OTS0120 5 WI 0241 NGB0004 II Fr, 08.Mai 2020
Gewerkschaften / Jugend / Arbeitsmarkt / Lehrlinge / Burgenland

Jugendarbeitslosigkeit verhindern: ÖGJ Burgenland fordert Corona-Not-Ausbildungsfonds

Lehrstellen sichern und Überbetriebliche Ausbildung ausbauen

Eisenstadt (OTS) - „Jugendliche sind von Wirtschaftskrisen als erste und besonders stark betroffen. Das hat uns auch die Finanzkrise 2008 gezeigt“, sagt Ramona Pfneiszl, Jugendsekretärin im ÖGB Burgenland. Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen im Burgenland ist um fast 120 Prozent gestiegen. „Das ist katastrophal. Wenn die Bundesregierung jetzt nicht gegensteuert, werden wir in ein paar Jahren eine verlorene Generation haben“, so Pfneiszl. Im Burgenland sind derzeit 186 auf Lehrstellensuche, bei einem Angebot von nur 81 Lehrstellen. „Die Gewerkschaftsjugend fordert daher einen Corona-Not-Ausbildungsfonds, Anreize für Betriebe, um Lehrlinge auszubilden und mehr überbetriebliche Lehrstellen”, so die Gewerkschafterin.

Die Jugendlichen stehen aktuell im Spannungsfeld von gesetzlicher Ausbildungspflicht und aktueller Chancenlosigkeit am Lehrstellenmarkt. „Ein Ausweg aus der prekären Situation kann durch die ‚Überbetriebliche Lehre‘ getroffen werden“, sagt Michaela Kirschner von der überbetrieblichen Ausbildungseinrichtung DIALOG Bildungs- und Beratungsinstitut GmbH. „Mehren Lehrlingen wurden bereits zugesagte Lehrstellen in der Wirtschaft wieder abgesagt. Verzweifelte Eltern erkundigen sich beim DIALOG-Team nach Alternativen zu verlorenen Lehrplätzen, ebenso wie sich FilialleiterInnen besorgt um Lehrlinge zeigen, welche von deren Firmen gekündigt wurden.“ Was es jetzt brauche seien zusätzliche Plätze in den Überbetrieblichen Ausbildungseinrichtungen und Praktikumsplätze in den Betrieben.

Die Regierung muss rasch handeln, um jungen Menschen eine Ausbildung zu ermöglichen und ihnen eine Perspektive zu bieten, fordert Pfneiszl: „Es kann nicht sein, dass einer ganzen Generation die Zukunft verbaut wird.“

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ÖGB Burgenland
Ramona Pfneiszl
ramona.pfneiszl@oegb.at
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