OTS0041 5 CI 0315 AKK0001 Fr, 19.Okt 2018
Equal-Pay-Day / Gerechtigkeit / Soziales / Kärnten

AK Kärnten: Frauen arbeiten von 21. Oktober bis Jahresende umsonst!

Der 21. Oktober ist rechnerisch und symbolisch (Equal Pay Day) jener Tag, ab dem Frauen in Kärnten im Vergleich zu den Männern umsonst arbeiten - 72 Tage unbezahlte Arbeit bis Jahresende.

  • Niedrigere Einstiegsgehälter, schlechtere Aufstiegschancen, die nach wie vor schwierige Vereinbarkeit von Beruf und Familie und die verstärkte Beschäftigung von Frauen in traditionellen Niedriglohnbranchen
    AK-Rechtsexpertin Michaela Eigner-Pichler
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  • Diese strukturellen Unterschiede müssen beseitigt werden
    AK Präsident Günther Goach
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  • Das Ziel ist erst erreicht, wenn wir einen Equal Pay Day am 31. Dezember eines jeden Jahres begehen können
    AK Präsident Günther Goach
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Klagenfurt (OTS) - Während in Kärnten der Equal Pay Day 2018 auf den 21. Oktober fällt, beginnt er österreichweit bereits am 20. Oktober. Frauen verdienen in Kärnten um 19,6 Prozent weniger als Männer. In ganzen Zahlen: Das durchschnittliche Jahreseinkommen von Frauen (Vollzeitbeschäftigung) beträgt 39.517 Euro – bei Männern 49.159 Euro. Damit ergibt sich ein jährlicher Einkommensnachteil von 9.642 Euro. Der Einkommensunterschied schafft auch einen tiefen Graben in den Kärntner Bezirken. So ist die Einkommensschere – zwar noch immer groß – in Klagenfurt mit 14,9 Prozent jedoch am geringsten. Mit 27,4 Prozent in Spittal/Drau am höchsten. Die Gründe für die niedrigeren Medianeinkommen* von Frauen liegen auf der Hand, so Arbeitsrechtsexpertin Michaela Eigner-Pichler: „Niedrigere Einstiegsgehälter, schlechtere Aufstiegschancen, die nach wie vor schwierige Vereinbarkeit von Beruf und Familie und die verstärkte Beschäftigung von Frauen in traditionellen Niedriglohnbranchen“.

Unterschiede nicht länger hinnehmen!

„Diese strukturellen Unterschiede müssen beseitigt werden“, fordert AK-Präsident Günther Goach im Namen des Vorstands der Arbeiterkammer Kärnten. Funktionieren könne eine Gleichberechtigung nur, wenn Maßnahmen auf mehreren Ebenen getroffen werden.

Die AK fordert daher:

  • gleiche Chance bei der betrieblichen Weiterbildung für Frauen und Männer
  • noch mehr Transparenz bei der Stellenbesetzung
  • verstärkte Förderung von Mädchen und Frauen in nicht traditionellen Berufen
  • mehr Bildungsorientierung in Schulen
  • Recht auf Elternteilzeit in allen Unternehmen
  • mehr Anreize für partnerschaftliche Aufteilung von Kinderbetreuung
  • Ausbau von qualitativ hochwertigen Kinderbetreuungsplätzen

„Das Ziel ist erst erreicht, wenn wir einen Equal Pay Day am 31. Dezember eines jeden Jahres begehen können“, erklärte Goach.


*Medianeinkommen: Die Hälfte verdient mehr, die Hälfte weniger als den angeführten Betrag (inkl. Sonderzahlungen).



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Arbeiterkammer Kärnten
Ferdinand Hafner
050 477 - 2401
f.hafner@akktn.at
kaernten.arbeiterkammer.at

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