OTS0136 5 II 0450 NEF0003 Fr, 24.Apr 2020
Wirtschaft und Finanzen / Wien / Kriminalität / Sicherheit / Handel

Gesundheitstipps mit Angstmache vermischt – SWV übt Kritik an BMI

Neue BMI-Kampagne „Marktbesuch corona-tauglich gestalten“ warnt vor Taschendieben

Wien (OTS) - Das Bundesministerium für Inneres hat seine neue Kampagne für die Sicherheit auf Österreichs Märkten präsentiert. In einem Flyer, der auf den Märkten verteilt werden soll, ist davon die Rede den Marktbesuch „corona-tauglich“ zu gestalten. Tatsächlich drehen sich nur sieben der insgesamt vierzehn Tipps um Maßnahmen, wie man sich vor Corona schützen kann. Die restlichen sieben Hinweise warnen vor Diebstählen der Wertgegenstände und vor Fremden, die nach dem Weg fragen.

Märkte sind wichtige Nahversorger

„Ich bin verblüfft über die angebliche Gefährlichkeit von Österreichs Märkten, die hier propagiert wird“, sagt Akan Keskin, Spartenobmann Handel SWV Österreich. „Dieser Flyer des Bundesministeriums für Inneres stellt die Märkte Österreichs als Brutstätten der Kriminalität dar. Dabei sind wir eine Brutstätte der Kreativität. Auf den Märkten werden geniale Innovationen vorgenommen. Die Märkte sind und bleiben wichtige Nahversorger. Jeden Tag begegne ich unglaublicher Herzenswärme. Gerade während der Corona-Krise sind Wiens Standler über sich hinausgewachsen und haben Stammkunden und Neukunden trotz aller Einschränkungen weiter versorgt.“ Als Beispiel führt Keskin das in kürzester Zeit auf die Beine gestellte Projekt Marktlieferung Wien an, durch das die Versorgung der Wiener Bevölkerung trotz der Ausgangsbeschränkungen garantiert werden konnte.

EPU und KMU koordinierten Hilfe für Konsumenten

„Dank Marktlieferung Wien konnten Menschen versorgt werden, deren Bestellungen von großen Supermarktketten ohne Angabe von Gründen storniert oder in weite Zukunft verschoben wurden. Diese Menschen haben uns voller Verzweiflung kontaktiert. Wir sind stolz darauf, dass wir ihnen schnell helfen konnten“, sagt Keskin.

Regierung muss EPU und KMU einbeziehen

Es ist nicht das erste Mal in den letzten Wochen, dass die Bundesregierung die klein- und mittelständischen Unternehmen derart vor den Kopf stößt. In einer der ersten Pressekonferenzen zur Maskenpflicht erwähnte Bundeskanzler Kurz, dass er bereits eine Woche – also sieben Tage – vor der offiziellen Verkündung Kontakt zu den großen Supermarktketten aufgenommen hatte, um sie über die neuen Regeln zu informieren. Dieselbe Kulanz kam allerdings nicht den KMUs zu. Sie hatten keinerlei Vorbereitungszeit, um sich auf die neue Maskenpflicht einzustellen. Vorabkäufe waren für sie nicht möglich. Dass die Bundesregierung derart offensichtlich Großunternehmen bevorzugt, ist beschämend. Dass die Bundesregierung nun eine perfide Informationskampagne fährt, in welcher der Bevölkerung offensichtlich Angst vor einem Marktbesuch gemacht wird, ist allerdings erschreckend.

Österreichs Märkte sind sicher

„Ich versichere allen Österreicherinnern und Österreichern, allen, die hier leben und allen, die hierher reisen, dass unsere Märkte sicher sind, dass es hier wahre Perlen von Menschen gibt und vor allem dass wir uns immer weiter verbessern werden, um der Nahversorger Ihres Vertrauens zu bleiben“, so Obmann Keskin.

Rückfragen & Kontakt:

Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband
KommR Akan Keskin
Tel.: 0664 356 73 04
E-Mail: akan.keskin@swv.org

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