OTS0105 5 KI 0343 NEF0005 CI Fr, 13.Dez 2019
Tiere / Behinderte / Soziales / Gesellschaft / Gesundheit

Psychisch Erkrankte wartet vergeblich auf's Christkind

Ein PTBS-Signalhund könnte Melanies Therapie unterstützen, doch dieser kostet rund 25.000,- Euro

  • Man wird oft nicht ernst genommen und von seinen Mitmenschen und sogar von manchen Ärzten belächelt.
    Melanie R.
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  • Im Gegensatz zu einem gewöhnlichen Familienhund darf ein geprüfter Assistenzhund mich zum Beispiel in öffentliche Gebäude begleiten und ist von der Leinen- und Maulkorbpflicht ausgenommen. Sonst könnte er mir ja nicht helfen.
    Melanie R.
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  • Wenn die Menschen etwas von einer psychischen Erkrankung hören, denken sie häufig man übertreibt oder man solle sich mal nicht so anstellen. Die wenigsten wissen, dass bei vielen psychischen Erkrankungen reale körperliche Symptome wie beispielsweise eine Lähmung oder ein Ohnmacht-ähnlicher Zustand auftreten. Teilweise urplötzlich, das ist richtig gefährlich!
    Cornelia Reithner
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Linz (OTS) - Melanie ist 26 Jahre alt und leidet an einer psychischen Erkrankung. Das ist besonders tückisch, denn von außen sieht man ihr nichts an. "Man wird oft nicht ernst genommen und von seinen Mitmenschen und sogar von manchen Ärzten belächelt." erzählt die Linzerin resigniert.

Es gibt besonders ausgebildete Signalhunde für psychisch erkrankte Menschen. Ein solcher soll Melanie bald im täglichen Leben unterstützen. Ihr Signalhund lernt sie (ähnlich wie ein Blindenführhund) an sichere Orte zu führen wenn sie sich aus Eigeninitiative nicht mehr bewegen kann. Weiters lernt er selbstverletzendes Verhalten zu unterbrechen, sie nachts aus Albträumen zu wecken und das Licht einzuschalten. Er gibt durch Körperkontakt Sicherheit und wirkt beruhigend - was auch eine vorbeugende Wirkung hat.

"Im Gegensatz zu einem gewöhnlichen Familienhund darf ein geprüfter Assistenzhund mich zum Beispiel in öffentliche Gebäude begleiten und ist von der Leinen- und Maulkorbpflicht ausgenommen. Sonst könnte er mir ja nicht helfen." erklärt Melanie.

Wenn alles gut geht, könnte schon Ende 2020 ein in Frage kommender Hund die staatliche Prüfung absolvieren. Derzeit ist "Milo", ein schwarzer Barbet Rüde, erst ca. 9 Monate alt und befindet sich beim Verein FairTrained Assistenzhunde noch in Ausbildung. Ab einem Alter von 1,5 Jahren darf er zur Prüfung antreten, vorausgesetzt die tierärztlichen Befunde sind einwandfrei.

Die langwierige Ausbildung des Hundes ist teuer: rund € 21.000,- Euro sind noch offen. Obwohl Melanie und ihre Familie bei verschiedenen Stellen um finanzielle Unterstützung gebeten haben, konnte der Hund bisher nicht finanziert werden.

Cornelia Reithner, Obfrau von FairTrained ist darüber nicht verwundert. "Wenn die Menschen etwas von einer psychischen Erkrankung hören, denken sie häufig man übertreibt oder man solle sich mal nicht so anstellen. Die wenigsten wissen, dass bei vielen psychischen Erkrankungen reale körperliche Symptome wie beispielsweise eine Lähmung oder ein Ohnmacht-ähnlicher Zustand auftreten. Teilweise urplötzlich, das ist richtig gefährlich!" Vielleicht hat das Christkind noch ein Einsehen und ermöglicht der Linzerin ein lebenswerteres Leben mit Assistenzhund.

Rückfragen & Kontakt:

Verein FairTrained Assistenzhunde
www.fairtrained.at
info@fairtrained.at
Cornelia Reithner
06504299924

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