OTS0188 5 II 0277 NEK0003 Mi, 12.Feb 2020
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NEOS zu Zugangshürden für Lehrlinge

Schellhorn/Künsberg: „Das wird wieder viele motivierte junge Leute abschrecken. Das ist, gerade in Zeiten des Fachkräftemangels, absolut zukunftsvergessen.“

Wien (OTS) - Motivationsschreiben, verpflichtende Eingangsberatung und eine Potenzialanalyse sowie eine Eingangsphase mit „Auffrischungskursen“ in Deutsch und Mathematik sollen künftig notwendig sein, um eine Lehre mit Matura machen zu dürfen. Diese Pläne von Bildungsminister Faßmann empören NEOS-Wirtschaftssprecher Sepp Schellhorn und NEOS-Bildungssprecherin Martina Künsberg Sarre: „Da wird man wieder viele motivierte junge Leute abschrecken. Das ist, gerade in Zeiten des Fachkräftemangels, absolut zukunftsvergessen. Lehrlinge und auch Unternehmerinnen und Unternehmer brauchen keine zusätzlichen Hürden, sondern jede Unterstützung, die sie bekommen können.“

Statt den Lehrlingen und den Unternehmen, die sie ausbilden, noch zusätzliche Steine in den Weg zu legen, „soll der Staat die Unternehmen lieber dabei unterstützen, Fachkräfte auszubilden“, so Schellhorn. „Lehre mit Matura ist eine Maßnahme, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken – wenn Faßmann Nachhilfe darin braucht, wie das System auch ohne Hürden funktionieren kann, muss er nur in die Schweiz schauen.“

Dass sich die Wirtschaftskammer so gar nicht zu dem Thema äußerst, verwundert Schellhorn sehr: „Immerhin muss auch Multipräsident Mahrer klar sein, dass jeder ausgelernte Lehrling eine fertige und wertvolle Fachkraft ist.“

„Ein Bildungsangebot wird dann als attraktiv wahrgenommen, wenn nach Abschluss möglichst viele Wege offen stehen“, sagt auch NEOS-Bildungssprecherin Martina Künsberg Sarre. „Aus diesem Grund wurde die ,Lehre mit Matura‘ ja geschaffen.“ In Österreich wird diese jedoch nur von zirka 6 Prozent der Lehrlinge genutzt – in der Schweiz sind es 20 Prozent. „Deshalb ist das bisherige System dahingehend auszubauen, dass für alle Lehrberufe eine Lehre mit Matura leichter möglich ist – nicht noch schwerer.“

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