OTS0071 5 II 0228 HSA0001 XI Di, 24.Nov 2020
Universität / Hochschulwesen / Innenpolitik / Bildung / Bundesregierung

Offener Brief: Knapp 1500 Erstunterzeichner:innen gegen UG-Novelle

500 Lehrende, mehr als 900 Studierende und weitere Unterstützer:innen haben den Offenen Brief gegen die UG-Novelle erstunterzeichnet.

Wien (OTS) - Die Initiative "Bildung Brennt" veröffentlicht heute einen Offenen Brief mit dem Titel "BILDUNG BRENNT: NEUES UNIVERSITÄTSGESETZ STOPPEN", der von 500 Lehrenden an österreichischen Universitäten erstunterzeichnet wurde. Auch über 1000 Studierende sowie weitere Unterstützer:innen haben sich den Forderungen bereits angeschlossen. Ab sofort kann der Offene Brief als Petition unterzeichnet werden.

Der Offene Brief positioniert sich gegen die über 150 geplanten Änderungen des Universitätsgesetzes und fordert den sofortigen Stopp der UG-Novelle. Die Änderungen würden vorsehen, dass Studierende innerhalb jedes Studienjahrs Studienleistungen im Ausmaß von 400 Stunden erbringen müssen und, so sie dies nicht schaffen, exmatrikuliert werden und für das Studium, in dem sie die Leistungen nicht zeitgerecht erbracht haben, für immer gesperrt werden. Diese Regelung würde ohne Ausnahmen für alle Studierenden gelten, auch die, die Kinder haben, Pflegeverpflichtungen haben, besondere Bedürfnisse haben, Lohnarbeit nachgehen, ein Zweitstudium haben etc.

Weiters würde die geplante UG-Novelle zur Einschränkung der verfassungsrechtlich garantierten Eigenständigkeit der Universitäten, einem Ungleichgewicht in den Geltungsbereichen sowie erheblichen politischen Zugriffsrechten des Ministeriums auf die Universitäten und die dort gelehrten Inhalte führen.

Die Initiative "Bildung Brennt" fordert den Ausbau der Unterstützung für Studierende, die Stärkung von demokratischen Strukturen, Mitbestimmungsrechte und freien Zugang zu Bildung für alle.

Erstunterzeichner:innen: https://bit.ly/371Xylg

Petition: https://bit.ly/3nVWlCR


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