OTS0189 5 II 0263 NEK0003 WI Di, 01.Dez 2020
NEOS / Doppelbauer / Landwirtschaft / Gütesiegel / Sojaimporte

NEOS: AMA-Gütesiegel führt Konsument_innen in die Irre

Doppelbauer: „Die Grünen haben jetzt ihre letzten Prinzipien dem Machthunger geopfert: Tiere dürfen weiterhin mit gentechnisch veränderten Sojaimporten gefüttert werden.“

Wien (OTS) - „Ein Bericht nach dem anderen zeigt ganz klar auf, dass das AMA-Gütesiegel weder die Qualität des Produktes noch seine österreichische Herkunft sicherstellt. So kann das AMA-Gütesiegel beispielsweise selbst dann vergeben werden, wenn Tiere mit gentechnisch veränderten südamerikanischen Sojaimporten gefüttert werden“, sagt NEOS-Landwirtschaftssprecherin Karin Doppelbauer. „Statt mit einem Gütesiegel-Wirrwarr die Konsumentinnen und Konsumenten weiter zu verunsichern, sollte die AMA lieber ein Gütesiegel mit klaren Standards bei Tierwohl und Gentechnik schaffen.“

Die österreichische Landwirtschaft ist nach wie vor von südamerikanischen Sojaimporten abhängig, erklärt Doppelbauer. Dass der Anbau von gentechnisch verändertem, unter extensivem Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel produziertem Soja stark zur Abholzung im Amazonas-Gebiet beiträgt, wurde durch heute bekannt gewordene Zahlen von der brasilianischen Raumfahrtbehörde (Inpe) erneut bestätigt.

NEOS haben daher heute im Landwirtschaftsausschuss beantragt, dass das AMA-Gütesiegel nicht für Sojaimporte vergeben wird. Doppelbauer: „Demnach sollen keine Produkte, die in Aufzucht und Produktion nicht-europäisches Eiweißfutter beinhalten, mit dem AMA-Gütesiegel ausgezeichnet werden. Doch leider haben nicht nur die ÖVP, die die Sojaimporte bei ihrem Feldzug gegen Mercosur so gerne ins Feld führt, sondern auch die Grünen unseren Antrag vertagt und damit auch ihre letzten Prinzipien ihrem Machthunger geopfert. Das ist ein Schlag ins Gesicht aller Konsumentinnen und Konsumenten, denen Qualität und Nachhaltigkeit wichtig ist. Sie müssen darauf vertrauen können, dass Gütesiegel das halten, was sie versprechen. Das AMA-Gütesiegel in seiner jetzigen Ausgestaltung kommt diesem Versprechen leider weiterhin nicht nach.“

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