OTS0021 5 CI 0524 OBP0001 II Fr, 28.Aug 2020
Gesundheit / Sozialversicherung / Krankkeiten / Soziales

Kampagne #mehrpsychotherapiejetzt holt Psychotherapie vor den Vorhang und fordert Ende der Kontingente

Der Österreichische Bundesverband für Psychotherapie thematisiert den steigenden Bedarf an Psychotherapie und appelliert an die Politik, die Rahmenbedingungen zu schaffen

Wien (OTS) - Der Österreichische Bundesverband für Psychotherapie (ÖBVP) stellt die Aktionsphase, das Maßnahmenpaket und die Forderungen der Kampagne #mehrpsychotherapiejetzt vor. Ziel der Kampagne ist es, mehr kassenfinanzierte Psychotherapieplätze zu erreichen, die Kontingentierung abzuschaffen und die Behandlung psychischer Leiden aus dem Tabubereich zu holen. ÖBVP-Präsident Dr. Peter Stippl dazu: „Wir brauchen mehr Psychotherapie jetzt! In Österreich ist die Versorgung immer noch zu stark an die Geldbörse geknüpft oder mit langen Wartezeiten verbunden. Gerade die Corona-Krise zeigt, wie belastet die ÖsterreicherInnen durch Stress, Druck und Angst sind. Mit der Kampagne ergreifen wir die Initiative und fordern von den Verantwortlichen, dass sie jetzt handeln müssen.“

Mag.a Beatrice Frasl, Podcasterin und Erfahrungsexpertin berichtet: "Stell dir vor, du gehst mit einer Grippe zu deiner Hausärztin und dort erfährst du, dass du nicht behandelt werden kannst, weil es nur ein Kontingent für zehn Grippepatient_innen gibt und das sei bereits ausgeschöpft. Undenkbar? Für Menschen mit psychischen Erkrankungen steht genau das an der Tagesordnung.“

Tag der Psychotherapie, digitale Couchtour und eine Kampagne zum Mitmachen

Im Rahmen von #mehrpsychotherapiejetzt etabliert der ÖBVP den Tag der Psychotherapie am 20. November. „Am 20.11. werden in ganz Österreich Veranstaltungen und Aktionen stattfinden, die sich mit psychischer Gesundheit beschäftigen und die Barrieren zur Psychotherapie abbauen. Denn Psychotherapie ist bei seelischem Leiden das Mittel der Wahl – und das seit über 100 Jahren“, so Dr. Stippl. Je nach aktueller Corona-Situation finden die Veranstaltungen ggf. virtuell statt. Die Kampagne bietet bis dahin zahlreiche Aktivitäten, wie eine digitale Couchtour und eine Mitmach-Plattform auf www.mehrpsychotherapiejetzt.at.

Versorgung von Psychotherapie in Österreich ausbauen

ÖBVP-Präsidiumsmitglied Mag.a Barbara Haid erklärt, warum in Tirol die Wartezeiten kürzer sind als in Wien: „Bei der ÖGK versicherte Kinder und Jugendliche können in Tirol sofort und kostenlos bis zu 7 Stunden Psychotherapie in Anspruch nehmen. Wenn wir dieses Modell auf ganz Österreich ausweiten, vermindert das lange Leidenswege bei den Betroffenen und ihren Familien und spart den Sozialversicherungen langfristig sehr viel Geld.“

Dazu beschreibt Psychotherapeut Mag. Richard Rogenhofer die Situation in Wien: „Die Wartezeiten sind enorm: Schon Ende des Frühlings sind die freien Plätze fürs restliche Jahr alle weg. Menschen in Österreich, die psychotherapeutische Behandlung benötigen, sollten diese auch rasch und unbürokratisch erhalten.“

ÖBVP-Haid zum Abschluss: „Unser Ziel mit #mehrpsychotherapiejetzt ist eine qualitativ hochwertige Versorgung in ganz Österreich. Dafür braucht es einen Gesamtvertrag mit den Krankenkassen. Die Kapazitäten dazu stehen bereit, die über 10.000 PsychotherapeutInnen können den Bedarf jederzeit decken.“

Weil man da nicht nur auf der Couch liegt

Die Sujets der Kampagne, die auf www.mehrpsychotherapiejetzt.at zu sehen sind, greifen klassische Mythen der Psychotherapie auf und widerlegen diese. Die Kampagnenpakete wurden an alle Mitglieder des ÖBVP versandt.

Aktuelle Bilder schicken wir Ihnen bei Bedarf gerne zu.

Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie (ÖBVP)

Der ÖBVP ist die freiwillige, vom Bundesministerium für Gesundheit anerkannte, unabhängige Interessenvertretung der PsychotherapeutInnen, die sich mit der psychotherapeutischen Versorgung in Österreich sowie den dazu geeigneten Rahmenbedingungen befasst.

Rückfragen & Kontakt:

Stefanie Grubich
Senior Consultant
Pick & Barth

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