OTS0190 5 CI 0265 NSO0004 II Do, 19.Mär 2020
Coronavirus / Justiz / Familie / Kinder / Soziales

ANSCHOBER / ZADIC: Auch in der Krise Lebensrealitäten von Menschen in den Mittelpunkt stellen!

Kinder können ihre voneinander getrennt lebenden Eltern weiterhin besuchen

Wien (OTS) - Im Zusammenhang mit den am Sonntag über den Erlass des Gesundheitsministeriums getroffenen Maßnahmen, die für die Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus notwendig waren, stellen sich viele Fragen wie das Zusammenleben in Zeiten der Coronakrise organisiert werden soll. Die Besuchsregelungen für Kinder bei getrennt lebenden Eltern sollen jedenfalls durch die Maßnahmen nicht längerfristig unterbunden sein. Der Erlass des Gesundheitsministeriums, der bis Montag, 22.3.2020 gilt, hat das bislang für diesen Fall zwar nicht explizit eine Ausnahme festgeschrieben, aber gemeinsam mit dem Justizministerium, Gesundheitsministerium und dem Familienministerium wurde vereinbart, dass hier Klarheit geschaffen wird und diese Ausnahme aufgenommen wird.

Gesundheitsminister Rudi Anschober: „Auch bei getrennt lebenden Eltern muss ein Besuch der eigenen Kinder weiterhin möglich sein. Bei den aktuell harten Maßnahmen, die notwendig sind, um das Virus in Österreich einzudämmen, dürfen wir die unterschiedlichen Lebensrealitäten von Familien nicht aus den Augen verlieren und haben jetzt eine praxisnahe und familienfreundliche Lösung gefunden.“

Justizministerin Alma Zadic: „Die Coronakrise stellt unsere gesamte Gesellschaft vor riesige Herausforderungen. Das betrifft insbesondere auch Familien mit Kindern. Es stellen sich zu Recht viele Fragen, wie wir unser Zusammenleben organisieren sollen. Deswegen bin ich sehr froh, dass wir gemeinsam klären konnten, dass Kinder weiterhin beide Eltern sehen können – auch wenn diese nicht in einer Lebensgemeinschaft leben. Das ist eine praktikable Regelung, die das Wohl des Kindes in den Vordergrund stellt.“

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