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Medien / Fernsehen / ORF / kulturMontag

„kulturMontag“: Jeff Goldblum und André Heller zeigen ihre musikalische Seite; 25 Jahre „Rote Nasen“

Außerdem die neue Doku über die Neuerfindung von Wien als Weltstadt: „Wiener Zeitgeist – Aufbruch in die 80er“

Wien (OTS) - Clarissa Stadler begrüßt zum „kulturMontag“ am 18. November 2019 um 22.30 Uhr in ORF 2. Die Sendung widmet sich zunächst dem neuen Album des Schauspielers und Musikers Jeff Goldblum. Und auch André Heller zeigt nach Jahrzehnten wieder seine musikalischen Qualitäten und kehrt mit dem neuen Album „Spätes Leuchten“ zu seinen Wurzeln zurück. Außerdem berichtet das Magazin über das 25-jährige Jubiläum der „Roten Nasen“ und wirft dabei einen Blick auf die Geschichte der Clownerie-Kunst, die derzeit einen neuen Aufschwung erlebt. Und gleich danach um 23.15 Uhr zeigt ORF 2 die neue Dokumentation „Wiener Zeitgeist – Aufbruch in die 80er“.

Zwischen Jurassic Park und Jazz – Jeff Goldblum und sein neues Album

Seine Leinwand-Fans müssen sich noch bis 2021 gedulden, bis Chaostheoretiker Dr. Ian Malcolm alias Jeff Goldblum mit der Original-Crew aus „Jurassic Park“ wieder gemeinsam vor der Kamera stehen wird. Darüber hinaus feiert der Hollywood-Star Erfolge abseits des Film-Biz und widmet sich seiner Karriere als Musiker. Schon als Kind hat Goldblum leidenschaftlich gerne Klavier gespielt und seine Passion mit seiner Band „The Mildred Snitzer Orchestra“ seit rund 20 Jahren fast wöchentlich in einem kleinen Club in Los Angeles ausgelebt. Auf sein musikalisches Talent wurden Plattenbosse in einer US-Show aufmerksam, als Goldblum den Jazz-Sänger Gregory Porter auf dem Klavier begleitete. Nachdem er mit seinem ersten Album einen Volltreffer landete, legt Jeff Goldblum jetzt mit „I Shouldn't Be Telling You This“ gleich nach. Auf seiner zweiten Jazz-Exkursion, die zwischen Lalo Schifrin und Herbie Hancock angesiedelt ist, begleiten ihn Pop- und Rocksängerinnen, wie Sharon Van Etten oder Miley Cyrus.

Zwischen Wean und Marrakesch – André Hellers „Spätes Leuchten“

Er gilt hierzulande als „Poet mit vielen Disziplinen“, der mit seinen künstlerischen Arbeiten immer wieder polarisiert. Längst ist André Heller eine kulturelle Institution. Die Liste seiner Verwirklichungen – von gigantischen Feuerwerken, Shows und Inszenierungen bis zu Gärten, Häusern und Wunderkammern – ist so lang, dass man fast seine musikalischen Qualitäten vergessen könnte. Von den späten 1960er bis zu den frühen 1980er Jahren legte der junge Heller eine außerordentliche Karriere als Chansonnier und Liedermacher hin. Egal ob Austropop, Wiener Lied oder Soul – André Heller kennt keine Schubladen und stand u. a. mit Wolfgang Ambros mit „Für immer jung“, mit Helmut Qualtinger für „Wean, du bist a Taschenfeitl“ oder Xavier Naidoo im Studio. Anfang der 1980er Jahre hängte er seine Musiker-Karriere an den Nagel. Jahrzehnte später kehrt er mit seinem neuen Album „Spätes Leuchten“ zu seinen Wurzeln zurück und bleibt sich darin als charmanter Geschichten-Erzähler mit unverkennbarer Stimme treu. 16 Lieder – angesiedelt zwischen Wien und Marrakesch – zeichnen ein Panorama seines Lebens.

Lachen für’s Leben – 25 Jahre Rote Nasen

Rote Nase, winziger Hut und viel zu große Schuhe – ihr komisches Talent stellen sie in den Dienst der guten Sache, denn ihre Bühne sind Krankenhäuser und Krisengebiete. „Lachen ist die beste Medizin“ – unter diesem Motto haben die „Roten Nasen“ vor mittlerweile 25 Jahren ihren Siegeszug angetreten. Längst sind sie nicht nur geduldet, sondern wichtige Mitspielerinnen und Mitspieler im Spitals-Alltag und die Zahl der Clowninnen und Clowns steigt, erzählt der künstlerische Leiter der „Roten Nasen“, der Schauspieler Giora Seeliger. Doch die Kunst der Clownerie erlebt generell Aufwind, Clownkurse boomen und auch Wiens Clowntheater, das Theater Olé, erfreut sich großer Beliebtheit. Das sei die Folge unserer leistungsorientierten Gesellschaft, meint Autor und Schauspieler Klaus Werner-Lobo. Mit seinem Buch „Frei und gefährlich. Die Macht der Narren“ ergründet er die Psychologie der Clowns, die über sich selbst lachen können und so den Menschen die Angst vor dem eigenen Scheitern nehmen wollen. Der „kulturMontag“ blickt in die Geschichte dieser Kunstform, die bis ins alte Ägypten und Griechenland zurückreicht und nach wie vor wichtige gesellschaftliche und auch politische Funktionen innehat.

Dokumentation: „Wiener Zeitgeist – Aufbruch in die 80er“ (23.15 Uhr)

1979: Wien, die einstmals fünftgrößte Stadt der Welt, war auf 1,5 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner geschrumpft und schien sich auf direktem Weg in die Bedeutungslosigkeit zu verabschieden. Zur selben Zeit nahm aber etwas Fahrt auf, das mit einer pulsierenden, kunstaffinen Szene und dem so bedeutungsschwangeren Begriff „Zeitgeist“ zu tun hatte. Mode bekam eine ebenso politische wie internationale Note, das U4 lockte internationale Stars wie Sade in den Keller und etabliert sich als Szenetempel, Designer entwarfen In-Lokale, mit Falco oder Hansi Lang boomte eine neue Musikszene, Kunst und Werbung gingen eine Symbiose ein. Und die Zeitschrift „Wiener“ wurde zum Zentralorgan des Zeitgeists. Die Dokumentation von Alexandra Venier beleuchtet ein halbes Jahrzehnt, in dem sich Wien durch die Mode-, Party- und Musikszene jener Jahre als Weltstadt neu erfand und hat dafür tief in den ORF-Archiven gegraben und eine prominente Riege zeitgeistiger Zeitgenossen interviewt. Zu Wort kommen unter anderen Starfotografin Elfie Semotan, Architekt Wolf D. Prix, die Gastronomen Marianne Kohn, Hanno Pöschl und Ossi Schellmann, die Musiker Rudi Nemeczek, Alexander Goebel und Götz Schrage sowie der ehemalige „Wiener“-Chefredakteur Markus Peichl.

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