OTS0012 5 II 0295 SPK0002 Di, 31.Dez 2019
SPÖ / Hammerschmid / Bildung / Koalitionsverhandlungen

Koalitionsverhandlungen – Hammerschmid sorgt sich um Realisierung wichtiger Projekte für SchülerInnen

Zweifel an Fortschrittlichkeit in Bildungspolitik unter Faßmann – Grüne halten offenbar nicht mehr an eigenen Bildungszielen fest

Wien (OTS/SK) - Zu den in verschiedenen Medien kolportierten Personalia der künftigen türkis-grünen Koalition sagt SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst: „Allem Anschein nach wird Kurz-Vertrauter Faßmann erneut zum Bildungsminister berufen. Das weckt berechtigte Zweifel daran, ob die Bildungspolitik der künftigen Regierung innovativ, zeitgemäß und im Sinne der Chancengerechtigkeit unserer Kinder gestaltet werden wird.“ Hammerschmid sorgt sich insbesondere darum, welche Konsequenzen dies für wichtige Projekte wie den Ausbau der Ganztagsschule, der unter Türkis-Blau stark gebremst wurde, und für eine moderne Pädagogik bedeuten würde, wenn das Bildungsministerium erneut in ÖVP-Hand ist. Die SPÖ-Bildungssprecherin erinnert zudem an weitere Maßnahmen, die Faßmann insbesondere im schulischen Bereich gesetzt hat, und die „für die Chancen unserer Kinder keine Verbesserung bedeutet haben“. Beispiele dafür sind der Zwang zu Ziffernnoten, der Leistungsdruck schon bei den Kleinsten bedeutet, die Wiedereinführung des Sitzenbleibens, das Abziehen von 1.500 AHS-LehrerInnen von den Mittelschulen oder die Einführung von Deutschklassen, die von zahlreichen ExpertInnen kritisiert wurde. ****

„Ein Bildungsministerium in ÖVP-Hand lässt vermuten, dass die Grünen ihr eigenes Ziel - die beste Bildung für alle Kinder - dem Koalitionsabkommen geopfert haben. In meiner Regierungszeit waren sie mir in der Realisierung des Bildungsreformpakets, in dem auch die Modellregionen zur Gemeinsamen Schule verankert wurden, der zentrale Mitstreiter“, so die SPÖ-Bildungssprecherin.

Hammerschmid ruft erneut dazu auf, einen parteienübergreifenden nationalen Bildungskonvent zu installieren, um gemeinsam mit ExpertInnen, SchülerInnen, PädagogInnen und Eltern Bildungsziele zu entwickeln, die über Regierungswechsel hinweg gültig sein sollen. „Bildungspolitik darf nicht länger eine Politik von Kompromissen zum Nachteil der Kinder sein – es geht um ihre Zukunft!“, so die SPÖ-Bildungssprecherin. (Schluss) bj

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