OTS0201 5 II 0603 FLK0002 AI Mi, 18.Sep 2019
Atomkraft / Slowenien / Kärnten / Steiermark / FPÖ

FPÖ Kärnten und FPÖ Steiermark starten Petition gegen AKW Krsko

Kunasek: „Klares Nein zu Atomenergie in Europa und den Ausbau des Atomkraftwerkes in Krsko!“ – Darmann: „Atomare Strahlung kennt keine Grenzen“

Klagenfurt (OTS) - In einer gemeinsamen Pressekonferenz in Straß in der Steiermark nahe des Grenzüberganges Spielfeld haben heute der Landesparteiobmann der FPÖ Steiermark Klubobmann Mario Kunasek, der Kärntner FPÖ-Chef Klubobmann Mag. Gernot Darmann sowie FPÖ-Umweltsprecher NAbg. Walter Rauch eine gemeinsame Petition der FPÖ Kärnten und der FPÖ Steiermark gegen das AKW Krsko vorgestellt. Diese wird bis Jahresende zur Unterschrift aufliegen. Die gesammelten Unterschriften sollen dann der neuen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Brüssel übergeben werden. In der Petition wird ein Ausbaustopp und die Schließung des AKW Krsko gefordert sowie die Forcierung erneuerbarer Energieformen.

Der steirische FPÖ-Landesparteiobmann Mario Kunasek verwies darauf, dass sich der Landtag Steiermark erst in der gestrigen Landtagssitzung im Zuge einer Klimaschutzdebatte einstimmig für den Ausstieg Europas aus der Atomenergie ausgesprochen hat. Die steirischen Freiheitlichen fordern, stattdessen die Nutzung erneuerbarer Energiequellen zu forcieren. „Es geht um die Gesundheit und Sicherheit der Bürger, diese muss stets im Vordergrund aller politischen Überlegungen stehen. Mit dieser parlamentarischen Initiative wollen wir massiv Druck auf die zuständigen Regierungsmitglieder aufbauen, damit sich diese auf europäischer Ebene vehement für den Stopp von Atomenergie einsetzen. Besonders bedauerlich ist die Tatsache, dass es Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer bisher nicht für notwendig erachtete, sich in irgendeiner Art und Weise zum AKW Krsko zu äußern. In Anbetracht der massiven potenziellen Gefahr, die von Atomkraftwerken ausgeht, müssen die derzeitigen Pläne für einen Ausbau und die Laufzeitverlängerung des völlig veralteten AKW Krsko mit allen Mitteln verhindert werden!“, so Kunasek.

Der Kärntner FPÖ-Chef Gernot Darmann betonte, dass atomare Strahlung keine Grenzen kennt. „Umweltschutz ist Heimatschutz. Wir können gegen illegale Migration Zäune aufstellen und unsere Sicherheitskräfte einsetzen. Aber gegen Atom-Strahlung hilft das alles nichts, keine Grenze wird die Strahlung im Fall eines Atomunfalles in Krsko aufhalten“, so Darmann. Da Landtagsbeschlüsse in Kärnten und der Steiermark bisher nichts bewirkt hätten, sei es nun an der Zeit, den Weg der direkten Demokratie zu gehen. „Da geht es um keine Parteifarbe, sondern um Hausverstand und Vernunft und da müssen wir mit der Bevölkerung gemeinsam Druck aufbauen, damit die Entscheidungsträger in Brüssel auf europäischer Ebene endlich verstehen, dass ein Mitgliedsland wie Slowenien nicht mit dem Leben der Europäer spielen darf“, betont Darmann. Er verwies drauf, dass Krsko das einzige Atomkraftwerk auf einer Erdbebenlinie sei und es in der Vergangenheit bereits mehrere grobe Zwischenfälle gab. „Das Atomkraftwerk Krsko ist eine tickende Zeitbombe. Jeder Tag, an dem dieses AKW weiterbetrieben wird, gefährdet die Existenz und die Zukunft Österreichs und Mittteleuropas“, so der Kärntner FPÖ-Chef. Die EU-Politik müsse dringend umdenken, von der verantwortungslosen Förderung der Atomenergie abgehen und den Ausbau erneuerbare Energieformen in Slowenien vorantreiben.

Der freiheitliche Umweltsprecher NAbg. Walter Rauch hebt hervor, dass die FPÖ bereits seit langem gegen das AKW Krsko kämpft. „Im Jahr 2017 wurden zahlreiche Initiativen und Anträge im Parlament eingebracht. Alle Initiativen wurden stets von ÖVP und SPÖ abgelehnt“, so Rauch. Erst durch die FPÖ wurde laut Rauch der Kampf gegen das AKW Krsko salonreif. „Dank der FPÖ wurde der Kampf gegen die Atomkraft in der vergangenen Bundesregierung intensiviert. Ich appelliere daher auch an die künftige Regierung, den Kampf weiter fortzusetzen und zu intensivieren. Die FPÖ wird in dieser Causa jedenfalls nicht lockerlassen“, betont Rauch. Er bekräftigt: „Unser Weg in die Zukunft ist der Weg der erneuerbaren Energien. Die künftige Bundesregierung und auch die EU sind daher gefordert, dem nuklearen Treiben ein Ende zu setzen. Wer auf Atomkraft setzt, begibt sich in die energiepolitische Steinzeit!“

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