OTS0097 5 II 0469 JEW0001 Fr, 08.Mai 2020
Budget / Entwicklungshilfe / International / Soziales / Katastrophen

Regierung muss Corona-Soforthilfepaket gegen drohende Armuts- und Hunger-Pandemie beschließen

Jugend Eine Welt: Entwicklungshilfe signifikant ausbauen inkl. Investitionen in Bildung/Ausbildung - Millionen junger Menschen könnten Schulplatz verlieren

Wir steuern nicht nur auf die größte Wirtschaftskrise seit 100 Jahren zu, sondern auch auf eine dramatische Armuts- und Hunger-Pandemie, die mehr Menschenleben kosten könnte als Covid-19 und absehbar neue Flüchtlingsströme auslösen würde. Hier muss dringend gegengesteuert werden!
Reinhard Heiserer, Geschäftsführer Jugend Eine Welt

Wien (OTS) - Die Hilfsorganisation Jugend Eine Welt unterstützt die heutige Forderung des NGO-Dachverbandes „Globale Verantwortung“ nach einem Corona-Soforthilfepaket in Höhe von 100 Mio Euro mit aller Kraft. „Wir steuern nicht nur auf die größte Wirtschaftskrise seit 100 Jahren zu, sondern auch auf eine dramatische Armuts- und Hunger-Pandemie, die mehr Menschenleben kosten könnte als Covid-19 und absehbar neue Flüchtlingsströme auslösen würde. Hier muss dringend gegengesteuert werden!“, so Jugend Eine Welt-Geschäftsführer Reinhard Heiserer.

Prognosen zufolge wird die Anzahl extrem armer Menschen aufgrund der Corona-Pandemie um bis zu 500 Millionen auf über eine Milliarde ansteigen. Schon jetzt hungern in den armen Ländern des Südens Millionen Menschen, die aufgrund der zahlreichen Lockdowns keinerlei Einkommen mehr haben und über kein soziales Auffangnetz verfügen. Zudem werden die landwirtschaftlichen Erträge in vielen Regionen absehbar massiv zurückgehen. 250 Millionen könnten noch im Jahr 2020 an Hunger sterben, warnte im April der „Global Report on Food Crises“, der von einem Konsortium internationaler Organisationen, darunter Unicef und FAO herausgegeben wurde.

Entwicklungshilfe signifikant ausbauen

Als erster Schritt sollte ein großzügiges Corona-Soforthilfepaket die schlimmsten Folgen der COVID-19 Pandemie noch in diesem Jahr abschwächen helfen, fordern die Hilfsorganisationen. Gleichzeitig muss das Budget der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit ab 2021 signifikant angehoben werden, wie im Regierungsprogramm vorgesehen. Jugend Eine Welt betont in diesem Zusammenhang insbesondere die Bedeutung von Investitionen in Bildung und Ausbildung junger Menschen. „In erster Linie geht es momentan um Hungerbekämpfung, um akut Leben zu retten. Doch wir machen uns auch große Sorgen, dass Millionen junge Menschen aufgrund der Corona-Krise die Schule bzw. ihre Ausbildung abbrechen müssen“, sagt Reinhard Heiserer. „Corona löst in vielen Entwicklungsländern einen Teufelskreis aus: Auch wenn die Ausbildungseinrichtungen wieder aufgesperrt werden, können arme bzw. arbeitslose Eltern ihre Kinder nicht mehr hinschicken, weil sie sich das Schulgeld nicht mehr leisten können. Ohne Schulgelder können jedoch die Lehrergehälter nicht weiter bezahlt werden. Ein Projektpartner in Mexiko berichtete, dass schon jetzt drei Schulen deshalb schließen mussten. Andere Partner, zb. in Ecuador, Panama oder Indien wissen nicht, ob sie wegen fehlender Budgets überhaupt je wieder aufsperren können. Das ist eine äußerst besorgniserregende Entwicklung, die die Zukunftsperspektiven unzähliger junger Menschen gefährdet. Wir dürfen die Ärmsten der Armen in dieser historischen Notsituation nicht im Stich lassen!“

Spenden werden verdoppelt!

Jugend Eine Welt unterstützt weltweit zahlreiche Corona-Hilfsprojekte, siehe www.jugendeinewelt.at

Dank der Großzügigkeit zweier Spender werden bis Ende Mai alle Spenden bis zu einem Gesamtbetrag von 150.000 verdoppelt! Bitte helfen Sie uns, diese Summe zu erreichen. Jeder Beitrag zählt!

Jugend Eine Welt-Spendenkonto
Kennwort „Corona-Hilfe – Verdoppelungs-Aktion“
IBAN: AT66 3600 0000 0002 4000; BIC: RZTIAT22
oder Online spenden auf www.jugendeinewelt.at

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Angelika Gerstacker
Jugend Eine Welt / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
+43(0)664/62 170 39;
angelika.gerstacker@jugendeinewelt.at
www.jugendeinewelt.at

***OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT***

OTS0097 2020-05-08/11:27