OTS0129 5 CI 0744 VHO0001 Fr, 29.Nov 2019
Pflege / Auszeichnung / Volkshilfe / Sozialministerium

Volkshilfe Pflege- und Betreuungspreis LUISE 2019 ist vergeben

Festakt im Sozialministerium mit Bundesministerin Brigitte Zarfl, Volkshilfe Präsident Ewald Sacher und Direktor Erich Fenninger

  • Pflege ist eine enorme Herausforderung, die oftmals mit großen physischen und psychischen Belastungen verbunden ist. Besonders kräftezehrend kann die Pflege und Betreuung von Menschen mit demenziellen Beeinträchtigungen sein. Mit der Entwicklung der österreichischen Demenzstrategie „Gut leben mit Demenz“ wurde der Grundstein für einen Orientierungsrahmen gelegt, Menschen mit demenziellen Beeinträchtigungen und ihre Angehörigen bestmöglich zu unterstützen. Auf die Situation der pflegenden Angehörigen wurde mit dem ersten nationalen Tag der pflegenden Angehörigen im September 2019 verstärkt hingewiesen. Die ab 2020 jährliche Valorisierung des Pflegegeldes stellt einen weiteren Meilenstein in der österreichischen Pflegevorsorge dar. Insgesamt ist die Weiterentwicklung der Pflegevorsorge eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, der wir uns stellen
    Brigitte Zarfl, Gesundheits- und Sozialministerin
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  • Es ist für viele zu Pflegende ein Herzenswunsch, dass sie so lange wie möglich zu Hause leben können“, hob Volkshilfe Österreich-Präsident Ewald Sacher hervor, „mit dem Pflegepreis stellen wir jene Menschen in den Mittelpunkt, die dies ermöglichen und damit einen wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten
    Ewald Sacher, Volkshilfe Österreich-Präsident
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  • Aktuellen Schätzungen zufolge leben in Österreich derzeit rund 130.000 Menschen mit einer demenziellen Beeinträchtigung. Die Volkshilfe Österreich nahm dies zum Anlass, bei der LUISE 2019 in zwei Kategorien den Schwerpunkt Demenz zu setzen, um genau diese Personen vor den Vorhang zu holen
    Erich Fenninger, Direktor der Volkshilfe Österreich
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Wien (OTS) - Bereits zum zehnten Mal hat die Österreichische Volkshilfe den österreichischen Pflege- und Betreuungspreis LUISE vergeben und würdigt damit das Engagement und die großartigen Leistungen von Menschen in den Bereichen Pflege und Betreuung, diesmal mit dem Schwerpunkt Demenz. „Pflege ist eine enorme Herausforderung, die oftmals mit großen physischen und psychischen Belastungen verbunden ist. Besonders kräftezehrend kann die Pflege und Betreuung von Menschen mit demenziellen Beeinträchtigungen sein. Mit der Entwicklung der österreichischen Demenzstrategie „Gut leben mit Demenz“ wurde der Grundstein für einen Orientierungsrahmen gelegt, Menschen mit demenziellen Beeinträchtigungen und ihre Angehörigen bestmöglich zu unterstützen. Auf die Situation der pflegenden Angehörigen wurde mit dem ersten nationalen Tag der pflegenden Angehörigen im September 2019 verstärkt hingewiesen. Die ab 2020 jährliche Valorisierung des Pflegegeldes stellt einen weiteren Meilenstein in der österreichischen Pflegevorsorge dar. Insgesamt ist die Weiterentwicklung der Pflegevorsorge eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, der wir uns stellen“, so Gesundheits- und Sozialministerin Brigitte Zarfl bei der Preisverleihung der LUISE 2019.

„Es ist für viele zu Pflegende ein Herzenswunsch, dass sie so lange wie möglich zu Hause leben können“, hob Volkshilfe Österreich-Präsident Ewald Sacher hervor, „mit dem Pflegepreis stellen wir jene Menschen in den Mittelpunkt, die dies ermöglichen und damit einen wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten“.

Aus dem Blickwinkel der Pflege und Betreuung nimmt das Thema Demenz einen besonderen Stellenwert ein, zumal diese Erkrankung aufgrund der demografischen Entwicklung stetig zunimmt und der größte Teil der Menschen mit demenziellen Beeinträchtigungen zu Hause von den Angehörigen versorgt wird. „Aktuellen Schätzungen zufolge leben in Österreich derzeit rund 130.000 Menschen mit einer demenziellen Beeinträchtigung. Die Volkshilfe Österreich nahm dies zum Anlass, bei der LUISE 2019 in zwei Kategorien den Schwerpunkt Demenz zu setzen, um genau diese Personen vor den Vorhang zu holen“, unterstrich Erich Fenninger, Direktor der Volkshilfe Österreich.

Bei dem im Sozialministerium stattgefundenen Festakt am Donnerstag, 28. November 2019, konnten von Bundesministerin Brigitte Zarfl, Volkshilfe-Präsident Ewald Sacher und Volkshilfe-Direktor Erich Fenninger rund 120 Gäste begrüßt werden, darunter zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter von Hilfsorganisationen, Selbsthilfegruppen und Interessenvertretungen. Die Expertinnen und Experten der Fachjury – Gerald Bachinger, Niederösterreichischer Patientenanwalt und Sprecher der Österreichischen Patientenanwälte, Monika Kripp von Alzheimer Austria, Martina Laschet von der Initiative Wund?Gesund!, Martin Nagl-Cupal, Institut für Pflegewissenschaft an der Universität Wien und Manfred Pallinger, Sektionschef im Sozialministerium - die aus den Einreichungen die Preisträgerinnen und Preisträger der LUISE 2019 auswählten, nahmen ebenfalls bei der Schlussveranstaltung teil und hielten die Laudationes der einzelnen Kategorien. Die 16 Preisträgerinnen und Preisträger des Pflege- und Betreuungspreises LUISE wurden mit der vom international anerkannten Künstler Manfred Wakolbinger gestalteten Statuette „LUISE“ geehrt.

Preisträgerinnen und Preisträger der LUISE 2019

Kategorie 1: Pflegende Angehörige

Bei den Preisträgerinnen und Preisträgern handelt es sich um Personen, die sich der Pflege und Betreuung von Angehörigen in den eigenen vier Wänden annehmen.

Platz 1: Susanne Portner, Mürzzuschlag (Steiermark)

Platz 2: Peter Lammer, St. Barbara (Steiermark)

Platz 3: ex aequo: Stefanie Baumegger, Heilbrunn (Steiermark) und Margit und Willi Turetschek, Wien

Sonderpreis: Erika Buchriegler, Hollenstein an der Ybbs (Niederösterreich)

Kategorie 2: Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer

Die Preisträgerinnen engagieren sich seit vielen Jahren ehrenamtlich bei Sozialvereinen und Organisationen wie PRO MENTE oder Rotes Kreuz.

Platz 1: Karin Landauer, Wien

Platz 2: Margret Bardy, Wien

Platz 3: Herta Stadler, Wien

Kategorie 3: Pflegende Angehörige von an Demenz erkrankten Menschen

Bei den Preisträgerinnen und Preisträgern handelt es sich um Personen, die sich der Pflege und Betreuung von an Demenz erkrankten Angehörigen in den eigenen vier Wänden annehmen.

Platz 1: Josef Bochnicek, Wien

Platz 2: Margarete Maier, Stainz im Mürztal (Steiermark)

Platz 3: Margaretha Spanny, Hintersdorf (Niederösterreich)

Pflege und Betreuungspersonal von an Demenz erkrankten Menschen

Die Preisträgerinnen sind Personen, die tagtäglich mit an Demenz erkrankten Menschen in Wohn- und Pflegeheimen, Vereinen oder als 24-Stunden-Betreuung arbeiten.

Platz 1: Beatrix Gassler, Hall in Tirol (Tirol)

Platz 2: Manuela Pfohl, Innsbruck (Tirol)

Platz 3: Magdalena Filca, Pinkafeld (Burgenland)

Sonderpreis Soziales Jahr

Die Preisträgerinnen absolvieren ein Freiwilliges Soziales Jahr und begleiten Delir-Patientinnen und –Patienten bei alltäglichen Abläufen.

Anna Finsterer, Höhnhart (Oberösterreich)

Victoria Laubichler, Filzmoos (Salzburg)

Julia Stranger, St. Johann im Pongau (Salzburg)

Der Österreichische Pflege- und Betreuungspreis LUISE wird unterstützt vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz, der Plattform österreichische Demenzstrategie „Gut leben mit Demenz“ und der Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger.

Mehr Informationen und alle Fotos von der Preisverleihung unter www.volkshilfe-pflegepreis.at

Rückfragen & Kontakt:

Erwin Berger,MAS
Leiter Kommunikation Volkshilfe Österreich
M: +43 676 83 402 215

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