OTS0071 5 CI 0382 GLL0001 XI Mo, 09.Sep 2019
Umwelt / Klimakrise / Wissenschaft / Wirtschaft / EU

GLOBAL 2000 unterstützt Klimaforschung bei Forderung nach mehr Ambition beim Klimaschutz

Umweltministerin Maria Patek ist nun in der Pflicht, einen umfangreichen Klimaplan auszuarbeiten.

Wien (OTS) - Die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 unterstützt die Forderung der Klimaforschung nach mehr Ambition beim Klimaschutz und fordert die amtierende Umweltministerin Maria Patek dazu auf, ihren Verpflichtungen nachzukommen: „Beim Klimaschutz dürfen wir keine Zeit mehr verlieren. Wahlkampf sowie Regierungsbildung dürfen die Arbeit nicht aufhalten. Umweltministerin Maria Patek ist nun in der Pflicht, aufbauend auf den zahlreichen vorhandenen Studien einen Nationalen Klimaplan auszuarbeiten, der den Mindest-Anforderungen der klimawissenschaftlichen Erkenntnissen genügt und den Weg Österreichs zum Ausstieg aus fossiler Energie klar festlegt.“

Die EU-Klimavorgaben sehen vor, dass Österreich bis Ende des Jahres einen Nationalen Energie- und Klimaplan (NEKP) erstellen muss. Mit dem Referenz-NEKP der Klimawissenschaft ist nun ein bedeutendes Dokument erstellt worden, das diese Arbeit erheblich erleichtert. "Der heute von der Klimawissenschaft präsentierte NEKP-Plan zeigt klar auf, dass ein klimaneutrales Österreich mit steigender Lebensqualität für uns alle verbunden ist. Es zahlt sich also aus, für echten Klimaschutz zu kämpfen", sagt Johannes Wahlmüller, Klimasprecher von GLOBAL 2000.

GLOBAL 2000 weist darauf hin, dass es mittlerweile reichlich Material gibt, denn bereits in den letzten Monaten und Jahren wurden von mehreren Stellen umfangreiche Studien veröffentlicht, unter anderem:

• Die Studie „Energie- und Treibhausgasszenarien 2030 und 2050“ des Umweltbundesamts, mit Transformationspfaden und Maßnahmenvorschlägen
• Die Studie des WIFO „Subventionen und Steuern mit Umweltrelevanz in den Bereichen Energie und Verkehr“ mit einer Liste an kontraproduktiven Subventionen in Höhe von 4,7 Mrd. Euro
• Der Sachstandsbericht Mobilität des Umweltbundesamts mit 50 Maßnahmenvorschlägen im Bereich Verkehr
• Das Klima- und Energieszenario bis 2030 und 2050, erstellt von GLOBAL 2000, Greenpeace und WWF

„Niemand kann mehr erklären, dass fachliche Grundlagen fehlen. Bis Ende des Jahres muss es einen österreichischen Klimafahrplan geben und da bis dahin keine voll funktionsfähige neue Regierung vorhanden sein wird, ist Umweltministerin Maria Patek dafür verantwortlich. Diese rechtlich verbindliche Vorgabe der EU beinhaltet auch die Abhaltung eines öffentlichen Konsulationsprozess unter Einbindung der zivilgesellschafltichen Akteure. Wir erwarten uns, dass zügig weitergearbeitet wird. Die rasch voranschreitende Klimakrise gönnt uns keine Atempause“, stellt Wahlmüller abschließend klar.

Rückfragen & Kontakt:

Lydia Matzka-Saboi, GLOBAL 2000 Pressesprecherin, 0699 14 2000 26, lydia.matzka@global2000.at
Johannes Wahlmüller, GLOBAL 2000 Klimasprecher, 0699 14 2000 41, johannes.wahlmueller@global2000.at

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