainings bei Jugend-Sportvereinen wieder ermöglichen.“

Wien (OTS) - NEOS-Jugendsprecher Yannick Shetty erinnert am Jahrestag der ersten Corona-Fälle in Österreich an die Folgen der Pandemie für Kinder und Jugendliche. „Insbesondere die Jungen leiden unter den Maßnahmen zur Eindämmung der Krise. Sie sitzen seit fast einem Jahr quasi durchgehend zu Hause, machen Home Schooling und sehen ihre Freunde nicht. Die gesundheitlichen Folgen, vor allem die psychischen, sind enorm.“ In diesem Zusammenhang spricht Shetty die eindringlichen Warnungen der Kinder- und Jugendpsychologie an. „Studien zeigen klar, wovor wir seit März warnen: massive negative psychische Auswirkungen auf Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Die Hamburger COPSY-Studie zeigt aktuell, dass fast jedes dritte Kind mittlerweile unter psychischen Auffälligkeiten leidet, zehnmal mehr Kinder als noch vor der Krise machen mittlerweile überhaupt keinen Sport mehr. Die Situation ist längst akut und wir können es uns nicht leisten, die Krise der Kinder- und Jugendgesundheit weiterhin in den Schatten der Corona-Krise zu stellen. Wir dürfen kein Kind zurücklassen!“

Training für Jugend-Sportvereine wichtiger erster Schritt

Als wichtigen ersten Schritt bezeichnet Shetty die Öffnung der Trainings für Jugend-Sportvereine: „Den Kindern wieder die Möglichkeit zu geben, im sicheren Rahmen der Vereine Sport machen zu können, würde das Problem lindern. Es gibt eine dementsprechende Petition mit dem Namen ,Kinder brauchen Sport‘, die schon 40.000 Unterstützerinnen und Unterstützer hat. Hier kann die Bundesregierung sofort handeln und den Trainingsbetrieb unter der Einhaltung strenger Maßnahmen ermöglichen.“ Wie in der Schule könnten auch Vereine vor den Trainings Tests durchführen. Die Garderoben und Kantinen sollten gesperrt bleiben und auch auf Wettkämpfe müsse noch verzichtet werden, so Shetty.

9-Punkte-Notfallplan für Kinder- und Jugendliche

NEOS haben darüber hinaus einen 9-Punkte-Notfallplan für Kinder- und Jugendliche ausgearbeitet, der die Krise der Kinder- und Jugendgesundheit im Schatten der Pandemie eindämmen soll. „Kinder und Jugendliche haben keine mächtigen Fürsprecherinnen oder Fürsprecher und sie brauchen uns, um ihre Interessen, ihre Gesundheit und ihr Leben zu schützen“, so Shetty.

Der 9 Punkte-Notfallplan umfasst:

  1. Schaffung von ausreichend Therapie- und Betreuungsplätzen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie
  2. Aufwertung und finanzielle Absicherung der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit
  3. Hervorheben der Kinder- und Jugendhilfe als erste Anlaufstelle bei psychischen und physischen Gefahren für Kinder und Jugendliche
  4. Abhaltung eines Gesundheitsgipfels zu Kinder- und Jugendgesundheit im Gesundheitsministerium
  5. Schulen auch im Home Schooling als Frühwarnsysteme nutzen
  6. Verstärkter Einsatz von psychologischem Personal in Schulen und Kindergärten zur Aufarbeitung der Nebeneffekte der Corona-Krise
  7. Informationen zur Sensibilisierung des Lehr- und Kindergartenpersonals
  8. Betreuungs- und Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche in den Sommerferien
  9. Zukunft fördern – Investitionen tätigen

Details sind unter https://parlament.neos.eu/kindergesundheit zu finden.

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