OTS0088 5 KI 0624 NRF0007 Do, 30.Jul 2020
Medien / Fernsehen / ORF / dokFilm / Alltagsgeschichte

ORF-Grätzelgeschichten-Reihe: „Mein Salzburg“ mit Ferrero-Waldner, Holzbauer, Samarovski und Schwabenitzky am 2. August

Um 22.10 Uhr in ORF 2, danach: „Alltagsgeschichte: Einstens – Auf Sommerfrische“

Wien (OTS) - Anlässlich der 100. Salzburger Festspiele, die am Wochenende eröffnen (Details zum ORF-Jubiläumsschwerpunkt unter presse.ORF.at), zeigt der „dok.film“ am Sonntag, dem 2. August 2020, um 22.10 Uhr in ORF 2 ein besonderes Porträt der Mozartstadt. In der 2015 entstandenen Produktion „Mein Salzburg“, die dritte von insgesamt sieben in diesem Sommer gezeigten ORF-Grätzelgeschichten (sechs Dakapos und die Premiere von „Mein Villach“), präsentiert Regisseur Chico Klein die Salzachmetropole aus dem Blickwinkel der privaten Erinnerungen von vier prominenten Salzburgern. Durch die Stadt ihrer Kindheit und Jugend, durch „ihr Salzburg“, führen die ehemalige Bundesministerin für auswärtige Angelegenheiten und spätere EU-Kommissarin Benita Ferrero-Waldner, Architekt Wilhelm Holzbauer, Kammerschauspieler Branko Samarovski und Regisseur Reinhard Schwabenitzky.

Anschließend zeigt ORF 2 um 23.10 Uhr eine dazu passende Ausgabe der Kultreihe „Alltagsgeschichte“ von Elizabeth T. Spira: „Einstens – Auf Sommerfrische“ aus dem Jahr 1989. Seinerzeit fuhr man – wenn man es sich leisten konnte – nicht in den Urlaub, sondern auf Sommerfrische. Zeitzeuginnen und -zeugen erzählen von ihren persönlichen Erlebnissen in der Sommerfrische in den Jahren 1910–1938. Zu Wort kommen ehemalige Baroninnen, Fabrikantentöchter, aber auch Kindermädchen und Dienstboten. Gedreht wurde an den beliebten Urlaubsorten von anno dazumal, wie Payerbach, Rekawinkel, am Semmering oder im Salzkammergut.

Zum Inhalt von „Mein Salzburg“ (22.10 Uhr)

Die außergewöhnlichen, sehr amüsanten Erzählungen der Protagonisten drehen sich um das Leben in einer Stadt, deren Schönheit und Ruhm offenbar einen Ansporn für die einst jungen Menschen gab – aber auch darum, dass die Verwirklichung ihrer persönlichen Ziele alles andere als selbstverständlich war.

Benita Waldner, deren Vater in Oberndorf als Dentist tätig war, fuhr täglich einen weiten Weg, um die höhere Schule besuchen zu können. Bevor sie als Spitzenpolitikerin lernte, sich auf diplomatischem Parkett zu bewegen, war sie durchaus ungestüm und durchtanzte ganze Nächte im legendären Café Winkler. „Eigentlich ist Salzburg immer noch ein konservatives Städtchen, auch wenn während der Festspielzeit höchste Internationalität herrscht. Aber danach schläft alles wieder ein“, sagt sie im Film.
Reinhard Schwabenitzky kam mit seiner Großmutter zum Itzlinger Hof, den er neben seiner Tätigkeit als Filmemacher jahrelang als Gaststätte und Hotel führte, und arbeitete gelegentlich als technischer Assistent bei den Festspielen. Seine Leidenschaft für den Film kostete ihn einst den guten Leumund, kassierte er doch eine Vorstrafe wegen eines gefälschten Ausweises, mit dem er sich im Elmo Kino Zugang zu Filmen mit Jugendverbot verschafft hatte. Voll der dankbaren Erinnerung ist Schwabenitzky an den Theatergiganten Ernst Haeusserman, der ihn immer wieder in Festspielvorstellungen schmuggelte – ohne dass die Polizei einschreiten musste. Burgschauspieler Branko Samarovski, der aus dem ehemaligen Jugoslawien als Flüchtlingskind zunächst nach Mondsee und dann nach Salzburg kam, lebte mit seinen Eltern im Souterrain eines von Hochwassern in Mitleidenschaft gezogenen Salzburger Wohnhauses nahe der Salzach. Schon während seiner Schlosserlehre entdeckte er die Liebe zum Theater. 1970 wurde er erstmals von den Festspielen engagiert. Sein damaliger Regisseur: Oskar Werner.
Der im Vorjahr verstorbene Wilhelm Holzbauer träumte von einer Karriere als Architekt, seitdem ihn die Festspielstiege von Clemens Holzmeister zutiefst beeindruckt hatte. Das Stadtbild des zeitgenössischen Salzburg hat er entscheidend mitgeprägt. Seine erste architektonische Großtat im Verband der „Architektengruppe 4“ galt manch konservativen Geistern der 1950er Jahre jedoch nahezu als Blasphemie. Holzmeister wurde zu einem der renommiertesten Architekten der Republik.

„Mein Salzburg“ ist eine Produktion der Felix Breisach Medienwerkstatt in Koproduktion mit dem ORF.

In den kommenden Wochen folgen die Dakapos der ORF-Grätzelgeschichten „Meine Wieden“ (9. August), „Mein Innsbruck“ (16. August) und „Meine Landstraße“ (23. August) sowie die Erstausstrahlung von „Mein Villach“ (30. August), jeweils sonntags um 22.10 Uhr in ORF 2. Anschließend steht immer eine „Alltagsgeschichte“ Marke Spira auf dem Programm.

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