OTS0038 5 AI 0508 LFW0001 CI Di, 07.Jul 2020
Bundesregierung / Entwicklungszusammenarbeit / UN / Nachhaltigkeit / SDGs

Neuer Bericht an UN: Österreich ist säumig bei Umsetzung der Nachhaltigen Entwicklungsziele

Licht für die Welt: Menschen mit Behinderungen nicht durchgängig berücksichtigt

Mehr als eine Milliarde Menschen mit Behinderungen und ihre Vertretungsorganisationen haben ein Recht darauf, dass sie auf allen Ebenen der nachhaltigen Entwicklung durchgängig berücksichtigt und aktiv eingebunden werden. Österreich kann hier eine Vorreiterrolle leisten
Rupert Roniger, Licht für die Welt

Wien/New York (OTS) - Österreich ist säumig bei der Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs), weil die Mittel für Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe noch immer viel zu niedrig sind. Das ist ein Ergebnis des ersten Freiwilligen Nationalen Berichts der Bundesregierung zur Umsetzung der Nachhaltigen Entwicklungsziele. Licht für die Welt begrüßt diesen Bericht und auch die Erkenntnis, dass die Mittel für Entwicklung stark unterdotiert sind und erhöht werden müssen. Der Bericht wird im Rahmen des Hochrangigen Politischen Forums für Nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (HLPF) präsentiert, das heute beginnt. Licht für die Welt mahnt auch zur durchgängigen Berücksichtigung von Menschen mit Behinderungen bei der Umsetzung aller 17 Entwicklungsziele. „Mehr als eine Milliarde Menschen mit Behinderungen und ihre Vertretungsorganisationen haben ein Recht darauf, dass sie auf allen Ebenen der nachhaltigen Entwicklung durchgängig berücksichtigt und aktiv eingebunden werden. Österreich kann hier eine Vorreiterrolle leisten“, so Rupert Roniger, internationaler Geschäftsführer von Licht für die Welt.

Entwicklungszusammenarbeit für Umsetzung der SDGs ausweiten

Entwicklungszusammenarbeit ist ein wichtiger Teil bei der Umsetzung der Nachhaltigen Entwicklungsziele. Das zeigt sich besonders jetzt in Folge der Coronakrise, die armutsgefährdete Regionen wie die Länder südlich der Sahara massiv trifft. Auch die Ausweitung der Humanitären Hilfe ist jetzt ein Gebot der Stunde. Licht für die Welt fordert daher von der österreichischen Bundesregierung die rasche Erhöhung der Mittel für Entwicklungszusammenarbeit auf 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens und gemeinsam mit der österreichischen Zivilgesellschaft auch ein Soforthilfe-Rettungspaket in Höhe von 100 Millionen Euro zur Bewältigung der Folgen der COVID-19-Pandemie.

Menschen mit Behinderungen auf allen Ebenen einbinden

Bei der Verwirklichung der SDGs müssen Menschen mit Behinderungen ganzheitlich in allen 17 Zielen berücksichtigt und ihre Vertretungsorganisationen eingebunden werden. „Bis 2030 haben wir die echte Chance auf eine inklusive Gesellschaft. Wir müssen aber bereits heute die Weichen dafür stellen. Die Sichtbarkeit von Menschen mit Behinderungen muss nicht nur am Papier stärker werden sondern auch in den Gremien, die diese Papiere verfassen und beschließen“, fordert Roniger. Zudem sollen die nationalen Indikatoren der Entwicklungszusammenarbeit weiter differenziert werden, um exaktere Daten zu bekommen, welche Summen für Menschen mit Behinderungen aufgewendet werden.

Das Hochrangige Politische Forum für Nachhaltige Entwicklung (HLPF)

Das Hochrangige Politische Forum für Nachhaltige Entwicklung der UN findet heuer vom 7. bis 16. Juli statt. Wegen der Corona-Pandemie wird es zum ersten Mal virtuell abgehalten. Das Forum wurde infolge der Rio+20-Konferenz gegründet und beobachtet die Länder bei der Umsetzung ihrer nachhaltigen Entwicklungsstrategien. Die Staaten erstellen dazu Freiwillige Nationale Umsetzungsberichte. Heuer steht das Forum im Zeichen der Coronakrise und beschäftigt sich mit den Herausforderungen der kommenden zehn Jahre. Österreich präsentiert am Nachmittag des 15. Juli seinen ersten Freiwilligen Nationalen Bericht zur Umsetzung der SDGs im Land.

Fotos zum Download
Link zum Freiwilligen Nationalen Bericht Österreichs

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