OTS0003 5 II 0452 TIV0001 WI Di, 07.Jul 2020
Agrar / Tiere / Außenhandel / Innenpolitik / Ernährung

Nach Tiertransporte-Gipfel: Niemand will Kälberexporte – also stoppen wir sie endlich!

Über 41% aller exportierten Kälber jünger als 28 Tage; Kälbertransporte nach Einschätzung von Fachleuten per se nicht mit Tierwohl vereinbar

  • Wenige Tage alte Tiere werden über tausende Kilometer hinweg transportiert. Über 41% der Kälber sind sogar jünger als 28 Tage, wenn sie auf Reise geschickt werden. Der Transport dieser Lebewesen im Kindesalter kann nach Fachmeinung niemals tierschutzkonform sein, das Gesetz hinkt hier hinterher. Deswegen verlangen wir einen kompletten Stopp aller Kälberexporte. Mit der Umsetzung einiger Maßnahmen wäre dies möglich und würde der heimischen Landwirtschaft sogar helfen“ so Initiator Sebastian Bohrn Mena. 
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  • Über 50.000 Kälber werden jährlich ins Ausland transportiert, bis nach Algerien, Usbekistan und den Iran, während gleichzeitig das Fleisch von über 100.000 Kälbern importiert wird. Dieser irre Kreislauf des Tierleids und der Umweltbelastung muss beendet werden. Ich bin sehr erfreut über den breiten Konsens, der beim Tierschutzgipfel für unsere Forderungen erreicht werden konnte. Die Regierung ist nun gefordert rasch das Wohl der Tiere und der heimischen Landwirte rechtlich bindend über den Profit einiger weniger zu stellen“ so Bohrn Mena abschließend. 
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Wien (OTS) - Der Tiertransporte-Gipfel von Minister Anschober ist am Montag nach mehrstündigem Austausch zu Ende gegangen. Das Tierschutzvolksbegehren war persönlich vertreten und hat neben seinem Programm auch seine aktuelle Forderung nach einem Stopp der Kälberexporte eingebracht. Die Initiatoren wünschen sich nun eine rasche Umsetzung. Und erhalten dabei unerwartet viel Rückenwind von den Mitwirkenden des Gipfels.

Denn niemand in der großen Runde, bestehend aus Landesräten, Nationalratsabgeordneten und Vertretern der Kammern, sprach sich für Kälberexporte aus. Diese werden vielmehr einhellig als Symptom einer Fehlentwicklung betrachtet. Derzeit würde sich ihre Aufzucht in Österreich nicht rechnen, weswegen der Export eine Notwendigkeit darstelle. Mit verschiedenen Maßnahmen sollen diese Transporte künftig vermieden werden.

Wenige Tage alte Tiere werden über tausende Kilometer hinweg transportiert. Über 41% der Kälber sind sogar jünger als 28 Tage, wenn sie auf Reise geschickt werden. Der Transport dieser Lebewesen im Kindesalter kann nach Fachmeinung niemals tierschutzkonform sein, das Gesetz hinkt hier hinterher. Deswegen verlangen wir einen kompletten Stopp aller Kälberexporte. Mit der Umsetzung einiger Maßnahmen wäre dies möglich und würde der heimischen Landwirtschaft sogar helfen“ so Initiator Sebastian Bohrn Mena.

Zu den wichtigsten, auch von Experten im Rahmen der „Taskforce Tiertransporte Vorarlberg“ formulierten Ansatzpunkten, zählt die verpflichtende Herkunftskennzeichnung bei Lebensmitteln im Handel, in der Gastronomie und in öffentlichen Küchen, die Umstellung der öffentlichen Beschaffung, der Ausbau regionaler Schlachtmöglichkeiten und die Forcierung von Zweinutzungsrassen. Fast alles Maßnahmen, die sich sogar bereits im aktuellen Regierungsprogramm wiederfinden und nur noch der Umsetzung harren.

Unter den Anwesenden herrschte weitestgehend Konsens über die Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit der raschen Umsetzung dieser Maßnahmen. Es konnte unter den Stakeholdern ein breiter Konsens hinsichtlich der Forderungen des Tierschutzvolksbegehrens beobachtet werden, was wohl auch Ausdruck des steigenden gesellschaftlichen Drucks ist. Nun ist die Regierung am Zug die entsprechenden Gesetzesentwürfe rasch vorzulegen.

Über 50.000 Kälber werden jährlich ins Ausland transportiert, bis nach Algerien, Usbekistan und den Iran, während gleichzeitig das Fleisch von über 100.000 Kälbern importiert wird. Dieser irre Kreislauf des Tierleids und der Umweltbelastung muss beendet werden. Ich bin sehr erfreut über den breiten Konsens, der beim Tierschutzgipfel für unsere Forderungen erreicht werden konnte. Die Regierung ist nun gefordert rasch das Wohl der Tiere und der heimischen Landwirte rechtlich bindend über den Profit einiger weniger zu stellen“ so Bohrn Mena abschließend.

Das Tierschutzvolksbegehren hat seine Unterstützungsphase mit Ende Juni erfolgreich beendet und startet mit dem Rückenwind von über 200.000 Unterstützungserklärungen, einem der besten Ergebnisse in der Geschichte der Volksbegehren, in seine finale Phase. Die Eintragungswoche wird vermutlich im Januar 2021 stattfinden wird.

Rückfragen & Kontakt:

Tierschutzvolksbegehren I +43 660 703 88 64

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