OTS0068 5 II 0622 PHO0001 XI Mi, 08.Apr 2020
Bildung / Karriere / Hochschulwesen / Kunst

Endlich erreicht: Ab WS 2020 gibt es wieder eine Ausbildung für BE-Lehrerinnen und -Lehrer!

Wien (OTS) - Mit dem Start der PädagogInnenbildung NEU im WS 2015 lief die bisher von der Pädagogischen Hochschule Steiermark angebotene Ausbildung für das Fach Bildnerische Erziehung aus. Nun, nach fünf Jahren harten Ringens und zäher Verhandlungen, gibt es endlich grünes Licht für eine voll akademische Ausbildung für das Fach Bildnerische Erziehung.

Die neue Ausbildung für die meisten Unterrichtsfächer der Sekundarstufe Allgemeinbildung wurde ab 2012, wie vom Gesetzgeber gefordert, von den Universitäten und Pädagogischen Hochschulen im Entwicklungsverbund Süd-Ost (Steiermark, Kärnten und Burgenland) gemeinsam entwickelt und vor fünf Jahren gestartet. Nur für das Fach „Bildnerische Erziehung“ konnte lange Zeit kein Partner aus dem universitären Bereich gefunden werden.

Regionale Kooperation ermöglicht neues BE-Studium

„Nach langen Diskussionen und erfolglosen Verhandlungen mit Kunstuniversitäten anderer Bundesländer konnten wir dank der Flexibilität und Expertise unserer Partner im Entwicklungsverbund Süd-Ost wieder eine regionale Kooperation schmieden“, freut sich Rektorin Dr.in Elgrid Messner von der Pädagogischen Hochschule Steiermark. Die Lehrveranstaltungen für das Fach Bildnerische Erziehung werden von der Pädagogischen Hochschule Steiermark, der Kunstuniversität Graz, der Universität Graz und der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Graz in Graz angeboten. Wie jene aller anderen Sekundarstufenfächer besteht auch die BE-Ausbildung aus einem achtsemestrigen Bachelor- und einem anschließenden Masterstudium. Damit erhält die Steiermark nicht nur eine weitere erstklassige Ausbildungsmöglichkeit im Bereich der Pädagog/innenbildung, sondern auch das seit Jahrzehnten von der Szene geforderte Angebot einer Ausbildung für bildende Künstlerinnen und Künstler auf universitärem Niveau.

Das Studium umfasst u. a. Module aus künstlerischer Praxis, Kunst- und Kulturtheorie, Didaktik und Vermittlung, Recherche, Reflexion und Präsentation sowie Schulpraxis. Wie in allen Lehramtsstudien sind die Kernelemente der Profession – adressatengerechte Unterrichtssprache, inklusive Grundhaltung und Kompetenz im Umgang mit Diversität, Medienkompetenz, Global Citizenship Education – in allen Modulen integriert.

Neue Professuren …

Die einzelnen Institutionen bringen ihre jeweiligen Stärken in die Kooperation ein: Die PH Steiermark übernimmt den fachwissenschaftlichen, fachdidaktischen sowie den schul-praktischen Anteil, die Kunstuniversität Graz den künstlerischen und die Universität Graz den kunsthistorischen; fachdidaktische Lehrveranstaltungen werden auch von der Kirchlich Pädagogischen Hochschule Graz abgehalten.

An der Pädagogischen Hochschule Steiermark und der Kunstuniversität Graz wurden bzw. werden neue Professuren eingerichtet: An der PH Steiermark wurde MMag.a Brigitte Kovacs, PhD zur Hochschulprofessorin für ästhetisch-künstlerische Bildung berufen. Die ausgebildete Kunsterzieherin hat nach ihrer Lehramtsausbildung an der Akademie der bildenden Künste in Wien ein Studium der bildenden Kunst an der „Angewandten“ in Wien sowie am Royal Institute of Art in Stockholm und weitere einschlägige Ausbildungen absolviert. Sie war u. a. als Kunsterzieherin an mehreren Schulen und fünf Jahre lang als Universitätsassistentin am Institut für zeitgenössische Kunst der TU Graz sowie im Bereich der Kunst- und Kulturvermittlung tätig. Ihr künstlerisches Oeuvre umfasst u. a. fotografische Werke, Performances und literarische Produktionen; sie war und ist auf internationalen Ausstellungen und künstlerischen Events vertreten.

An der Kunstuniversität Graz soll in Kürze eine Stiftungsprofessur installiert werden, die mit einem/einer einschlägig ausgewiesenen Künstler/in besetzt werden soll.

… und neue Locations

Wegen der speziellen Anforderungen des BE-Studiums wurden zusätzliche Räumlichkeiten in der Anzengrubergasse 4–6 angemietet, die auch für das Studienfach „Technische und Textile Gestaltung“ genützt werden können. Dort werden Werkstätten und Ateliers für verschiedenste künstlerische Verfahren eingerichtet; der Einzug war ursprünglich für Mai vorgesehen, wird sich aber nun aufgrund der COVID-19-Krise verzögern.

Anmeldung bis 15. Mai

Wie für alle Lehramtsstudien sind auch die Studienplätze für das Fach Bildnerische Erziehung beschränkt. Vor Studienantritt muss der Nachweis der künstlerischen Eignung erbracht werden – in Form einer Mappe mit eigenen Arbeiten und durch die Bearbeitung von Aufgabenstellungen. Im Rahmen eines Gesprächs mit der Prüfungskommission müssen die Bewerber/innen zudem über ihre Motivation und ihre kulturellen Interessen Auskunft geben.

Eine Anmeldung ist online unter www.zulassunglehramt.at bis 15. Mai möglich.

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Nina Ofenauer
Öffentlichkeitsarbeit
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