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Armut / International / Katastrophen / Krankheiten

Ein Monat nach Wirbelsturm Idai: CARE besorgt um 650.000 Frauen und Mädchen

Schmutziges Wasser und schlechte hygienische Zustände sind Nährboden für Infektionskrankheiten / UN-Hilfsappell erst zu 18 Prozent finanziert

Wien (OTS) - Wien/Maputo, 11. April 2019. Nach der Zerstörung durch Wirbelsturm Idai warnt die Hilfsorganisation CARE, dass rund 650.000 Frauen und Mädchen in Mosambik großer Gefahr ausgesetzt sind: Sie müssen ihre Stoffbinden in stehendem, oft verseuchten Wasser waschen und sind besonders von dem jüngsten Choleraausbruch bedroht.

„Frauen sind zumeist diejenigen, die Wasser holen und Essen für ihre Familien zubereiten müssen“, berichtet Marc Nosbach, Länderdirektor für CARE in Mosambik. „Wir haben junge Mädchen gesehen, die keine andere Wahl hatten als ihre Damenbinden aus Stoff in den verschmutzten Flutwassern zu waschen. Sie können ihre Wäsche nirgendwo aufhängen und ziehen daher die feuchte Kleidung direkt wieder an. All diese Notlösungen erhöhen das Infektionsrisiko.“

Mehr als 160.000 Menschen leben in Notunterkünften. Viele wissen nicht, wie sie sich vor einer Infektion schützen können. Hilfsorganisationen wie CARE arbeiten rund um die Uhr, um die Lebensbedingungen im Katastrophengebiet zu verbessern. Mehr als 22.000 Menschen hat das CARE-Nothilfeteam in Mosambik bereits mit sauberem Trinkwasser und Hygieneartikeln wie Seife und Binden erreicht.

Allein in der letzten Woche stieg laut der mosambikanischen Regierung die Zahl der Cholerafälle von 1.000 auf über 4.000 an. Sieben Menschen starben bereits an den Folgen der Krankheit. 1,8 Millionen Menschen in Mosambik sind von den Folgen des Wirbelsturms betroffen, der am 14. März, vor rund einem Monat, auf Land traf.

„Angesichts der hohen Zahl an Betroffenen bereitet es uns Sorge, dass erst 18 Prozent der benötigten 250 Millionen Euro Hilfsgelder, die die Vereinten Nationen ausgerufen haben, zugesagt wurden“, berichtet CARE-Mitarbeiterin Ninja Taprogge, die aktuell in Mosambik Teil des Nothilfeteams ist. „Internationale Geber haben großzügige Unterstützung bei den ersten Bergungs- und Rettungsarbeiten geleistet. Aber der Wiederaufbau und die Sicherung der Lebensgrundlagen werden Jahre dauern. Sonst drohen Hunger und Hoffnungslosigkeit."

Bitte unterstützen Sie die CARE-Nothilfe mit Ihrer Spende für Katastrophenhilfe

ACHTUNG REDAKTIONEN:

Ninja Taprogge, deutschsprachige CARE-Nothelferin, steht für Interviews zur Verfügung.

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CARE Österreich

Sonja Tomandl

Tel. +43 (0)1 7150715-35

sonja.tomandl@care.at

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