OTS0005 5 II 0440 HKN0001 CI Sa, 28.Mär 2020
Pflege / Teschl-Hofmeister / Pozdena / Wirtschaftskammer / Niederösterreich

24-Stunden-Betreuung: Land NÖ und WKNÖ organisieren Sonderflüge, um Betreuerinnen ins Land zu bringen

LR Teschl-Hofmeister lobt Zusammenarbeit, Obmann Pozdena fordert Schnelltests: „Personenbetreuer sind systemrelevante Personen“

St. Pölten (OTS) - Unermüdlich im Einsatz sind in diesen Tagen auch jene, die 33.000 Menschen in Österreich im Rahmen der 24-Stunden-Pflege betreuen. „In NÖ gibt es rund 8.000 Menschen, die so betreut werden. In 70 Fällen wird es in absehbarer Zeit Betreuungsprobleme geben, die es zu lösen gilt“, erklärt Robert Pozdena, Obmann der Personenbetreuer in der WKNÖ und betont: „Wir sind bestens organisiert, stehen in engem Kontakt mit Land Niederösterreich und NÖ Pflegehotline und versuchen wirklich alles, um die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher flächendeckend betreuen zu können.“

Die Maßnahmen, die die Fachgruppe gemeinsam mit dem Land Niederösterreich dabei setzt, sind umfangreich. „Am Montag landen mit Sondergenehmigung die ersten beiden Maschinen in Schwechat, die 250 Betreuerinnen aus Rumänien und Bulgarien nach Österreich bringen“, geben der Obmann und Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister Auskunft. Der Flug wird vom Land Niederösterreich bezahlt. Die Wirtschaftskammer übernimmt die Kosten der 14-tägigen Quarantäne, die die Betreuerinnen in einem niederösterreichischen Hotel verbringen werden. „Die Quarantäne ist leider notwendig, weil die Gruppe der Personenbetreuer nicht als systemrelevant anerkannt wird, und somit keinen Zugang zu Schnelltests hat. Das gehört aber schnellstens korrigiert. Denn die Quarantäne kostet nicht nur Geld, sondern vor allem auch wertvolle Zeit, die verstreicht, ehe die Betreuerinnen ihre dringend benötigte Arbeit aufnehmen können“, fordert der Obmann die zuständige Bundespolitik zum Handeln auf.

Gerade in Zeiten der Krise zeige sich die große Wichtigkeit der 24-Stunden-Betreuung für die Versorgung der Menschen im Land. „Dieses Modell hat das geringste Infektionsrisiko für die betreuten Personen und die beste Möglichkeit, sich um die Menschen 1 zu 1 in ihrer gewohnten Umgebung kümmern zu können“, ist sich Pozdena sicher, dass die Berufsgruppe der Personenbetreuer gestärkt aus der Krise hervorgehen wird. „Dieses Betreuungsmodell ist die Zukunft. Das zeigen auch die zahlreichen positiven Nachrichten, die wir, gerade auch jetzt, von dankbaren Angehörigen erhalten.“

„Für uns in Niederösterreich ist vorrangig, dass auch in fordernden Zeiten die Pflege und Betreuung in unserem Bundesland bestmöglich gesichert ist. Deshalb ist es mir ein großes Anliegen, zusammen mit der Fachgruppe der Wirtschaftskammer, hier auch seitens des Landes volle Unterstützung zu geben und entsprechende Maßnahmen zu setzen, um die Pflegebedürftigen in unserem Land weiterhin gut versorgt zu wissen", so Landesrätin Teschl-Hofmeister, die zusätzlich auch die Kapazitäten der NÖ Pflegehotline (02742/9005 9095) als Anlaufstelle für Anfragen, Auskünfte und Weitervermittlung erhöht hat.

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