OTS0100 5 II 0300 SLN0001 Fr, 31.Jul 2020
SPÖ / Niederösterreich / Landwirtschaft

SPÖ Bäuerinnen und Bauern zeigen Solidarität mit IG Milch

Mit großem Bedauern reagierten die SPÖ Bäuerinnen und Bauern auf die Ankündigung der IG Milch, nach 14 Jahren die Eigenmarke "A faire Milch" einzustellen

St. Pölten (OTS) - Bundesvorsitzender Josef Etzenberger bekräftigte in einer heutigen Vorstandssitzung in St. Pölten die Wichtigkeit der IG Milch für die heimische Landwirtschaft: „Obmann Ewald Grünzweil und sein Team haben mit ihrer Arbeit vielen Landwirten, die in den vergangenen Jahren - aufgrund der unfairen Verhältnisse am Milchmarkt - um ihre Existenz kämpfen mussten, Hoffnung und Zukunftschancen gegeben. Dafür gebührt ihnen großer Dank."

Seit ihrer Vereinsgründung im Jahr 2004 kämpfen die Mitglieder der IG Milch für faire Preise und höhere Einkommen. Dabei nahmen sie auch persönliche Nachteile in Kauf, indem sie die Monopolstellung der Genossenschaften anprangerten, dadurch Abhängigkeiten aufdeckten und die generelle Ausrichtung der Landwirtschaftspolitik kritisierten. „Der bisherige Weg der Produktionssteigerung und Intensivierung ist falsch. Dies führt zur Entwertung unserer bäuerlichen Produkte. Wir brauchen endlich faire Bedingungen für unsere überwiegend bäuerlichen Familienbetriebe“, fordert der Bad Ischler Biobauer Hannes Mathes, designierter Bundesvorsitzender der SPÖ Bäuerinnen und Bauern.

Wachsen oder Weichen? Diese Frage mussten sich in den vergangenen Jahren viel zu viele landwirtschaftliche Betriebe stellen. Vor allem kleinere Höfe gerieten in den letzten Jahrzehnten gegenüber der industrialisierten Konkurrenz unter Druck, wie ein Blick auf die Milchbetriebe zeigt: Zwischen 2008 und 2018 sank die Zahl der dort tätigen Bäuerinnen und Bauern von rund 44.000 auf 27.000.

„Angesichts dieser besorgniserregenden Entwicklungen muss sich im Agrarbereich rasch etwas ändern“, betont Ernst Wagendristel, Landesvorsitzender der SPÖ Bäuerinnen und Bauern Niederösterreich und ergänzt: „Unsere Bäuerinnen und Bauern benötigen von der Politik endlich bessere planbare Werkzeuge für ihre Arbeit, weshalb bei Förderungen regionale Gesichtspunkte sehr viel stärker berücksichtigt werden müssen. Bloße Lippenbekenntnisse und Ankündigungen sind zu wenig.“

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