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Niederösterreich / Arbeitsmarkt / Jugend / Unternehmen

Land NÖ und Landesgesundheitsagentur verdoppeln Lehrstellenangebot

LH Mikl-Leitner: „Schaffen Lehrstellen in allen Regionen des Landes“

St. Pölten (OTS/NLK) - Die Situation am Arbeitsmarkt für Jugendliche und Lehrstellensuchende ist herausfordernd. Mit Stand Ende Mai waren beim Arbeitsmarktservice 1.308 Lehrstellensuchende vorgemerkt. Demgegenüber standen 664 offene Lehrstellen. Eine Umfrage des Landes Niederösterreich und der Sozialpartner unter 600 Lehrbetrieben hat ergeben, dass in Niederösterreich diesen Herbst rund 800 Lehrstellen weniger angeboten werden.

„Unsere Wirtschaftsbetriebe durchleben gerade eine äußerst herausfordernde Zeit. Und das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Lehrlingsausbildungsplätze in den Betrieben“, sagte dazu Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner am Sonntag in der Radiosendung „Niederösterreich im Gespräch“.

Heuer werden weniger Lehrstellenplätze, als das noch vor Covid-19 geplant war, zur Verfügung stehen. „Wir wissen aber, dass die Wirtschaft auch in Zukunft gut ausgebildete Fachkräfte benötigen wird“, so die Landeshauptfrau: „Es gibt viele junge Menschen, die auf der Suche nach einer Lehrstelle sind. Daher werden wir seitens des Landes unser Lehrstellenangebot auch massiv ausbauen. Wir werden unsere Lehrstellenausbildungsplätze in den nächsten drei Jahren verdoppeln, und dabei werden wir Lehrstellen anbieten, sowohl im Land Niederösterreich in der Verwaltung, als auch in der Landesgesundheitsagentur, in den Bereichen Verwaltungsassistenz, Bürokaufmann oder Bürokauffrau oder in der IT. Und es wird auch die Möglichkeit der Lehre mit Matura geben.“ Konkret verdoppeln das Land Niederösterreich und die Landesgesundheitsagentur die Anzahl der Lehrstellenplätze in den nächsten drei Jahren von derzeit insgesamt rund 250 auf 500 Plätze.

Das Besondere daran sei, „dass wir regional ausbilden, also direkt in den Dienststellen vor Ort, sei es in der Verwaltung, in unseren Landeskliniken oder in unseren Pflegeheimen“, betont Mikl-Leitner:
„Wir schaffen also Lehrstellen in allen Regionen des Landes – ganz im Sinne der Dezentralisierung.“ Am schnellsten gehe die Bewerbung online, weist sie hin: „Über die Web-Seiten des Landes und der Landesgesundheitsagentur“.
Bereits erfolgreich als Lehrling im Landesdienst tätig ist Alexander Rauscher, der seit 2019 als IT-Techniker beim Land arbeitet. „Das Land ist attraktiv als Dienstgeber, weil man sehr viele verschiedene Aufgaben hat, und man lernt, wie man mit Verantwortung umgeht“, berichtet er.

Neben dem Land Niederösterreich wird auch die Landesgesundheitsagentur ihre Lehrstellen ausbauen. Geschäftsführer Konrad Kogler sagt dazu, die NÖ Landesgesundheitsagentur werde in Zukunft 200 Lehrlingsplätze anbieten: „100 haben wir in der Vergangenheit angeboten, 100 werden wir jetzt zusätzlich anbieten.“ Etwa im Bereich der IT oder im Bereich der Verwaltungsassistenz:
„Junge Menschen haben hier die Chance, sich im Bereich der Gesundheit und der Digitalisierung weiter zu entwickeln und zu professionalisieren.“ Als größter Arbeitgeber im Bereich der Gesundheit verstehe man sich als „Partner für junge Menschen in diesem Land“, betont er, und darum wolle man den jungen Menschen „eine Perspektive für die Zukunft bieten“.

Neben dieser Offensive in der Lehrlingsausbildung hat das Land Niederösterreich gemeinsam mit dem AMS Niederösterreich bereits eine weitere Initiative ins Leben gerufen. So erhalten Betriebe drei Monate lang Einstellungsbeihilfen von bis zu 500 Euro, wenn sie junge Menschen anstellen, die heuer nach erfolgreicher Lehrabschlussprüfung aufgrund der Corona-Krise arbeitslos gemeldet sind. Darüber hinaus gibt es auch seitens der Bundesregierung einen Lehrlingsbonus in der Höhe von 2.000 Euro pro Lehrling für heimische Lehrbetriebe, die neue Lehrlinge aufnehmen. „Unser Ziel ist es, den Jungen alle Chancen zu geben“, so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner abschließend.

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