OTS0076 5 AI 0373 EUN0008 Di, 04.Jun 2019
Politik / Klima / Umwelt / Bundesregierung

Deutsche Stiftungen für Zukunft: oberste Priorität für Nachhaltige Entwicklung und Klimaschutz

Berlin, Bonn, Hamburg, Osnabrück, St. Leon-Rot, Stuttgart (ots) - Mehrere einflussreiche Stifter, Stiftungsvorsitzende und Generalsekretäre haben wenige Tage nach der Europa-Wahl und einen Tag vor Beginn des wichtigen Jahrestreffens Deutscher Stiftungen die Bundesregierung zu beschleunigtem Handeln beim Klimaschutz und der Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) aufgefordert. In einem heute veröffentlichten gemeinsamen Aufruf heißt es, das Pariser Klimaschutzabkommen und die 2030 Agenda mit den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen müssten ambitioniert umgesetzt werden und die zentrale Grundlage für politische Entscheidungen sein.

"Deutschland als starkes Industrie-, Ingenieurs- und Bildungsland hat das Potenzial, eine glaubwürdige und kraftvolle Energie-, Mobilitäts- und Landwirtschaftswende zu gestalten", so der Text. Wichtig dafür sei, "verlässliche politische Rahmensetzungen und Anreize zu schaffen". Konkret fordern die Autoren noch in diesem Jahr ein verbindliches Klimaschutzgesetz sowie ein wirksames Aktionsprogramm für dessen Umsetzung. Darüber hinaus solle Deutschland aktiv mit Schwellen- und Entwicklungsländern bei der Umsetzung dieser Ziele zusammenarbeiten.

Die Verfasser erinnern in ihrem gemeinsamen Aufruf auch an den überwältigend klaren wissenschaftlichen Befund, dass die globalen Emissionen in den nächsten 10 Jahren halbiert werden müssten, um einen Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur über 1,5°C zu verhindern. Kurzsichtige Parteitaktik oder Wohlstandsversprechen auf Kosten zukünftiger Generationen dürften in der heutigen Politik deshalb keinen Platz haben, so die Autoren.

In dem gemeinsamen Appell fordern die Autoren darüber hinaus alle deutschen Stiftungen auf, sich unabhängig ihrer jeweiligen Programmatik "auch nach innen und nach außen " klar für die Ziele des Pariser Klimaabkommens und die UN-Nachhaltigkeitsziele einzusetzen. Es sei bekannt, welche Technologien und Lebensstiländerungen auch in Zukunft ein gutes Leben ermöglichten. Die Autoren fordern die Politik deshalb dazu auf, den notwendigen Strukturwandel mit Konzepten anzugehen, die allen eine Perspektive geben.


Die Unterzeichnenden des Schreibens:
Alexander Bonde, Deutsche Bundesstiftung Umwelt
Dietmar Hopp, Dietmar Hopp-Stiftung
Caio Koch-Weser, European Climate Foundation
Klaus Milke, Stiftung Zukunftsfähigkeit und Chair Foundations 20
Prof. Dr. Michael Otto, Umweltstiftung Michael Otto
Prof. Dr. Joachim Rogall, Robert Bosch Stiftung
Dr. Michael Schaefer, BMW Foundation Herbert Quandt

Alle Stiftungen, die den Text mittragen, sind Mitwirkende bei der G20-Stiftungsplattform Foundations 20 (www.foundations-20.org). Über 50 hier aktive internationale Stiftungen fühlen sich als Teil der Lösung angesichts der globalen Klimaherausforderungen.

Rückfragen & Kontakt:

Stefan Schurig, Secretary General F20 | stefan.schurig@foundations-20.org Tel: 040 249319 oder mobil +49 177 2510019 www.foundations-20.org

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