OTS0010 5 WI 0390 CDR0001 WB Mi, 04.Dez 2019
Arbeitsmarkt / KMU / Konjunktur / Wirtschaft und Finanzen / Unternehmen

Creditreform KMU-Umfrage zur Personalentwicklung in Österreich, Herbst 2019:

- Personalentwicklung weniger dynamisch - 22,2% der Unternehmen schafften neue Arbeitsplätze, 13,3% bauten ab - Nur mehr leichte Beschäftigungszunahme zu erwarten

Wien (OTS) - Dank der stabilen Konjunktur bleibt auch die Personalentwicklung bei den österreichischen Klein- und Mittelunternehmen stabil, wenn auch weniger dynamisch als im Vorjahr, wie eine aktuelle Creditreform-Umfrage unter 1.500 österreichischen Unternehmen im Herbst 2019 zeigt.

Der Saldo aus mehr und weniger Personal erreichte einen Wert von plus 8,9 Prozentpunkten (Vorjahr: plus 16,3 Prozentpunkte). So haben 22,2 Prozent der mittelständischen Unternehmen (Vorjahr: 26,8 Prozent) neue Arbeitsplätze geschaffen, dagegen verkleinerte sich bei 13,3 Prozent (Vorjahr: 10,5 Prozent) der Personalstock.

Mehr Jobs im Bau und im Handel

Überdurchschnittlich einstellungsfreudig waren die Branchen Bau (26,8 Prozent; Vorjahr: 29,3 Prozent) und Verarbeitendes Gewerbe (25,0 Prozent; Vorjahr: 39,6 Prozent), in denen etwa jeder vierte Befragte sein Personal aufstockte. Allerdings meldete auch jeder fünfte Betrieb (20,4 Prozent; Vorjahr: 9,4 Prozent) des Verarbeitenden Gewerbes einen Personalrückgang, sodass der Beschäftigungssaldo hier nur plus 4,6 Prozentpunkte erreichte (Vorjahr: plus 30,2 Prozentpunkte). Die Baubranche hatte am wenigsten mit Personalrückgängen zu kämpfen (7,3 Prozent; Vorjahr: 6,1 Prozent), so dass der Saldo hier plus 19,5 Prozentpunkte (Vorjahr: plus 23,2 Prozentpunkte) erzielte und damit deutlich über den Ergebnissen aller übrigen Wirtschaftsbereiche liegt. Als einzige Branche konnte der Handel im Jahresverlauf seinen Personalsaldo verbessern: von plus 3,1 Prozentpunkten im Herbst 2018 auf heuer plus 10,1 Prozentpunkte.

Nur mehr leichte Beschäftigungszunahme

Die Zahl der Mitarbeiter in den mittelständischen Unternehmen wird sich wahrscheinlich in den nächsten Monaten in geringerem Umfang als vor einem Jahr erhöhen. Der Erwartungssaldo beträgt derzeit plus 2,2 Prozentpunkte (Vorjahr: plus 14,4 Prozentpunkte). Neue Arbeitsplätze schaffen möchten 15,3 Prozent der Befragten (Vorjahr: 23,0 Prozent). Von einer Verringerung ihres Personalstocks gehen dagegen 13,1 Prozent (Vorjahr: 8,6 Prozent) aus Überdurchschnittlich einstellungsfreudig zeigen sich die Branchen Verarbeitendes Gewerbe (18,5 Prozent; Vorjahr: 30,2 Prozent), Bau (17,1 Prozent; Vorjahr: 22,0 Prozent) und Dienstleistungen (16,2 Prozent; Vorjahr: 21,4 Prozent). Den besten Erwartungssaldo erzielte mit plus 6,2 Prozentpunkten die Dienstleistungsbranche (Vorjahr: plus 11,3 Prozentpunkte). Beim Verarbeitenden Gewerbe und beim Handel halten sich Personalzuwächse und -abnahmen die Waage, der Erwartungssaldo beträgt somit jeweils 0,0 Prozentpunkte. Im Jahr zuvor waren es beim Verarbeitenden Gewerbe plus 22,7 Prozentpunkte und beim Handel plus 12,2 Prozentpunkte.

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