OTS0075 5 CI 0611 NAU0001 Fr, 12.Apr 2019
Gesundheit / Sozialversicherung / Oberösterreich / Unfälle

Erfreuliche Bilanz: Deutlich weniger Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten in Oberösterreich

Linz (OTS) - 20.882 Arbeitsunfälle von Erwerbstätigen verzeichnet die AUVA-Statistik für das Jahr 2018 in Oberösterreich. Die erfreuliche Bilanz zum Vorjahr: Trotz steigender Beschäftigungsverhältnisse sinkt die Zahl der Unfälle an den Arbeitsplätzen und auch bei den Schülern. Die Unfallrate von 29,37 (2017) konnte auf 28,60 (2018) deutlich reduziert werden. Österreichweit blieb die Unfallrate fast unverändert auf dem Rekordtief des Vorjahres.

„Der Arbeitnehmerschutz in Oberösterreich hat ein sehr hohes Niveau erreicht. Die gemeinsamen Anstrengungen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern tragen Früchte. Jetzt gilt es, die Weichen für die Zukunft zu stellen und Sicherheit und Gesundheitsschutz an die Anforderungen von Industrie 4.0 und Digitalisierung auszurichten. Gleichzeitig gilt es, die Arbeitnehmerschutzbürokratie für die Betriebe einzudämmen, die allen Betroffenen viel Zeit und Geld kosten. Die AUVA ist dafür der richtige Partner“, bekräftigt Dr. Erhard Prugger, Landesstellen-Vorsitzender.

Deutlich weniger Berufskrankheiten

Lärmschwerhörigkeit (100 Fälle), Erkrankungen der Atemwege (39 Fälle) und Hauterkrankungen (16 Fälle) stehen in Oberösterreich zwar nach wie vor an der Spitze der Berufskrankheiten-Statistik, im Vergleich zum Vorjahr konnte die Zahl an neuen Erkrankungen allerdings um rund 19 Prozent reduziert werden. Die AUVA verhindert nicht nur menschliches Leid, das durch Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten entsteht, sie reduziert auch die finanzielle Belastung für Unternehmen und stützt damit die heimische Volkswirtschaft.

Immer noch besonders gefährdet

Im Vergleich der Altersgruppen sind vor allem junge Arbeitnehmer unter 25 Jahren häufig von einem Arbeitsunfall betroffen. Hier steuert die AUVA vor allem mit Maßnahmen in der Lehrlingsausbildung entgegen. Im Branchenvergleich passieren die meisten Unfälle in der Produktion, am Bau und in der KFZ-Branche. Das Schulungsangebot der AUVA für diese Berufsgruppen wird laufend erweitert. Sicherheitstipps und Infos stellt die AUVA gedruckt oder digital in der AUVA-App zur Verfügung.

Erfolgreiche Prävention

„Ich freue mich, dass die Arbeitsunfälle in unserer Landesstelle weiter reduziert werden konnten und bedanke mich bei allen, die dazu beigetragen haben. Es wäre jedoch ein Trugschluss aufgrund sinkender Schadenszahlen auf Prävention zu verzichten oder die Sicherheitsarbeit zu reduzieren. Verhalten und Verhältnisse am Arbeitsplatz entscheiden über Sicherheit und Gesundheit und nicht das bisherige Auftreten oder Ausbleiben von Unfällen. Dazu gehört auch, dass wir unsere Angebote stets entsprechend den aktuellen Bedürfnissen und Veränderungen der Arbeitswelt gestalten“, so Landesstellen-Direktorin Mag. Marina Pree-Candido über die erfolgreiche Präventionsarbeit in Oberösterreich.

Die Unfallzahlen für Oberösterreich im Jahresvergleich

>> Arbeitsunfälle Erwerbstätiger inkl. Wegunfälle 2018: 20.882 I 2017: 21.168
>> Schadensrate auf 1.000 Beschäftigungsverhältnisse 2018: 28,60 I 2017: 29,37
>> Schülerunfälle 2018: 9.190 I 2017: 9.743
>> Berufskrankheiten 2018: 191 I 2017: 235

Über die AUVA:

Bei der AUVA sind rund 320.000 Unternehmen und über 5 Millionen Personen gesetzlich gegen die wirtschaftlichen, gesundheitlichen und sozialen Folgen von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten versichert. Die AUVA finanziert ihre Aufgaben fast zur Gänze aus den Beiträgen der Dienstgeber und übernimmt dafür die Haftung für Arbeitsunfälle und das Auftreten von Berufskrankheiten. Kernaufgaben der AUVA sind die Verhütung von Arbeitsunfällen sowie die Heilbehandlung und Rehabilitation. Ziel ist es, Unfallopfer und Beschäftigte mit Berufserkrankungen möglichst rasch wieder in den Arbeitsprozess zu integrieren.Eine weitere Kernaufgabe der AUVA ist die finanzielle Entschädigung. Diese vier Aufgabenbereiche der AUVA ermöglichen eine integrierte und effiziente Unfallversicherung mit hohem volkswirtschaftlichen und gesellschaftlichen Nutzen.

Die AUVA betreibt das Traumazentrum Wien mit den beiden Standorten Meidling und Brigittenau/Lorenz Böhler, die Unfallkrankenhäuser Linz, Salzburg, Klagenfurt und Steiermark mit den beiden Standorten Graz und Kalwang sowie die Rehabilitationszentren Meidling (Wien), Weißer Hof (NÖ), Häring (Tirol) und Tobelbad (Steiermark). In den Einrichtungen der AUVA werden jährlich über 375.000 Patientinnen und Patienten auf medizinischem Spitzenniveau versorgt, davon mehr als 46.000 stationär.

www.facebook.com/MeineAUVA/

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Christiane Eizenberger
COMO GmbH
Am Winterhafen 11, 4020 Linz
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