OTS0047 5 II 0285 NBU0001 Do, 28.Mai 2020
Raab / Frauen / Gesundheit / Gendermedizin

Frauenministerin Raab zum Welttag der Frauengesundheit: „Bundesregierung setzt auf Förderung der Gendermedizin“

Wissen um Unterschiede in der Symptomatik von Krankheiten wesentlich für Gesundheitsvorsorge

Wien (OTS) - „In Sachen Frauengesundheit muss es uns vor allem darum gehen, Frauen zu mehr gesunden Lebensjahren zu verhelfen. Denn wir wissen, dass Frauen zwar im Durchschnitt länger leben, zugleich aber weniger Lebensjahre in guter Gesundheit verbringen“, betont Frauenministerin Susanne Raab anlässlich des heutigen Welttags der Frauengesundheit.

„Der Schutz, die Förderung und Unterstützung von Frauen in jedem Alter und allen Lebenssituationen sind mir besonders wichtig“, sagt Raab und weist darauf hin, dass sich die Gesundheit von Frauen und Männern deutlich voneinander unterscheidet: Chronische Erkrankungen wie etwa Diabetes sind bei Frauen weiter verbreitet. Und auch in der Prävention zeigen sich Herausforderungen: Vorsorgeuntersuchungen werden von vielen Frauen noch nicht ausreichend genutzt, obwohl rechtzeitige Vorsorge - etwa bei Osteoporose oder Krebs – entscheidend für den Erfolg einer Behandlung sein kann.

Gendermedizin wegweisend für ganzheitliche Frauengesundheit

„Dass Frauen und Männer bei Krankheiten unterschiedliche Symptome zeigen können, rückt zum Glück immer mehr ins öffentliche Bewusstsein“, sagt die Ministerin. So wisse man etwa, dass sich ein Herzinfarkt bei Frauen ganz anders äußert als bei Männern. Raab: „Zur Erforschung dieser Tatsachen trägt die geschlechtsspezifische Erforschung und Behandlung von Krankheiten, die sogenannte Gendermedizin, erheblich bei. Daher haben wir uns im Regierungsprogramm auch auf die Förderung von Gendermedizin geeinigt.“

Denn auch wenn es immer mehr Wissen um die Unterschiede in der Symptomatik, aber auch etwa hinsichtlich der Wirkungsweise und Verträglichkeit von Arzneimitteln gebe, müsse hier noch mehr Forschungsarbeit passieren. „Nur so können korrekte Diagnosen gestellt und wirksame Therapien für Frauen und Männer gleichermaßen sichergestellt werden“, betont Frauenministerin Raab abschließend.

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