OTS0122 5 WI 0328 NSN0002 Fr, 01.Feb 2019
Unternehmen / Niederösterreich / SWVNÖ

SWV NÖ-Thomas Schaden: Selbstständige dürfen bei langer Krankheit nicht benachteiligt werden

„Unternehmerinnen und Unternehmer sollen nicht ein halbes Jahr auf sich alleine gestellt sein!“

St. Pölten (OTS) - Selbstständige müssen bei längerer Krankheit wesentlich besser abgesichert werden als es derzeit der Fall ist, fordert der Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Niederösterreich (SWV NÖ), KommR Thomas Schaden. „Unternehmerinnen und Unternehmer erhalten gegenüber ASVG-Versicherten in einem deutlich kürzeren Zeitraum eine Unterstützungsleistung. Dazu kommt, dass dieses Krankengeld für Selbstständige oft auch noch geringer ausfällt. Diese Ungerechtigkeit muss rasch beseitigt werden!“

„Selbstständige müssen bei schwerer Erkrankung jene Absicherung vorfinden, wie sie ArbeitnehmerInnen haben. ASVG-Versicherte können bei Krankheit in den meisten Fällen 52 Wochen Unterstützungsleistungen beziehen, wobei diese nach dem Bruttoentgelt berechnet werden. Demgegenüber erhalten Unternehmerinnen und Unternehmer nur 20 Wochen ein Krankengeld, und zwar in der Höhe von nur 30,53 Euro pro Tag. Ab der 21. Woche Krankenstand bekommen sie kein Krankengeld mehr. Erst nach einer Wartezeit von mehr als einem halben Jahr, in der sie auf sich alleine gestellt sind, können sie aufgrund derselben Krankheit wieder Krankengeld beziehen.“

„Diese Schlechterstellung der Unternehmerinnen und Unternehmer muss rasch beseitigt werden. Es ist nicht akzeptabel, dass Selbstständige bei langer Krankheit 26 Wochen lang keine Unterstützung erhalten. Dadurch werden die Existenz von Wirtschaftstreibenden und der Weiterbestand ihrer Betriebe gefährdet. Vor allem für EinpersonenunternehmerInnen und Selbstständige mit wenigen MitarbeiterInnen ist diese halbjährige Unterbrechung der Unterstützungsleistung problematisch.“

„Auch aktuell setzt sich der Wirtschaftsverband NÖ für einen Unternehmer ein, der schwer erkrankt ist und daher nicht arbeiten kann, sich seit Sommer einer anstrengenden Therapie unterziehen muss und nun informiert wurde, dass er in den nächsten 26 Wochen keine Unterstützungsleistung erhält. Selbstständige sollten in einer derart schwierigen Situation mehr Hilfe bekommen. Das ist ein Gebot der Fairness“, erklärt Thomas Schaden. „Aus diesem Grund engagiert sich der SWV NÖ seit vielen Jahren für eine stärkere soziale Absicherung der Selbstständigen bei Krankheit.“

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