OTS0095 5 KI 0342 NRF0002 Mi, 15.Mai 2019
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„Weg von der Straße“: „Am Schauplatz“ hat obdachlose Jugendliche begleitet und fragt nach: Was ist aus ihnen geworden?

Am 16. Mai um 21.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Erwachsen werden ist an sich schon schwer, besonders aber, wenn man auf der Straße lebt. „Am Schauplatz“ hat obdachlose Jugendliche begleitet und ihren Alltag zwischen Ausbildung, Job, Pubertät und Wohnungssuche dokumentiert. Mittlerweile sind aus den Jugendlichen junge Erwachsene geworden. „Am Schauplatz“ fragt am Donnerstag, dem 16. Mai 2019, um 21.05 Uhr in ORF 2 nach: Was ist aus ihnen geworden? Haben sie ihren Platz in der Gesellschaft gefunden? Eine Reportage von Julia Kovarik.

Daniel aus Krems war 16, als ihn das Team von „Am Schauplatz“ 2012 kennenlernte. Er ist damals vor den ständigen Streitereien mit seinem Vater geflüchtet. Wohin, wusste er nicht. Und so ist er erst einmal auf der Straße gelandet. „Wenn ich Schulkinder sehe, bin ich neidisch“, sagt er, „die haben ein Zuhause.“ Seit damals sind sieben Jahre vergangen. Heute lebt der 23-Jährige bei seiner Mutter, die damals schwere Alkoholikerin war. Die Mutter ist heute trocken und möchte ihre Versäumnisse wiedergutmachen.

Für Patrick war 2012 die Notschlafstelle „Jump“ in St. Pölten sein Ersatz-Zuhause. Der damals 19-Jährige wuchs bei seiner Oma in beengten Verhältnissen auf. Als er in die Pubertät kam, war sie mit dem Enkel überfordert. Heute hat Patrick sein Leben komplett umgekrempelt. Er hat zwei Lehren abgeschlossen, einen guten Job, eine Freundin und beginnt im Herbst ein Universitätsstudium. „Mit meiner Obdachlosigkeit von damals gehe ich ganz offen um“, sagt der heute 26-Jährige, „schließlich ist es ein Teil von mir und prägt mich noch immer.“

Die 20-jährige Enxhi und ihr Freund Ossi hat das „Am Schauplatz“-Team vor zwei Jahren kennengelernt. Damals hat das oberösterreichische Paar in einem Zelt gelebt und tagsüber in der Fußgängerzone geschnorrt. Mittlerweile ist das Paar getrennt. Enxhi ist Mutter geworden und lebt nun in einer betreuten Mutter-Kind-Einrichtung. „Man muss sich helfen lassen, wenn man in so einer blöden Situation ist“, sagt die 22-Jährige heute.

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