OTS0011 5 II 0365 WWF0001 CI Mi, 01.Jän 2020
Bundesregierung / Umwelt / Klima / Koalition

WWF: Neue Bundesregierung muss Österreich wieder zum Umweltmusterland machen

Neujahrsappell an künftige Koalition: Umweltschutzorganisation fordert nachhaltige Trendwende – Österreich muss in Zukunft klimafit und naturverträglich regiert werden

Stillstand und Symbolpolitik hatten wir lange genug. Jetzt müssen wirksame Maßnahmen kommen, damit Österreich wieder zu einem echten Umweltmusterland wird. Unser Land muss klimafit und naturverträglich regiert werden.
Hanna Simons, WWF Österreich

Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisation WWF fordert von der künftigen Bundesregierung eine ambitionierte Umwelt- und Klimapolitik, die Österreich vom säumigen Nachzügler zum internationalen Vorreiter macht. Stillstand und Symbolpolitik hatten wir lange genug. Jetzt müssen wirksame Maßnahmen kommen, damit Österreich wieder zu einem echten Umweltmusterland wird. Unser Land muss klimafit und naturverträglich regiert werden. Dazu gehört auch ein neuer Stil der Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft“, sagt Hanna Simons, Leiterin Natur- und Umweltschutz beim WWF Österreich. Daher werde der WWF auch das neue Regierungsprogramm einem umfassenden Öko-Check unterziehen und laufend auf Fortschritte und Defizite überprüfen. „Alle Maßnahmen müssen kompatibel mit dem Pariser Klimaschutzabkommen und den internationalen Naturschutzverpflichtungen Österreichs sein. Dazu müssen sich beide Koalitionspartner klar bekennen“, nennt Simons ein wichtiges Kriterium.

Klimapolitisch muss die neue Bundesregierung einen umfassenden Ausstieg aus fossilen Energien einleiten, umweltschädliche Subventionen abbauen und das Steuersystem ökosozial umbauen - unter anderem mit einer fairen CO2-Bepreisung samt entlastendem Öko-Bonus. „Bisher subventioniert die Politik Umweltzerstörung anstatt umweltfreundliches Verhalten zu belohnen. Das setzt völlig falsche Anreize für die Menschen“, kritisiert Simons. Zudem braucht es ein großes Energiesparprogramm, einen konsequent naturverträglichen Ausbau Erneuerbarer Energien mit einer Solaroffensive sowie eine Mobilitätswende, die an den Wurzeln der Probleme ansetzt – vom Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel über eine Rad-Offensive bis zur Umstellung auf emissionsfreie Fahrzeuge und der Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene.

Anders als unter früheren Bundesregierungen muss der Natur- und Artenschutz deutlich mehr Gewicht erhalten. „Die neue Koalition muss sicherstellen, dass die letzten unberührten Flüsse geschützt und bereits beschädigte Gewässer schrittweise saniert werden. Dafür sind rasch zusätzliche Mittel notwendig“, erläutert Hanna Simons. Dasselbe gilt für den lange vernachlässigten Schutz der Biodiversität und der Naturräume in den Alpen. „Im Kampf gegen die Klimakrise und das Artensterben brauchen wir neue großflächige Schutzgebiete wie Nationalparks und Wildnisgebiete. Parallel dazu muss der viel zu hohe Bodenverbrauch zurückgedrängt werden. Gletscherzerstörungen wie in Tirol sind konsequent zu verhindern. Dafür braucht es stärkere Gesetze und höhere Umweltstandards“, fordert die WWF-Expertin.

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